Mattes & Ammann

Hohe Produktqualität für durchgängigen Kundennutzen


Meßstetten-Tieringen - "Die Produktphilosophie des Hauses Mattes & Ammann war stets geprägt vom Qualitätsgedanken; aus heutiger Sicht wird sich das auch in naher Zukunft nicht ändern", erklärt Geschäftsführer Christoph Larsen-Mattes gegenüber der Haustex. In einer Betrachtung zum Thema Qualitätsarbeit seines Unternehmens hebt er hervor, dass es vorrangiges Ziel sei, mittels verlässlicher Güte der erzeugten Produkte bei den Abnehmern zugleich durchgängigen Kundennutzen zu sichern.

Larsen-Mattes: "Für uns hat besonderes Gewicht, die Kette - das ganzheitliche Denken vom Garn über Verarbeitung hin zur Veredlung - als integriertes Konzept zu verstehen, um so am Ende zu einem erstklassigen Produkt zu kommen. Nur wenn die gesamte Erzeugnislinie harmoniert, kann am Ende das besondere Produkt stehen." Der Geschäftsführer beschreibt "Kontinuität und Konsequenz" als tragende Säulen der Produktqualität seines Unternehmens. Die Qualität kontrolliere sich über die Zertifizierungen DIN EN ISO 9001, VDA Band 6/1 und - Prozess orientiert - ISO TS 16949:2002; "die Erzeugnisse als Stück in sich gepaart mit dem Einsatzwillen jedes einzelnen Mitarbeiters in der Firma."

Qualität zu erzeugen sei genauso ein seit Jahren von Mattes & Ammann strikt verfolgtes firmenstrategisches Ziel, das gerade infolge der Belieferung der Automobilindustrie mit Bezugsstoffen massiv vorangetrieben wurde. Das Bestreben nach Null-Fehler-Produktion für den Fahrzeugbereich habe so das Qualitätslevel insgesamt bestimmt. Im Bereich Heimtextilien sei frühzeitig reagiert worden, indem Qualitätsprämien eingeführt wurden; keine Mengenprämien. Waren noch vor rund fünf Jahren 2,52 Fehler per Rolle der Durchschnitt - seinerzeit schon ein Spitzenergebnis in der Branche -, so sei man im dritten Quartal des vergangenen Jahres bei 0,2 Fehler per Rolle angekommen. Das "unglaubliche Ergebnis, das zu dem Zeitpunkt selbst bei Mattes & Ammann noch auf einige Skepsis stieß", in der Bewertung von Geschäftsführer Larsen-Mattes: "Grund zur Freude für alle Beteiligten; weniger Fehler in unserer Ware sind letztlich weniger Kosten bei den Kunden."

Selbst wenn Mattes & Ammann nicht den niedrigsten Grundpreis im Produkt habe, sei man doch "in den seltensten Fällen nach Auswertung (des Faktors Verschnitt beim Kunden) über den Preisen anderer." Der kontinuierliche Verbesserungsprozess beispielsweise des betrieblichen Vorschlagswesens als auch der Prämiensysteme seien wesentliche Baustellen des Gesamtsystems der Null-Fehler-Produktion, "das bei Mattes & Ammann unmissverständlich und konsequent gelebt wird."

Verwiesen wird in dem Zusammenhang auf ganzheitliches Denken in Bezug auf die gesamte Kette der Fertigung der Bezugsstoffe vom Garn über das Stricken hin zur Veredlung und letztlich bis hin zu innovativen Neuentwicklungen, für die das Abstandsgestrick "Aerostar" stehe. Und Beispiel gebend: Am Bemühen um Nachhaltigkeit und Qualität hätten die Spinnerei Lauffenmühle mit der Kreation eines speziellen Spinnverfahrens Anteil und genauso der Kooperationspartner Lindenfarb als Veredler mit seinem größten kontinuierlichen Bleichstraßenbau Europas bzw. der Welt.

Unter Nachhaltigkeit will Geschäftsführer Larsen-Mattes zudem verbucht wissen: "Der Ausbau der Kapazitäten im Heimtextilienbereich um 40 Prozent über das Jahr 2005 hinweg ausschließlich in Deutschland reflektiert nicht nur das Vertrauen unseres Hauses in den Standort, sondern auch der Kundschaft, die mehr Aufträge platzierte als 2004." Nachhaltig denken und handeln - und das auf hohem Niveau deutschen Know-hows mit untergeordnetem Lohnanteil - würden an einer hochintensiven Produktion den Standort Meßstetten-Tieringen als richtig erkennen lassen. Von dort aus erfolge die Belieferung der ausländischen Märkte, vorzugsweise Europa, "dessen Markt einige hundert Millionen Menschen an Bevölkerung aufweist und damit auch ein reiches Verbraucherpotential bietet."
aus Haustex 01/06 (Wirtschaft)