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Tarkett Holding GmbH

Tarkett gründet Joint Venture und plant Rückzug von der Börse


Tarkett wird auf dem amerikanischen Markt in Zukunft mit dem chilenischen Laminathersteller Aconcagua Timber zusammenarbeiten. Zur Produktion von Holzwerkstoffplatten und Laminatböden haben Tarkett und Aconcagua ein gemeinsames Joint Venture gegründet, an dem beide Unternehmen zu 50 % beteiligt sind. In einem ersten Schritt wurde eine existierende MDF-Produktion von Aconcagua in Clarion im US-Bundesstaat Pennsylvania in das JV einbezogen. Später sollen Produktionen für Laminatböden und MDF-Leisten folgen. Auf diesem Wege wollen die beiden Konzerne gemeinsam den schnell wachsenden Laminatmarkt in Nord- und Südamerika bedienen, erklärten die Europäer.

Außerdem plant Tarkett vom Kurszettel zu verschwinden. Der französische Hauptaktionär Tarkett S.A., hinter dem die Familie Deconinck und zwei Banken stehen, strebt ein sogenanntes Squeeze-Out nach der Hauptversammlung am 20. Juni an. Das bedeutet, dass die übrigen Anteilseigner, die zusammen weniger als 5 % am Unternehmen halten, zwangsweise abgefunden werden dürfen.


Tarkett S.A. kontrolliert 97,15 % der Tarkett AG. Die Franzosen wollen eine Barabfindung je Aktie anbieten, die sich am durchschnittlichen Kurs der vergangenen drei Monate orientiert, der bei 16,17 EUR liegt. Zur endgültigen Festlegung der angemessenen Barabfindung soll eine Unternehmensbewertung durch einen sachverständigen Wirtschaftsprüfer stattfinden, deren Ergebnis durch einen gerichtlich zu bestellenden, unabhängigen Sachverständigen geprüft werden wird.

aus ParkettMagazin 02/05 (Wirtschaft)