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Kapazitätsgrenzen sind erreicht

ZOW-Messe sprengt den eigenen Rahmen

Aussteller und Besucher bestätigen der Möbelzuliefermesse ZOW in Bad Salzuflen Qualität und Quantität. 560 Stände und volle Gänge in den Hallen sprechen für sich. Aber die Infrastruktur des Kurortes ist einer Ausweitung der ZOW nicht gewachsen. Staus in der Anfahrt, Warten vor dem Einlass und zunehmende Unüberschaubarkeit einer ursprünglich familiären Veranstaltung lassen Kritik laut werden.

Die ZOW hat die Grenze ihres Wachstums erreicht. "Das Gesprächsklima war vorher besser", findet Gerhard Heckmann von WKP. "Es besteht die Gefahr, dass die Messe durch Ausweitung ihren intimen Charakter verliert." Und Wilhelm Taubert von Varioboard registrierte am Stand ungehaltene Kunden, die ihrem Ärger über morgendlichen Frust im Autostau und bei der Parkplatzsuche Luft machten.

Pech für den Messeveranstalter Survey, dass gleich am ersten Tag auch noch die Elektronik ausfiel und sich lange Warteschlangen an den Registrierungsschaltern der Halle 19 bildeten. Mit der Veränderung vom sternförmig angelegten Marktplatz hin zu einem kubistischen Messeaufbau hat die Transparenz gelitten. Einige der Aussteller beklagten den Verlust ihres ehemals zentralen Standortes. Zudem würden, so hieß es, Besucher aus Übersee den regionalen Charakter sprengen. Allein die Zahl ausländischer Aussteller war von 209 auf 278 gestiegen. Diese Kritik allerdings wurde keineswegs von allen geteilt. Besonders Dekordrucker und Oberflächenspezialisten freuten sich in Halle 19 über international regen Zulauf.

ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Mit 560 Ausstellern auf 28.000 qm und über 10.000 Besuchern sprengt die ZOW ihren Rahmen
am Standort Bad Salzuflen.
ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Die ZOW ist ein Trendbarometer für Oberflächen, Dekore und Holzwerkstoffe
und in ihrer Intimität ein idealer Marktplatz für den Austausch der beteiligten Branchen.
ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Auf Werbetour in Sachen Lack.
ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Was man aus Holz machen kann.

Bei einer Erweiterung von 20.000 qm (2001) auf 28.000 qm (2002) und einem Besucherzuwachs von 9.560 auf über 10.000 weiß Messeveranstalter Peter H. Meyer, dass "wir am Standort Bad Salzuflen unsere Kapazitätsgrenzen erreicht haben". Deshalb will man mit dem bewährten ZOW-Konzept auswandern. Nach Italien ist das bereits geschehen und auch in Spanien soll im kommenden Juni eine Schwesterveranstaltung steigen. Schon vorher findet vom 7. bis 10. Mai im polnischen Komorkini/Poznan unter dem Namen "Fokus Akzesoria Meblarski" eine eigene Zulieferermesse statt. In Bad Salzuflen wiederum wird es vom 24. bis 26.Oktober die "ZOOM" geben, eine Messe, auf der sich Holzhandel und Holzhandwerk ein Stelldichein geben sollen.

Keine reine Ordermesse, sondern ein Kommunikationszentrum - das war nach übereinstimmender Aussage von Dr. Mathias Rump (Technocell) und Gerhard Heckmann (WKP) bisher die Funktion der ZOW. Und diesen Nimbus sollte sie nach dem Wunsch der meisten Aussteller nicht verlieren. Dazu aufgerufen ist nicht zuletzt der neue Messe-Beirat. Ihm gehören Dr. Helmut Kern (Glunz), Bernd Riechers (Hettich-Holding), Ulrich Bühler (Egger) und Edmund Volmer (Westag & Getalit) an. Einen Vertreter der Branche Oberflächen/Druck in dieses Gremium zu holen, war nach Auskunft von Peter H. Meyer im Umfeld des Messeablaufes nicht erfolgreich. "Doch ich bemühe mich weiter."

aus ParkettMagazin 02/02 (Wirtschaft)