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Schmitz-Werke GmbH & Co. KG

Schmitz-Werke: Kleines Plus bei Dekos und Gardinen, Minus bei Sonnenschutz und Freilufttextilien


Dekostoffe und Sonnenschutz hatten es im Geschäftsjahr 2001 in Deutschland schwer. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der Schmitz-Werke wider, die zwar den Gruppenumsatz um 6 % auf umgerechnet 108,6 Mio. EUR steigern konnten, darin aber die im vergangenen Jahr erworbene Tochter Pippig + Reichel konsolidiert haben. Mit der Integration der Weberei wurde zugleich die Art der Konsolidierung geändert: Alle zum Firmenkreis gehörenden Erlöse sind unter der C.-H. Schmitz-Beteiligungsgesellschaft mbH zusammengefasst, der Komplementärgesellschaft der Schmitz-Werke.

Beim Ergebnis hält sich das Familienunternehmen wie gewohnt bedeckt. Die Investitionen im vergangenen Jahr werden auf gut 6 Mio. EUR beziffert - ohne den Erwerb von Pippig + Reichel, die Exportquote belief sich auf 34 %.

Wie im Vorjahr entfiel war der Sonnenschutz die stärkste der drei Schmitz-Sparten. Markilux ist mit Markisen und Markisentüchern vor allem im Inland einer der bedeutenden Anbietern. "Leider litt das Geschäft unter dem schlechten Frühjahrswetter", bedauert Geschäftsführer Justus Schmitz, "so dass die Minderumsätze in den Sommer- und Herbstmonaten nicht voll kompensiert werden konnten." Einen wichtigen Schritt für das Auslandsgeschäft vollzogen die Westfalen mit der Inbetriebnahme einer neuen Fertigungsstätte für Markisen in Shanghai, die ausschließlich der Versorgung des chinesischen Marktes dient.

Auch der Absatz von Swela-Freilufttextilien wurde von den ungünstigen Wetterverhältnissen beeinträchtigt - nicht nur in Deutschland, sondern auch in den wichtigen Exportländern Niederlande und Italien. Zudem fehlten Impulse aus neuen Kollektionen.


Als "Teilerfolg" angesichts der enttäuschenden Marktentwicklung wertete Schmitz den leichten Umsatzzuwachs von 1,5 % bei Drapilux-Gardinen und -Vorhangstoffen. "Das Jahr 2001 stand im Zeichen großer Musterungs-Anstrengungen, die bereits erste Früchte zeigen".

Bei der neuen Tochter Pippig + Reichel wurden im vergangenen Jahr erhebliche Anstrengungen unternommen, "sich in Organisation und Kollektion neu aufzustellen" - wobei die bewährte Ausrichtung auf Großkunden aus Industrie und Großhandel erhalten bleiben soll. Schmitz freut sich, dass es gelang, in Dr. Thomas Kneitz "einen geeigneten Geschäftsführer zu finden, der Pippig + Reichel in wachsendem Maße prägt".

Ins Jahr 2002 geht man in Emsdetten mit gedämpften Erwartungen. Zwar glaubt die Führungsmannschaft, sich in wichtigen Punkten besser positioniert zu haben, "vom Markt her scheinen aber zunächst keine wesentlichen Impulse zu kommen".

aus BTH Heimtex 02/02 (Wirtschaft)