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Domotex

Business Training auf der Domotex 2006


Das Business Training auf der Domotex 2006 richtete sich an den Verkauf im Teppichhandel. Mit einer Themenauswahl, die streng auf dieser Zielgruppe ausgerichtet und damit auf die Praxis im Teppichverkauf war. Zusammengestellt wurden das Programm von Uwe Manzke, Geschäftsführer der Mantex Marketing, Hamburg. Die Referenten waren der Teppichverkaufsexperte Thomas Frick, die Textildesignerin Andrea El Shami und der Trendforscher Axel Venn.

Vor allem die Schwerpunktthemen stießen auf eine lebhafte Resonanz, zumal am Messesonntag auch zahlreiche Mitglieder des FDTB und etliche Teppichabteilungsleiter der Hammer-Märkte die Teilnahme am Business Training teilnahmen.

Zwar waren klare Themen für die Referenten vorgegeben, doch zeigte sich, dass die die Argumentationen aus den verschiedenen Bereichen bald fließend ineinander übergingen, weil das Grundthema des Business Training, die Verkaufsförderung ein sehr komplexes, ineinandergreifendes Thema ist. Alle Aspekte müssen eng miteinander verzahnt sein, vom Produkt selbst, über die Gestaltung und Dekoration des Verkaufsraumes sowie natürlich das Auftreten und die Kundenansprache des Verkaufspersonals. Anders ist es schwer, dass sich der gewünschte Verkaufserfolg einstellt.

So stellte Thomas Frick klar fest, dass sich die Strukturen im Einzelhandel stark verändert haben. Die Mitarbeiter müssten wieder verstärkt in den Mittelpunkt gestellt werden. Dramaturgie und Regie seien angesagt. Es müssten positive Signale gesetzt und die Kunden gesteuert werden. Bei den Verbrauchern sollten Begehrlichkeiten über Farbe und Design geweckt werden. Für das Thema Farbe und Design fühlte sich naturgemäß Andrea EI Shami zuständig. Sie hatte sieben modisch und stylistisch differenzierte Teppichwelten für eine punktgenaue Zielgruppenansprache entwickelt. Ihr Ansatz ist, über diese Modethemen zu verkaufen, die sich auch auf kleinstem Raum präsentieren lassen. Die Verkaufsfläche müsse als Bühne gestaltet werden, um in einer Kombination von Teppichen, Stoffen, Tapeten und Accessoires über optische und haptische Reize Begehrlichkeiten beim Kunden zu wecken.


Auch Axel Venn sprach sich dafür aus, gezielt Wünsche zu generieren. Er betonte, dass der Handel noch zu viele Fehler im ästhetischen Bereich mache. Aber selbst wenn die Bühne stimme, müsse auch der Verkäufer stimmen. Ihm müsse Sicherheit vermittelt werden, die er an seinen Kunden weitergeben könne.

In diesen Tenor stimmte auch Uwe Manzke ein. Er unterstrich, dass der Teppich wieder im Trend der Verbrauchergunst liege und dass der Verkaufsraum als Bühne ein unverzichtbares Element im Absatz sei. Aber die Verkäufer müssten auf dieser Bühne unbedingt als Profiakteure auftreten.

aus BTH Heimtex 02/06 (Wirtschaft)