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Ado Goldkante GmbH & Co. KG

Ado wächst - mit Hightech und Luxus


Die Ado Gardinenwerke (Aschendorf) ziehen für das Geschäftsjahr 2006 eine positive Bilanz: Erneut konnte der Umsatz gesteigert werden - und zwar um 3,1 % auf 127,8 Mio. EUR (Vorjahr: 124 Mio. EUR). Hohe Zuwächse verzeichneten insbesondere die neuen Produkte im Premiumbereich. Extrembeispiel: die "wertvollste Gardine der Welt" für 55.000 EUR pro laufendem Meter. Gerade mit den sehr hochwertigen Luxus-Kollektionen konnte Ado in Deutschland punkten.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Aschendorfer eine Fortsetzung des positiven Umsatz-Trends. Mit dazu beitragen sollen neue Geschäftsfelder, beispielsweise will das Unternehmen auch in den innenliegenden Sonnenschutz einsteigen.

Neuentwicklungen erfordern Investitionen: 2006 steckte Ado rund 4,6 Mio. EUR in eine hochmoderne Färbe-Anlange sowie eine Hightech-Stickmaschine, die Stoffe in nur einem Arbeitsgang mehrfarbig besticken kann und außerdem schneller und präziser arbeiten soll als herkömmliche Modelle. Im laufenden Jahr wird weiter investiert, dafür hat Ado 5 Mio. EUR eingeplant.

Eine wichtige Veränderung steht 2007 ins Haus: Produktion und Vertrieb sollen strikt getrennt und von zwei selbstständigen Unternehmen durchgeführt werden - das wurde den Mitarbeitern bereits letzten Sommer mitgeteilt. Das internationale Steuerrecht zwinge Ado zu diesem Schritt, so Marketingvorstand Jürgen Litz.


Nach klassischer Konzernstruktur will man Ado Deutschland sowie 16 internationale Vertriebsgesellschaften unter dem Dach einer Holding bündeln. "Dabei fällt kein Arbeitsplatz weg", verspricht Litz. "Die erworbenen Rechte bleiben komplett erhalten."

Rund 60% seines Umsatzes erwirtschaftete das Familienunternehmen 2006 im Ausland: Auf dem hart umkämpften asiatischen Markt verbuchte Ado eine Umsatzsteigerung von 27%. "Eine Schlüsselrolle spielt dabei die zahlungskräftige Oberschicht Chinas, die den feinen Fensterschmuck "made in Germany" den Billig-Erzeugnissen vorzieht", heißt es bei Ado. Noch deutlicher zeigt sich der Erfolg in Russland und den osteuropäischen Staaten: Hier legte man 2006 sogar stolze 35% zu.

Ado-Produkte sind weltweit bei etwa 30.000 Verkaufsstellen erhältlich, allein in Deutschland haben die Aschendorfer ca. 6.000 Handelspartner. Rund 60 von ihnen bieten die Stoffe bereits im exklusiven Shop-in-Shop-System an. Diese Art der Warenpräsentation soll 2007 weiter ausgebaut werden.

aus BTH Heimtex 02/07 (Wirtschaft)