Werkhaus
www.decostayle.com


Kronotex Branchen-Planer

Artikel-Archiv


BHB Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.

DIY: Auswege aus der Krise


Die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung durch steigende Energiekosten, Altersabsicherung sowie anstehende zusätzliche steuerliche Belastungen wirkt sich nach Informationen des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte, auch auf die deutsche DIY-Branche aus. So erreichte der Gesamtumsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in den ersten neun Monaten 2001 rund 12,8 Mrd. EUR und lag damit um 1,2 % unter dem Vorjahresniveau. Auf bereinigter Fläche blieb der Umsatz gar um 4,4 % hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die prognostizierte Umsatzentwicklung für das Jahr 2001 beläuft sich somit auf ein Plus von 0,3 % und lässt einen Gesamtumsatz von 17 Mrd. EUR erwarten.

Im Vergleich zu den Vorjahreswerten verzeichneten insbesondere die klassischen DIY-Sortimente rückläufige Zahlen. Betroffen war hier vor allem der Bereich Fliesen mit einem Umsatzminus von 8 %. Die Bereiche Baustoffe/ Bauchemie, Werkzeuge/ Maschinen pendelten sich bei -4 % ein. Leichte Umsatzzuwächse erwirtschafteten hingegen Hölzer und Kunststoffe, die um 1 % zulegten.

Dieser Umsatzrückgang kann nur durch eine verstärkte Konzentration auf das interne Wachstum aufgefangen werden, ist der BHB überzeugt. "Dazu gehören die Steigerung der Mitarbeiterproduktivität sowie die Einführung von elektronisch gestützten Warenwirtschafts- und Logistiksystemen."


Weiterhin werde die Bedeutung der internationalen Märkte für die deutschen Baumarktunternehmen zunehmen. Entscheidend ist dabei die Konzentration auf Märkte mit Wachstumspotenzial wie Osteuropa, China, Taiwan oder Russland. "Bei der erfolgreichen Organisation eines Marktauftritts sind Handel und Industrie gleichermaßen gefragt. Denn eine starke Handelsmarke gewinnt mit dem Angebot etablierter Industriemarken, umgekehrt profitieren die Hersteller vom verstärkten Auslandsengagement der Händler."

Basis einer gemeinsamen Branchenkommunikation kann die Bedeutungsaufwertung von Wohnen sein. " Ziel ist die externe Kommunikation und der Verkauf von Werten, nicht des rein sachlichen Produkts." Gerade im dekorativen Bereich habe sich eine emotionale Kundenansprache als äußerst erfolgreich erwiesen. "Viele Märkte setzen diesen Ansatz bereits mit animativen Warenpräsentationen sowie ergänzenden Dienstleistungen."

aus ParkettMagazin 01/02 (Wirtschaft)