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Studie "Schlafraummöbel in Deutschland"

Interessantes Marktfeld mit großem Potenzial


Das Thema Schlafen entwickelt sich in Deutschland zu einem besonders interessanten Absatzgebiet. Dazu tragen aktuell verschiedene Gesellschaftsentwicklungen entscheidend bei: Der demografische Faktor; Rückenbeschwerden als Volkskrankheit sowie veränderte Wohnwünsche im Alter. Die Imm Cologne 2012 hat diese Entwicklung bestärkt. Schlafraumprodukte wie Boxspringbetten schaffen es, in den Focus der Endverbraucher zu gelangen und das Thema Schlafen emotional aufzuwerten. In den letzten zwei Jahren geht es daher zunehmend um Funktionalität und Materialien. Innovationen sind auf dem Vormarsch und wecken das Interesse des Endverbrauchers. Gutes Schlafen wird wieder wichtiger, die Kunden sensibler und ausgabefreudiger. Optimale Lösungen für dieses emotionale Tätigkeitsfeld zu finden, das wird nun zur Hauptaufgabe der Einrichtungsbranche. Dabei konkurriert der Fachhandel zunehmend mit der neuen Handelswelt, die dem Endverbraucher ganz neue Einkaufswelten ermöglicht.

Aufgrund des gestiegenen Interesses an diesem Thema hat die Unternehmensberatung Titze GmbH nun die 1. Auflage der Studie "Der Markt für Schlafraummöbel in Deutschland" veröffentlicht. Die Marktstudie analysiert im Detail die Marktsituation sowie alle relevanten Trends zum Thema Schlafen und prognostiziert deren Entwicklung bis 2020.

Rahmendaten

In Deutschland gibt es derzeit mehr als 40 Mill. Wohnungen, die alle über Schlafmöglichkeiten verfügen. Mit 52 Prozent besitzen mehr als die Hälfte aller Bundesbürger in Deutschland Wohneigentum. Der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser an allen Fertigstellungen im Wohnbau steigt in den letzten zwei Jahren kontinuierlich und deutlich auf mehr als 41 Prozent an. Die Bevölkerungsanzahl wird in Deutschland in den nächsten Jahren, wie auch in vielen europäischen 4 Ländern, deutlich abnehmen. Parallel zum Bevölkerungsrückgang gibt es eine gravierende Verschiebung in der Altersstruktur. Diese signifikanten Entwicklungen innerhalb der Bevölkerung gehen einher mit deutlich veränderten Lebensformen. Von den Menschen in Deutschland, die aktuell das 60. Lebensjahr vollendet haben, wollen nur noch etwa 6 Prozent in ein Altenheim ziehen. Der Rest möchte selbständig möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Dadurch ergibt sich ein zusätzlicher Absatzmarkt, der bisher völlig unzureichend bedient wird.

Das Thema Schlafen gewinnt für immer mehr Bundesbürger an Bedeutung. Bei den in diesem Kapitel angesprochenen Wohnwünschen geht es zunächst um die angestrebte zukünftige Lebenssituation. Bereits in 15 Jahren wird ein Viertel der Privathaushaushalte in Deutschland Bewohner haben, die 70 Jahre und älter sind. Dies sind rund zehn Millionen Haushalte 70 plus. Immerhin ein Drittel der Befragten wünscht die Generationen übergreifende Hausgemeinschaft und fast 30 Prozent eine Hausgemeinschaft mit Freunden. Die Folge aber sind in diesen Wohnformen veränderte Anforderungen auch an das Schlafzimmer, vor allem was die Größe und die Ausstattung angeht.

Konsumentenverhalten

Die Zielgruppen werden immer differenzierter. In der Konsequenz müssen eigene, händlerspezifische Zielgruppen definiert werden. Der Facheinzelhandel agiert in der Regel lokal. Insofern muss er einfach wissen, wie speziell sich seine Kunden auf seinem lokalen Markt bewegen, welche Wünsche und welche Sorgen sie haben. Der Kunde muss zum Dialog aufgefordert werden, er muss befragt und klassifiziert werden, damit das Sortiment der Erwartungshaltung der potenziellen Käufer angepasst werden kann. Hinsichtlich der Marktbedeutung als kaufender oder potenzieller Kunde sind Frauen beim Thema Schlafen wichtiger als Männer, Ältere sind wichtiger als Jüngere und ausländische Mitbürger gelten als nur weniger interessant, da sie häufig weniger Geld für ihre Einrichtung ausgeben.

Schlafen heute

Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leiden unter chronischen Rückenschmerzen. Rückenschmerzen sind bei Frauen und Männern aller Altersgruppen die häufigste Schmerzart und rangieren noch vor Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen. Hier ist ein riesiges und ständig nachwachsendes Betätigungsfeld für den Einrichtungshandel auszumachen und das Thema Gesundes Schlafen nimmt dabei die Schlüsselposition ein. Mit dem Alter ändern sich auch die Lebensgewohnheiten der Menschen. Die Kunden jenseits der 60 bleiben, solange sie nicht auf Reisen sind, gerne und viel zuhause. Gleichzeitig steigt der Anspruch an Komfort und Qualität speziell für Betten und Matratzen an, so dass diese Kunden auch jenseits der 60 noch einmal in eine neue Schlaflösung investieren möchten.

