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BTH Heimtex Großhandels-Umfrage Verlegewerkstoffe

Wie beurteilt der Großhandel die Anbieter von Verlegewerkstoffen?

Vor vier Jahren hat BTH Heimtex eine Anregung aus dem Großhandel aufgegriffen und diesen um eine Bewertung seiner Lieferanten für Verlegewerkstoffe gebeten. Das Ergebnis sorgte für Aufsehen - genauso wie die zweite Umfrage im Jahr 2009, denn die Grossisten sagten ehrlich ihre Meinung, was für den einen oder anderen Anbieter sowohl positive Überraschungen als auch ein böses Erwachen zur Folge haben konnte. 2011 geht unsere Großhandels-Umfrage in die dritte Runde und wieder hat sich etwas im Markt getan. Allerdings nicht an der Spitze der Rangliste, die Uzin verteidigen konnte; jetzt dicht gefolgt von Henkel Thomsit und einem Quartett auf Rang 3. Am Ende des auf 12 Plätze erweiterten Rankings haben Stauf und Forbo Erfurt die Plätze getauscht.

Nach zwei Jahren war es wieder Zeit für die BTH Heimtex Großhandels-Umfrage zur Qualität der Anbieter von Verlegewerkstoffen in Deutschland. Es ist die dritte ihrer Art und die beiden Vorgänger sorgten für großes Echo in der Branche. Denn hier hat der Großhandel die Möglichkeit, seine Lieferanten direkt zu bewerten - im Positiven wie im Negativen.

40 Grossisten sind unserem Aufruf gefolgt und haben für die Hersteller von Klebstoffen, Ausgleichsmassen und Vorstrichen in 18 Kategorien Bewertungen abgegeben, analog dem Schulnotensystem von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). Wobei Letztere, das sei vorweg gesagt, die große Ausnahme bildete. Aber auch sie wurde vergeben und das zeigt, dass die Großhändler nicht nur eben auf die Schnelle gute und sehr gute Noten verteilt, sondern sich sehr wohl Gedanken über eine differenzierte Beurteilung gemacht haben. Dafür gebührt ihnen unser Dank.

Drei Aspekte dürfen bei der Betrachtung des Ergebnisses allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Zum einen sind unsere Befragungen immer eine Momentaufnahme. Die aktuelle Großhandels-Umfrage Verlegewerkstoffe wurde Ende September/Anfang Oktober 2011 durchgeführt und gibt die Einschätzung der Befragten zu diesem Zeitpunkt wieder.

Zum anderen bieten nicht alle Unternehmen das gesamte Spektrum klassischer Verlegewerkstoffe an, sondern haben sich unter Umständen auf bestimmte Segmente spezialisiert. Dieser Sachverhalt blieb bei unserer Umfrage unberücksichtigt.

Und schließlich lohnt es sich, nicht nur auf die Platzierung zu schauen, sondern auch auf die Durchschnittsnoten zu achten. Teilweise liegt das Feld sehr eng beieinander. Bei der Lieferschnelligkeit etwa trennen den Ersten und den Letztplatzierten gerade einmal 9/10 Punkte und mit einer 2,0 (gut) landet man schon auf einem 8. Rang.

BTH Heimtex hatte 23 Anbieter von Verlegewerkstoffen zur Bewertung vorgegeben. Nach Abschluss der Befragung konnten 11 von ihnen wegen zu weniger Listungen bei der Auswertung nicht berücksichtigt werden. Dies waren: Berger-Seidle (Ramge), Botament (Botafloor), Collano, Kerakoll, Minova Carbo Tech, Murexin, Saint-Gobain Weber, Schomburg, Sika, Wakol und Wulff.

Aus der Häufigkeit der Bewertung der übrigen 13 Firmen ergibt sich folgende Rangliste:

-Ardex
-Henkel Thomsit
-PCI
-Bostik, Uzin
-Schönox
-Bona, Pallmann
-Forbo Erfurt, Kiesel, Mapei, Stauf.

