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ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie

Schweizer Parkettbranche hat sich 2003 leicht erholt


Die Interessengemeinschaft der Schweizer Parkettindustrie (ISP) mit insgesamt 137 Mitgliedern zog auf ihrer 35. Generalversammlung in Bern die Bilanz des Vorjahres. Diese weist bei einer um 4% geminderten Inlandsproduktion und einem Importzuwachs um 7,2% einen Mehrverbrauch von 4% aus.

Seit neun Jahren pendelt der Verbrauch in der Schweiz um die 4 Mio. qm-Marke. Schwankungen bewegen sich innerhalb einer Größenordnung von 100.000 bis 300.000 qm. Der 4%-Zuwachs in 2003 war die erste nennenswerte Steigerung seit drei Jahren. Mehrschichtparkett beansprucht mit über 70% den Löwenanteil, gefolgt von Klebe- bzw. Lamparkett mit 25,7% und Massivparkett mit 2,5%.

Der Anteil der heimischen Produktion am Gesamtverbrauch sank um 7,2% - exakt die Menge, um die Importe zulegten. Wertmäßig steigerten sich Parkettimporte in die Schweiz sogar um 19%. Die beiden wichtigsten Lieferländer sind Deutschland mit 40% Anteil und Österreich mit deutlichem Zugewinn im vergangenen Jahr.

Die heimische Parkettproduktion setzt sich zur Zeit aus 1,5 Mio. qm Mehrschichtparkett, insbesondere Zweischicht-Parkett, nur noch 120.000 qm Mosaik- bzw. Lamparkett und 31.800 qm Massivparkett zusammen. Dabei fiel Mehrschichtparkett im letzten Jahr um 4,2% zurück, während Massivparkett um 4,5% zulegte. Bei Mosaik- bzw. Lamparkett zeigten sich gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen. Der Export von Schweizer Parkett konnte 2003 um 2% gesteigert werden.

ISP-Präsident Bruno Durrer und der Obmann der Gruppe Produktion und Handel, Dieter Betz, kennzeichneten die Situation auf dem Schweizer Parkettmarkt mit "Angebotsüberhang sowie Erosion der Verkaufspreise und Margen". Sorgen bereitet auch der damit einhergehende Qualitätsverfall, der 2003 zu weiterhin "vermehrter Inanspruchnahme von Sachverständigen" geführt habe.

ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie
Bruno Durrer, Präsident der ISP

Die Arbeit der ISP wird im kommenden Jahr darauf gerichtet sein, die langfristige Finanzierung des Berufsbildungsfonds der Bodenbelagsbranche BBF sicherzustellen und eine neue Werbekampagne zu starten. Dieter Betz: "Wir werden nicht jeden Laminatboden Suchenden zu einem Parkettkäufer machen können. Wir müssen uns konzentrieren auf diejenigen, die an echten Werten interessiert sind."

Guido Vogt, Obmann der Gruppe Verlegung, berichtete von verstärkter Verbrauchernachfrage und guter Auftragslage in 2003. Gute Werbedienste habe die Flotte der Parkett-Mobile geleistet. Von den originell beschrifteten Smarts seien auch nach Ende der eigentlichen Kampagne noch fast alle Fahrzeuge im Einsatz. Gut in Anspruch genommen werde auch die Internet-Seite der ISP.

Vogt verwies aber auch auf harten Preiskampf, den Trend zu knappen Fristsetzungen und einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern. Der Lehrlingsstand an der Berufsschule Wetzikon wurde für das Schuljahr 2003/2004 mit 55 Lehrlingen angegeben - 22 im 1. Lehrjahr, 15 im 2.Lehrjahr und 18 im 3. Lehrjahr.

aus ParkettMagazin 03/04 (Wirtschaft)