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ZOW 2005 in Bad Salzuflen

"Rohstoff" für den Laminatfußboden

Die ZOW Zuliefermesse Ost-Westfalen konnte sich auch im elften Jahr ihres Bestehens reger Beteiligung erfreuen. 566 Aussteller, volle Parkplätze und gutes Besucheraufkommen im Messezentrum Bad Salzuflen bewiesen den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung für die Branche.

Der Fußboden spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Da aber die Dekordrucker sowohl die Möbel- als auch die Laminatbodenindustrie bedienen, ist die ZOW beliebter Anlaufpunkt für die Projektmanager großer Fußbodenhersteller. Extra für diese Interessenten ziehen die Dekorentwickler neue Entwürfe aus der Schublade. Sie tun das gerne, denn im Vergleich zur Möbelbranche ist der Laminatfußbodensektor ein Wachstumsmarkt.

Der intime Charakter der ZOW fördert die Kommunikation. Eine entspannte Atmosphäre belebt das Geschäftsklima. Kein Aussteller muss hier für Getränke und Häppchen sorgen. Das Catering übernimmt die Messegesellschaft an zentralen Anlaufpunkten. Auch das hilft, sich am Stand auf Fachliches zu konzentrieren.

ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
566 Aussteller und dennoch eine überschaubare Messe
ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Die ZOW 2005 bekam gute Noten - auch von HDM-Geschäftsführer Dammers (l.).
ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Kreative Impulse will die ZOW geben - wie hier am Stand von Glunz.

Manche Unternehmen hätten nach eigener Aussage den Messeauftritt nicht nötig. Der MDF-Hersteller Varioboard aus Magdeburg beispielsweise spricht von vollen Auftragsbüchern und bis zu zehn Wochen Lieferzeit. Statt neue Kunden zu akquirieren, setzte das Unternehmen auf die Pflege der bestehenden Partner. Auch Egger Deutschland ist auf Wachstumskurs. Alle 14 Egger-Werke in Europa liefen im vergangenen Jahr "auf vollen Touren", sagte Ulrich Bühler, Geschäftsführer der Bereiche Marketing und Vertrieb.

In der Weiterentwicklung von Laminatfußböden gibt es derzeit keine "Quantensprünge", so formulierte es Dr. Tomas Sterkenburgh vom Saueressig Design-Studio. Fantasie-Dekore können sich am deutschen Bodenmarkt nicht durchsetzen. Geld verdient wird in der Masse mit der guten alten Schiffsbodenoptik in Eiche, Buche und Ahorn. Die vielen exotischen Holznachahmungen bleiben Aushängeschilder oder dem höherwertigen Bereich vorbehalten.

aus ParkettMagazin 02/05 (Wirtschaft)