Die Noten wurden durch die jeweilige Anzahl der Nennungen geteilt und ergaben einen eindeutigen Sieger: Wie 2009 steht Uzin ganz oben auf dem Treppchen. Die Ulmer konnten ihre Durchschnittsnote über alle Kriterien sogar noch einmal verbessern. Auf Platz zwei hat Henkel Thomsit zu alter Stärke zurückgefunden, gefolgt von einem Quartett aus Ardex, Bona, Bostik und Schönox. Die Plätze 7, 8 und 9 belegen Mapei, PCI und Kiesel. Mit Ausnahme von PCI, die auch schon 2009 einen Durchschnitt von 2,2 erreichten, haben sich bis hierhin alle Firmen bei der durchschnittlichen Bewertung im Vergleich zur letzten Umfrage verbessert.

Auf dem zehnten Platz findet sich ein Neuling: Pallmann; die Marke von Uzin Utz haben wir aufgrund ihres eigenständigen Marktauftritts separat abgefragt. Die Schlusslichter bilden in diesem Jahr Stauf und Forbo Erfurt, allerdings mit vertauschten Plätzen. Wobei Forbo Erfurt einen deutlichen Einbruch erlitten hat und als einziges Unternehmen nur eine schlechtere Durchschnittsnote erzielen konnte als vor zwei Jahren.

Uzin

Der Sieger der Großhandels-Umfrage Verlegewerkstoffe 2009 hat auch 2011 die Nase vorn. Dass man nicht mehr in zehn, sondern "nur" noch in sieben Kategorien den Spitzenplatz belegt, wird man in der Ulmer Firmenzentrale verschmerzen können. Bescheinigt der Großhandel der Aktiengesellschaft doch nicht nur eine starke Marke, einen guten Innendienst und aufgrund einer erfolgreichen Öffentlichkeitspolitik auch eine große Bekanntheit, sondern sieht bei ihr bedingt durch die Innovationskraft auch beste Zukunftsperspektiven. Kein Wunder, dass die Grossisten bei Uzin gerne einkaufen.

Im 100. Jahr des Bestehens ruht man sich bei Uzin Utz also keinesfalls auf den Lorbeeren der Vergangenheit aus. Der Vorstandsvorsitzende Dr. H. Werner Utz blickt ohnehin lieber nach vorne als zurück, wie er BTH Heimtex unlängst im Interview verriet. So entstand in Ulm nicht nur eine neues Forschungs- und Entwicklungsgebäude - übrigens nach den Kriterien der DGNB -, sondern mit dem Projekt "Die Zukunft unter uns" sammelt der Hersteller auch Ideen, wie der Boden zukünftig aussehen und welche Funktionen er übernehmen könnte.

Sucht man nach Schwächen, wird man beim Preis-Leistungs-Verhältnis und den Konditionen fündig, die von den Befragten als eher mittelmäßig eingeschätzt werden. Aber auch zu diesem Themenkomplex hatte sich Dr. Utz im Gespräch geäußert: "Was die Rohstoffkosten angeht, stehen wir im Moment mit dem Rücken zur Wand."

Henkel Thomsit

Wie ein Phönix aus der Asche präsentiert sich Henkel Thomsit. Vor zwei Jahren hatte man offensichtlich noch mit den Nachwirkungen der organisatorischen Zusammenlegung der Bereiche Boden, Wand und Decke zu kämpfen. Die Kundschaft hatte Probleme, sich auf die neuen Strukturen einzustellen und strafte das Unternehmen dafür sogar mit vier letzten Plätzen ab. Die Kritik hatten die Verantwortlichen schon damals als verständlich bezeichnet und angekündigt, sich jetzt wieder intensiv mit den Abnehmern zu beschäftigen.

Das hat Früchte getragen. So gelang gleich in zwei Kategorien ein beeindruckender Sprung vom letzten auf den ersten Platz: Service und Lieferschnelligkeit. Auch bei den Zukunftsperspektiven ist Thomsit wieder zurück an der Spitze; zu Recht, kann man doch auf die Ressourcen eines riesigen Chemiekonzerns zurückgreifen. Die vierte Spitzenposition teilt man sich wie 2009 mit Uzin: Bekanntheitsgrad.

Letzte Plätze sind in diesem Jahr zum Glück Fehlanzeige. Aber beim Innen- und Außendienst sollte nachgebessert werden, meint der Großhandel und sieht auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis noch Luft nach oben.

