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Artikel-Archiv


Parador GmbH & Co. KG

ParkettMagazin Diskussionsforum "Wege in die Zukunft"

In den Wirtschaftsteilen der Tagespresse wird die derzeitige Marktlage "vorsichtig optimistisch" bis hin zu "desolat" eingeschätzt. ParkettMagazin wollte es genauer wissen: Wie sieht unsere Branche die aktuelle Situation, und was muss geschehen, um mit Zuversicht die Zukunft zu packen? Die weitere Entwicklung der Absatzwege, Erschließung neuer Märkte, Optimierung der Produkte - alles brennende Fragen, die aus der Branche engagiert beantwortet wurden.

ParkettMagazin fragt die Parkett-Industrie

Inlandsabsatz: Auf der Jahreshauptversammlung des VdP wurde von einer beunruhigenden Inlands-Nachfrageschwäche in den ersten 4 Monaten 2004 berichtet. Was unternehmen Sie, um den Inlandsabsatz wieder zu beleben?
Was müsste hierzu nach Ihrer Meinung kurzfristig, mittelfristig und langfristig außerdem geschehen?

Neue Wege: Der Endverbraucher sollte Parkett mit Begriffen wie Wertigkeit und Langlebigkeit verbinden. Müssen neue Wege gegangen werden, um dieses Bewusstsein beim Endverbraucher deutlicher zu entwickeln und nachhaltig zu festigen?

Image: Welches Image hat Parkett beim Endverbraucher? Was erwarten Sie vom Endverbraucher? Und: Was erwartet der Endverbraucher von Ihnen?

Produktentwicklungen: Welche Entwicklungen erwarten Sie beim Parkett mittel- und langfristig?



Volkmar Halbe - Parador

Inlandsabsatz/Neue Wege: Immer wichtiger wird die aufmerksamkeitsstarke Präsenz der Waren dort, wo der Verbraucher sie sucht und erwartet. Heute sind es zum einen qualitativ perfekte und trendige Produkte, zum anderen sind es attraktive Vermarktungskonzepte, die die Kunden zum Kauf verführen. Trotz Billigzeitalter und "geilem Geiz" darf die Preispositionierung nicht zum "Qualitätsmerkmal" werden und zu Lasten der Produktqualität gehen. Die Rücknahme von Qualitätsansprüchen nur um Niedrigpreise zu realisieren, ist mit Blick in die Zukunft nicht nur gefährlich, sondern auf jeden Fall auch Image schädigend. Darüber hinaus muss bei der Betrachtung des Inlandsmarktes erkannt werden, dass dieser in einem immer größer werdenden Europa in einer immer kleiner werdenden Welt, immer stärker von ausländischen Wettbewerbern beliefert wird. Für die inländischen Produzenten ergibt sich somit der Zwang, über die Grenzen des eigenen Landes hinauszuschauen.

Image: Tradition und die Achtung vor dem natürlichen Material verschaffen dem Parkett in den Augen des Verbrauchers ein hohes Ansehen. Langlebigkeit und Wertigkeit sind keine künstlich angehängten Attribute, sie liegen fast schon in der Natur des Produktes. Aktuelle Wohntrends und die Tatsache, dass sich ganz andere Produktwelten im weiten Feld der Werbefotografie derzeit auf hölzernen Böden präsentieren und der schon lang andauernde Fokus auf die Nachfrage nach natürlichen Produkten dokumentieren, dass Holzfußböden im Kreis der Konsumenten kein Imageproblem haben. Wenn wir vom aufgeklärten Verbraucher erwarten, dass er die Qualität der Produkte wertschätzt, müssen wir aufpassen, dass wir dem unüberlegten, aber trendigen Ruf des Kunden nach immer billigeren Produkten widerstehen, um das vorhandene gute Image mit grausamen Qualitäten nicht nachhaltig zu schädigen.

Produktentwicklungen: Die Qualität der Produkte wird sich entlang der technischen Möglichkeiten immer weiter verbessern. Wertigkeit und Langlebigkeit werden damit immer neu definiert. Parador wird in wenigen Monaten im Rahmen einer Hausmesse ein völlig neues Parkettprogramm in den Markt führen. Verständlicherweise wollen wir uns zum derzeitigen Zeitpunkt dazu noch nicht äußern.

aus ParkettMagazin 03/04 (Wirtschaft)