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Ado Goldkante GmbH & Co. KG

Ado-Ertrag nimmt überproportional zu


Bei Ado weist die Umsatzkurve weiter nach oben: 2001 legte die nicht börsennotierte Aktiengesellschaft um 3,3 % auf 112,5 Mio. EUR zu und festigte damit ihre Position als größter deutscher Gardinenhersteller. Im Ertrag ist das Unternehmen sogar überproportional gewachsen: Den Gewinn vor Steuern bezifferten die beiden Inhaber und Aufsichtsratsmitglieder Andreas und Klaus Wulf auf 5,5 Mio. EUR (+ 5,3 %) - das entspricht einer Umsatzrendite von 4,9 % - und sehen sich damit auch in der europäischen Gardinen- und Deko-branche an der Front.

Auch für das gerade angelaufene Jahr ist man in Aschendorf optimistisch und will den Wachstumskurs weiter fortsetzen; das Budget sieht ein Umsatzplus von 4,5% vor, der Gewinn soll sogar auf 117,6 Mio. EUR (+ 21,5 %) zunehmen.

Erstmals wird der Produktbereich Bettwäsche, seit Januar 2001 im Ado-Portfolio, in den Konzernabschluss einbezogen, wobei die geplanten Anlaufverluste ausgewiesen werden. Schon 2003 soll hier die Gewinnzone erreicht werden. Dann könnte ein weiterer Ausbau des Sortiments in Angriff genommen werden, denn mittelfristig soll Ado nach den Vorstellungen der Brüder Wulf durch den Ausbau des textilen Produktpalette zu einem Homefashion-Konzern für das gesamte textile Wohnen avancieren.

Für 2002 kündigt Ado zunächst 4 Mio. EUR an Investitionen an. Im vergangenen Jahr waren 5,1 Mio. EUR investiert worden, hauptsächlich in die Optimierung der Produktivität. Aufgrund der großen Nachfrage und um Lieferengpässe zu vermeiden, wurden Investitionen teilweise um ein Jahr vorgezogen.

Nicht ohne Stolz wird in diesem Zusammenhang in Aschendorf auf die solide finanzielle Verfassung des Unternehmens hingewiesen. "Die 32 neuen Webmaschinen wurden ohne Bankbeteiligung und damit vollständig aus dem Cashflow finanziert, was bei einer Eigenkapitalquote von rund 74 % (55,2 Mio. Euro) und einem Cashflow von über 8 Mio. EUR. keine größeren Probleme bereitete", heißt es in einer Pressemitteilung.


In die Werke in Polen, USA und Indonesien sind in den letzten Jahren weitere 10 Mio. EUR an Investitionen geflossen, um auch hier höchsten Qualitäts- und Produktionsstandard gewährleisten zu können.

Für das laufende Jahr ist der Ausbau der Produktion in Polen geplant. Das Werk soll um 5.000 Quadratmeter erweitert werden, damit dort dann die hauseigene Bettwäsche produziert werden kann, die derzeit noch über einen polnischen Konfektionär gefertigt wird.

Als weiteres konkretes Vorhaben für 2002 wurde das Forschungsprojekt "Wasserloses Färben" genannt, das in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung läuft. Zudem ist in der Produktion die Umstellung von Blei- auf Stahlband eine entscheidende Neuerung.

aus BTH Heimtex 02/02 (Wirtschaft)