Ardex

Von der Marktdurchdringung her liegt Ardex an der Spitze des Teilnehmerfeldes. Etwa zwei Drittel der Teilnehmer an unserer Umfrage führen die Produkte des weltweit agierenden Bauchemieherstellers, der erst vor kurzem in Spanien ein weiteres Unternehmen in den Konzern integriert hat. Den Spitzenplatz nimmt die Wittener Firma bei der Lieferschnelligkeit ein. Aber auch zweite Plätzen in den Rubriken Lieferzuverlässigkeit, Service und klare Vertriebsstruktur sind aller Ehren wert.

Allerdings könnte man sich in Witten gegenüber der Kundschaft etwas kulanter zeigen, zumal auch das Preis-Leistungs-Verhältnis in den Augen der Großhändler zu wünschen übrig lässt. Über die zweite Tabellenhälfte hinaus schafft es auch der Außendienst nicht.

Etwas erstaunlich: Trotz Produkten wie dem Klebstoff-Aktivator, mit dem das "Kleben auf Kommando" propagiert wird, ist gelingt auch beim Thema Innovation nur eine durchschnittliche Platzierung. Hat sich die Neuheit noch nicht richtig durchgesetzt?

Bona

Für Bona ist der dritte Rang in der Gesamtwertung als großer Erfolg anzusehen. Schließlich haben sich die Schweden auf Produkte für die Verlegung und Veredelung von Holzfußböden spezialisiert, bedienen also nur ein Teilsegment.

Einen ersten Platz konnte das Team aus Limburg in diesem Jahr erringen. Dass dies ausgerechnet bei der klaren Vertriebsstruktur gelang, ist umso überraschender, als man 2009 in dieser Kategorie lediglich auf dem vorletzten Platz landete. Hier ist ganz offensichtlich gut gearbeitet worden.

Ansonsten rangiert Bona meist in der oberen Tabellenhälfte. Allerdings gilt das Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz als weniger lieferzuverlässig, nicht unbedingt innovationsfreudig und der Außendienst könnte auch etwas für sein Image tun.

Bostik

Nachdem 2007 gleich acht erste Plätze die Bilanz von Bostik schmückten, gab es 2009 einen Rückfall auf nur noch einen Spitzenrang. In der Zwischenzeit hat man in Borgholzhausen aber offenbar im Sinne der Kundschaft gearbeitet und führt jetzt wieder in vier Rubriken das Feld an: beim Sympathiewert, den Konditionen, der Kulanz und der Qualität des Außendienstes. Auch das Sortiment wird mit einer Durchschnittsnote von 1,9 als sehr gut bewertet.

Vor diesem Hintergrund ist es schade, dass die Marke nicht stärker und der Bekanntheitsgrad unterdurchschnittlich ist. Einen Grund sieht der Großhandel in der verbesserungswürdigen Öffentlichkeitsarbeit.

Schönox

Ranking über alle Kriterien
Ranking nach Kriterien
Die Rankings für: Preis-Leistung, Smphytiewert, Starke Marke, Sortiment, Lieferschnelligkeit, Lieferzuverlässigkeit, Servce, Öffentlichkeitsarbeit, Konditionen
Die Rankings für: Vertriebsstruktur, Kulanz, Innendienst, Außendienst, Kaufe dort gern, Zukunftsperspektiven, Innovation, Bekanntheitsgrad, Management

Das Unternehmen mit dem besten Sortiment kommt aus Rosendahl und heißt Schönox. Die Akzo Nobel-Tochter setzte sich auch bei der Bewertung des Außendienstes und des Managements gegen die Konkurrenz durch. Der Innendienst hat hingegen im Vergleich zu 2009 etwas verloren, rangiert aber immer noch im oberen Drittel der Auswertung.

Ohnehin gibt sich der Hersteller kaum eine Blöße. Allerdings werden die Zukunftsperspektiven trotz aller Sympathie als eher mittelmäßig eingeschätzt. Und die Logistik sollte man sich einmal näher anschauen, damit die gefragten Produkte auch schnell(er) bei den Abnehmern landen. Die Rollfixierung I-Floor beispielsweise, mit der Schönox die Verlegung von Designbelägen deutlich vereinfachen möchte.

