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GD Holz Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.

Holzfachhandel 2006 mit Umsatzzuwachs gestartet


Der Hauptgeschäftführer des GD Holz, Dr. Rudolf Luers, konnte in seinem Geschäftsbericht Zuwächse und optimistische Prognosen vermelden. Das Jahr 2005 hat über alle Sortimente und über alle Vertriebsformen einen Zuwachs von 1,0% gebracht. Die besten Sortimente waren wiederum Holz im Garten mit einem kräftigen Umsatzanstieg und der Holzfußbodenbereich mit einem guten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus sind auch Plattenwerkstoffe etwas über dem Durchschnitt angestiegen. Insgesamt hat der deutsche Holzfachhandel 2005 einen Gesamtumsatz von ca. 9,5 Mrd. EUR erreicht. In den Unternehmen dieser Branche sind etwa 30.000 Mitarbeiter beschäftigt. Von den etwa 2.200 Holzhandelsbetrieben sind deutlich mehr als 1.000 Unternehmen des Großhandels, des Einzelhandels und des Holzaußenhandels im Gesamtverband Deutscher Holzhandel organisiert.

Das Jahr 2006 ist in den ersten 3 Monaten mit einem Plus von 6,5% gut gestartet. Dieser Zuwachs ist aber zu einem großen Teil auf Basiseffekte zurückzuführen. Daneben sorgten auch Preissteigerungen für einen Umsatzanstieg bei möglicherweise gleichem Mengenabsatz.

Für den Holzfachhandel mit seinen baunahen Sortimenten ist die Entwicklung der Baugenehmigungen und der Wohnungsbaufertigstellungen von Bedeutung. Die Baufertigstellungen haben nach einer andauernden Talfahrt seit 1995 ( 600.000 Meldungen) im vergangenen Jahr mit nur 240.000 Fertigstellungen einen Tiefststand erreicht. Wachstumsimpulse werden vom kommenden Energiepass im Bestandsbau erwartet. Das Gartenholzgeschäft hat wegen des lang anhaltenden Winters spät eingesetzt, läuft aber seit März/April gut.

Für den weiteren Jahresverlauf hofft die Branche auf ein Fortsetzen der verhältnismäßig guten Frühjahrsumsätze. Nach dem leichten Umsatzwachstum 2005 und den verhältnismäßig guten Zahlen im 1. Quartal 2006 hofft die Branche, auch 2006 zumindest ein kleines Umsatzwachstum erzielen zu können.


Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2007 war auch in München Diskussionsthema. Einigkeit bestand darin, dass sich insbesondere der Holzeinzelhandel, aber auch der Holzgroßhandel überlegen müssen, wie die Mehrwertsteuererhöhung an den Verbraucher weitergegeben werden kann. Da die Endverbraucherpreise nicht vorsteuerabzugsfähig sind und Preiserhöhungen deshalb zu einer Kaufzurückhaltung führen könnten, fordert der Holzfachhandel einen Beitrag der Industrie, damit die Preise gegenüber den wichtigsten Kundenzielgruppen des Holzgroß- und Holzeinzelhandels stabil bleiben können und die Mehrwertsteuererhöhung nicht zu Lasten der Marge des Holzgroßhandels geht. Der Fachausschuss Betriebswirtschaft im GD Holz will dazu mit der Industrie entsprechende Gespräche führen.

aus ParkettMagazin 03/06 (Wirtschaft)