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GD Holz Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.

ParkettMagazin Diskussionsforum "Wege in die Zukunft"

In den Wirtschaftsteilen der Tagespresse wird die derzeitige Marktlage "vorsichtig optimistisch" bis hin zu "desolat" eingeschätzt. ParkettMagazin wollte es genauer wissen: Wie sieht unsere Branche die aktuelle Situation, und was muss geschehen, um mit Zuversicht die Zukunft zu packen? Die weitere Entwicklung der Absatzwege, Erschließung neuer Märkte, Optimierung der Produkte - alles brennende Fragen, die aus der Branche engagiert beantwortet wurden.

ParkettMagazin fragt den Handel

Parkettabsatz: Holzböden/Parkett sind zu einem wichtigen Sortiment im Holzhandel geworden. Neben Laminat mit 12 % hatten Holzböden im ersten Quartal Umsatzzuwächse von 6 %. Was tun Sie, um den Parkettabsatz im Handel weiter zu forcieren?

Erwartungen: Was erwartet der Handel vom Endverbraucher und wie stellt er sich auf die Erwartungen des Endverbrauchers ein? Wie werden sich die Angebotsformen für Parkett im Handel entwickeln?


Hugo Habisreutinger - Habisreutinger Holzzentrum und GD Holz


Parkettabsatz: Der Fußboden ist in den vergangenen Jahren nicht nur eine wichtiger Umsatzträger geworden, er hat auch für jährliche Wachstumsraten gesorgt, die Einbußen in anderen Sortimentsbereichen zumindest teilweise kompensieren konnten. Wir setzen daher alles daran, dass diese Wachstumsstory erhalten bleibt - dafür haben wir als Holzfachhandel eine ganze Palette von Möglichkeiten. Dabei sind Präsentation und Sortimentsvielfalt genauso wichtig wie motivierte Mitarbeiter und der enge Dialog mit der Industrie. Als Holzfachhandel brauchen wir regelmäßig neue und innovative Produkte von der Industrie, denn diese Innovationen sind das Sahnehäubchen auf unserem Sortiment - der Preiswettbewerb spielt sich darunter ab.

Als Vorsitzender des GD Holz habe ich unseren Arbeitskreis Fußboden gegründet, den Herr Brandt, Braunschweig, hervorragend leitet. Dieser Arbeitskreis hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie der Holzfachhandel die Vermarktung von Fußböden ausbauen kann. Es wird immer wieder darum gehen, die Kompetenz des Fachhandels mit der Innovationskraft der Industrie zu bündeln, das richtige Produktplacement zu wählen und einen umfassenden Service - dann werden wir weiter erfolgreich sein.

Erwartungen: Wir stellen uns zunächst mal die Frage, was erwartet der Kunde von uns und mit welcher Erwartungshaltung kommt er in unser Geschäft. Sind wir zu 100 % in der Lage, diese Erwartung zu erfüllen und vielleicht sogar darüber hinaus? Erst dann erreichen wir den Kaufabschluss und eine hohe Kundenzufriedenheit. Die Erwartungshaltung des Kunden beim Betreten eines ausstellungsorientierten Holzfachhandels ist relativ hoch, und dieser müssen wir in vollem Umfang gerecht werden. Das ist der Standard, und die Mühen der Ebene sind eine jederzeit freundliche und kompetente Beratung und ein toller Service. Während der Jahreshauptversammlung des GD Holz in Würzburg hat die Referentin des Fachbereiches Holzeinzelhandel empfohlen, dem Kunden eine Geschichte zum Produkt zu erzählen - erst diese macht das Produkt unverwechselbar. Der Mythos Holz muss versinnbildlicht werden. Erzählen Sie zum Beispiel zum Ahornparkett, dass schon Stradivari seine Geigenböden aus Ahornholz hergestellt hat - und schon fängt der neue Fußboden an zu klingen - das ist es, was wir unseren Kunden bieten müssen, den Mehrwert und einen kleinen Überraschungseffekt.

Es geht aus der Sicht des Kunden also nicht in erster Linie darum, Holz zu kaufen, sondern Kundenzufriedenheit zu erreichen, und wenn wir das schaffen, können wir viel Holz verkaufen.

aus ParkettMagazin 03/04 (Wirtschaft)