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FEP Föderation der Europäischen Parkett-Industrie

Kommentar von Inge Hagemann


Nicht allein die Wirtschaft manövriert in rauer See. Auch Verbandsarbeit hat es schwer, den Kurs zu finden. Die FEP macht da keine Ausnahme. Dass die FEP mit Präsident Dieter Betz und dem gesamten Vorstand sowie Generalsekretär Filip de Jaeger in Brüssel unter den gegebenen Umständen gute Arbeit leistet, ist unbestritten. Die Generalversammlung bot einen Überblick über die Tätigkeitsfelder und deren Arbeitsergebnisse, von der Jahresstatistik 2002 über die im zweiten Jahr laufende PR-Kampagne bis zur europäischen Normung. Dahingestellt sei dagegen, ob die Inhalte des Europäischen Parkettkongresses - in diesem Jahr wie auch schon zuvor - die anspruchsvolle Bezeichnung Kongress noch rechtfertigen. Insgesamt waren die in vier Vorträgen angebotenen Themen nicht uninteressant, aber doch zu marginal, um der Parkettindustrie dabei zu helfen, effektiver und erfolgreicher "Tritt zu fassen". Ob ein Vortrag auf die Teilnehmer anregend gewirkt hat, ist bei FEP-Veranstaltungen kaum zu beurteilen. Es kommt selten zu spontanen Reaktionen, Bewertungen fallen meist sehr verhalten aus, Diskussionen kommen schwer in Gang und klingen schnell aus. Das hat eine einfache Ursache: Die Mitglieder der FEP sind zugleich Wettbewerber, "und in offenem Kreis exponiert sich deshalb niemand gerne", wie ein Teilnehmer bekannte. Die Zeit des heftigen Für und Wider, als "die neue FEP" den ehrgeizigen Aufbruch zu neuen Aufgaben und neuen Ufern (Stichwort: Lobbyarbeit) unternahm, ist passé. Inzwischen gibt es Stimmen, die die künftige Bedeutung der FEP wieder stärker in ihrer gemeinschaftbildenden und kontaktpflegenden Funktion sehen - wie gehabt, wie in jahrelanger Praxis bewährt, wie im Hinblick auf die äußerst prekäre West-Ost-Problematik zu hoffen.


aus ParkettMagazin 04/03 (Wirtschaft)