Mapei

Spitzenreiter der zweiten Tabellenhälfte und damit solides Mittelfeld ist Mapei. Die Italiener mit Filiale im unterfränkischen Erlenbach am Main dürften allerdings höhere Ambitionen haben und den Blick darum nach vorne richten.

Die Zukunft hat Mapei nach Ansicht des Großhandels auch fest im Griff, wie Rang 2 bei der Innovationskraft und ein knapper dritter Platz bei den Zukunftsperspektiven belegen. Schon heute kaufen die Grossisten gerne bei den Italienern ein, schätzen die Konditionen und die Öffentlichkeitsarbeit. Aktionen wie die Mapei-Designtour zeigen Wirkung. Vor Ort wird die perfekte Verlegung von Bodenbelägen demonstriert, kombiniert mit den Einschätzungen renommierter Trendscouts zu Farb- und Designentwicklungen. Derartiges Engagement dürfte wohl auch zu dem gegenüber 2009 stark verbesserten Bekanntheitsgrad geführt haben.

Dahinter bleibt die Stärke der Marke allerdings zurück. Auch mit seinem Sortiment und dem Management kann sich Mapei nicht im Vorderfeld platzieren.

PCI

Trotz dreier erster Plätze reicht es bei PCI insgesamt nur zu Rang 8. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis und der Lieferschnelligkeit machte der BASF-Tochter schon bei unserer letzten Befragung keiner etwas vor. Hinzugekommen ist die Lieferzuverlässigkeit. Eigentlich beste Voraussetzungen, damit die Kunden gerne bei den Augsburgern einkaufen.

In dieser Kategorie landet PCI allerdings nur in der Mitte des Teilnehmerfeldes, beim Sympathiewert sieht es sogar noch etwas schlechter aus. Unverständlich.

Mit dem Sortiment ist der Großhandel ebenso wenig zufrieden wie mit der Qualität des Managements und vermisst zudem eine klare Vertriebsstruktur. In allen drei Kriterien hatte das Unternehmen 2009 noch besser ausgesehen. Es gibt also noch die eine oder andere interne Baustelle für Frank Sommer, der zur Jahresmitte bei PCI die Vertriebsleitung im Geschäftsfeld Fußbodentechnik übernommen hat.

Kiesel

Die Durchschnittsnote für das schwäbische Familienunternehmen Kiesel hat sich im Vergleich zu 2009 um ein Zehntel auf 2,3 verbessert. Der Großhandel kauft gerne bei den Esslingern ein und lobt die Lieferschnelligkeit sowie den Außendienst, bei dem sich die Kollegen vom Innendienst offenbar noch etwas abschauen können. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Vertriebsstruktur überzeugte die Befragten.

Für ausbaufähig hält man im Gegensatz dazu die Stärke der Marke, die Öffentlichkeitsarbeit und - damit eng zusammenhängend - den Bekanntheitsgrad. Marketingleiterin Beatrice Kiesel sollte beim Außenauftritt des Unternehmens ruhig etwas lauter Trommeln. Das könnte sich lohnen, da die Zukunftsperspektiven für die Kiesel Bauchemie mit einer Durchschnittsnote von 2,3 weitaus besser eingeschätzt werden, als der 8. Platz in dieser Rubrik auf den ersten Blick vermuten lassen würde.

Pallmann

JP Coatings mit der Marke Pallmann gehört zur Uzin Utz-Gruppe. Wie Bona hat sich das Unternehmen auf den Parkettbereich spezialisiert. Bei der Premiere in der BTH Heimtex Großhandels-Umfrage Verlegewerkstoffe schafften es die Würzburger immerhin auf einen 10. Rang. Da man mit Uzin den Erstplatzierten praktisch in der Familie hat, dürfte es sicher möglich sein, sich an dessen Stärken zu orientieren und bei den Verantwortlichen den einen oder anderen Tipp zu bekommen.

Die größten Baustellen sieht der Großhandel bei Vertriebsstruktur, Innen- und Außendienst, dem Preis-Leistungs-Verhältnis und den Konditionen. Hier belegt Pallmann jeweils nur den letzten bzw. vorletzten Platz.

Bei Lieferschnelligkeit und -zuverlässigkeit sieht es heute schon gut aus. Und grundsätzlich wird die Marke bei einer durchschnittlichen Bewertung von 2,0 als recht stark eingeschätzt.