Marktvolumen

Die Produktion des Gesamtmarktes Schlafraummöbel beträgt in 2011 rund 2.167 Mio. Euro. Der Im- und Export nähert sich seit 2008 deutlich an. Den größten Marktanteil an der Inlandsmarktversorgung 2011 nach Mill. Euro nehmen die Stauraummöbel mit 47 Prozent ein. Dann folgen schon die Matratzen mit 31 Prozent. Betten haben einen Marktanteil von 13 Prozent und Lattenroste einen Anteil von 9 Prozent. Von 262 Bettenanbietern kommen 133 und damit 50,8 Prozent aus dem Ausland. 86 Prozent der Anbieter vertreiben Rahmenbetten, die meisten davon als reine Bettgestelle ohne Lattenrost und Matratze. Immerhin fast 33 Prozent der Anbieter verkaufen Boxspringbetten. Polsterbetten bieten knapp 31 Prozent der Anbieter an, Wasserbetten 11 Prozent. Futonbetten fristen ein Nischendasein bei weniger als 5 Prozent. Marktführer sind Tempur und Ruf. Von 136 Anbietern für Matratzen und Lattenroste kommen 66 und damit 48,5 Prozent aus dem Ausland. Mehr als 72 Prozent der Anbieter vertreiben Matratzen aus Schaum- oder Kaltschaum. Mit deutlichem Abstand folgen Taschenfederkernmatratzen (50 Prozent) und Latexmatratzen (40 Prozent). Federkernmatratzen werden von 29 Prozent der Anbieter und visco-elastische Matratzen von 24 Prozent der Anbieter offeriert. Marktführer sind Schlaraffia und Frankenstolz. Von 207 Anbietern für Stauraummöbel kommen 100 Anbieter und damit 48,3 Prozent aus dem Ausland. Die wichtigsten Lieferländer sind die Schweiz und Italien. Viele Anbieter von Stauraummöbeln bieten auch komplette Schlafzimmer an. Marktführer sind Rauch, Wiemann und Nolte.

Der Bettenhandel erreicht gut 30 Prozent Marktanteil, wobei der Discount den Fachhandel fast erreicht hat. Den Markt dominieren die vier Vertriebswege des Möbelhandels, die auf insgesamt 56 Prozent Marktanteil kommen. Völlig unstrittig ist die positive Entwicklung des Distanzhandels mit 8,5 Prozent und der Sonstigen Vertriebswege. Ganz speziell geht die Studie auf die Absatzerfolge der neuen Handelswelt ein. Besonders die Vertriebswege E-Commerce, Ebay und aus aktuellem Anlass auch die erstaunlichen Absatzerfolge im TV-Shopping werden beleuchtet

Sortiment

Marktanteile Schlafraummöbel
nach Vertriebswegen in Prozent

Rahmenbetten bleiben mit fast 70 Prozent die wichtigste Produktgruppe. Boxspringbetten nehmen derzeit eine dynamische Entwicklung. Auf Basis der Handelsbefragung liegen sie bei mehr als 14 Prozent Marktanteil. Polsterbetten kommen danach auf 12 Prozent. Futonbetten und Wasserbetten fristen ein Nischendasein. Matratzen sind ein hoch interessantes Marktfeld mit einem großen Marktpotenzial. Viele Matratzen sind älter als zehn Jahre. Matratzen aus Schaum- und Kaltschaum erreichen 64 Prozent Marktanteil. Im Aufwind sind Matratzen mit Taschenfederkern mit 18 Prozent und visco-elastische Matratzen mit knapp 10 Prozent Marktanteil. 86 Prozent der Käufer von Lattenrosten entscheiden sich immer noch für einen Holzlattenrost. Dabei haben die Kunden heute zusätzlich die Wahl zwischen weiteren Unterfederungen. Diese beginnen sich im Handel aber erst langsam durchzusetzen. Kleiderschränke sind mit 72 Prozent ganz klar das wichtigste Produkt bei den Stauraummöbeln für das Schlafzimmer. Kommoden und Nachttische spielen naturgemäß eine eher kleinere Rolle. Drehtüren sind mit 61 Prozent die wichtigste Türart bei den Stauraummöbeln für das Schlafzimmer.

Die Studie "Der Markt für Schlafraummöbel in Deutschland" ist zum Preis von 2.000 Euro zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zu beziehen über: Unternehmensberatung Titze GmbH, Auf den Stöcken 16, 41472 Neuss. Tel. +49 (0)2182 871200, Fax +49 (0)2182 8712022; E-Mail: info@titze-online.de;
www.titze-online.de


Der Inhalt der Studie im Einzelnen


Rahmendaten u.a. zum Baubestand und zum Neubauvolumen;

Schlafen heute u.a. zum Thema Rückenleiden als Volkskrankheit;

Konsumentenverhalten zum Thema Schlafen;

Marktvolumen Betten, Matratzen, Lattenroste, Stauraummöbel und Gesamtmarkt Schlafraummöbel;

Lieferantenstruktur und TOP-Lieferanten Betten, Matratzen, Lattenroste und Stauraummöbel;

Sortimente Betten, Matratzen, Lattenroste und Stauraummöbel mit Marktanteilen, TOP-Lieferanten, Materialien und Größen;

Handelsstruktur mit Marktanteilen und den genauen Betrachtung aller Vertriebswege;

Erfolge der neuen Handelswelt mit E-Commerce, Distanzhandel und TV-Shopping beim Thema Schlafen;

Objektgeschäft mit Schlafraummöbeln und wichtige Marktteilnehmer;

Trendentwicklungen beim Schlafen bis 2020

aus Haustex 04/12 (Möbel)