Stauf

Stauf hat die rote Laterne aus der letzten Umfrage abgegeben. Zu mehr als Platz 11 hat es aber auch in diesem Jahr nicht gelangt. Wobei man fairerweise sagen muss, dass das 1828 gegründete Unternehmen traditionell stärker auf die Direktvermarktung setzt.

In der Vergangenheit war Stauf in erster Linie als Hersteller von Parkettklebstoffen wahrgenommen worden. Mit der vollständigen Übernahme der Firma Ibola im Jahr 2009 sollte sich das ändern; spätestens mit der Integration der Marke positioniert sich Stauf ganz klar als Vollsortimenter, der die Verarbeiter auch mit Produkten für die Verlegung von textilen und elastischen Böden, Sportbelägen und Kunstrasen unterstützt.

Beim Großhandel kann man damit bisher noch nicht wirklich punkten. Lediglich die Teams von Innen- und Außendienst ragen etwas heraus.

Forbo Erfurt

In jeder Rangliste gibt es einen Letztplatzierten, in dieser trifft es Forbo Erfurt. An sich ist das keine Schande, auf die Notendichte in einzelnen Kategorien wurde bereits hingewiesen. Allerdings müssen die Thüringer auch zur Kenntnis nehmen, dass sie sich als einziges Unternehmen im Vergleich zur letzten Umfrage in der Durchschnittsnote verschlechtert haben. Eigentlich unverständlich, steht hinter dem Traditionsunternehmen doch mit der Schweizer Forbo-Gruppe ein durchaus ambitionierter Konzern.

Weitere

Schon 2009 hatte es für Wulff zu wenige Listungen gegeben, so dass das Unternehmen nicht in der Auswertung berücksichtigt werden konnte. Trotzdem sollen an dieser Stelle die guten Noten für die Zukunftsperspektiven Erwähnung finden, denn in Lotte hat es inzwischen einen Führungs- und Generationswechsel gegeben. Es sieht so aus, als habe der Markt den nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch Vertrauen zu Alexander Israel, der den traditionsreichen Hersteller jetzt führt.

2010 hat Botament mit Botafloor eine neue Marke für Verlegewerkstoffe am Markt eingeführt. Mit der Verpflichtung von Norbert Blach als Vertriebsleiter hat man einen anerkannten Branchenkenner gewinnen können. Noch befinden sich er und seine Mannschaft in der Aufbauphase. Die Verbreitung im Großhandel scheint noch ausbaufähig. Darüber hinaus vertreiben die Bottroper aus dem Firmenverbund der MC Bauchemie Müller ihre Produkte auch direkt an Objekteure.

Sehr ruhig geworden ist es um Kerakoll. 2006 war Hans-Dieter Albreit als Geschäftsführer in Großostheim angetreten und hatte für den italienischen Verlegewerkstoffhersteller auf dem deutschen Markt innerhalb von fünf Jahren einen Umsatz von 30 Mio. EUR pro anno angepeilt. 2009 trennten sich die Wege. Albreits Nachfolger ist Anselmo Marchi, der einen neuen Schwerpunkt sowohl auf die Schulung der Kunden als auch eine höhere Beratungsqualität legen wollte.


BTH Heimtex Großhandels-Umfrage Verlegewerkstoffe


Die Exklusiv-Umfrage von BTH Heimtex zur Qualität der Anbieter von Verlegewerkstoffen auf dem deutschen Markt wurde Ende September 2011 schriftlich durchgeführt. Die Großhändler bewerteten ihre Lieferanten mit Schulnoten zwischen 1 (= sehr gut) und 5 (= mangelhaft). Für jeden Hersteller wurden 18 Kriterien abgefragt, darunter objektiv messbare wie Lieferschnelligkeit oder Konditionen genauso wie subjektiv empfundene (Sympathiewert, Qualität der Mitarbeiter und des Managements oder Zukunftsperspektiven). Anschließend werden sämtliche Noten pro Kriterium zusammengezählt und durch die Anzahl der Nennungen geteilt. Heraus kommen vergleichbare Durchschnittsnoten, die dann die einzelnen Rankings bilden.

aus BTH Heimtex 11/11 (Klebstoffe)