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ZOW: Immer mehr Architekten und Designer

Bei den Dekordruckern fehlten die großen Namen

Die Veranstalter der "13. ZOW - Zuliefermesse Ost-Westfalen 2007" hatten in organisatorischer Hinsicht alles richtig gemacht. Dass eine Reihe Stammaussteller fernblieben, allen voran die großen Dekordrucker, hatte einen anderen Grund: Im Mai wollen sie der "Interzum" zu altem Glanz als internationale Leitmesse der Möbelzulieferer verhelfen.

Durch das Fehlen von Schattdecor, Süddecor, Interprint & Co fehlte also für viele Entscheider der Laminatfußboden-Industrie der Anreiz, die ZOW zu besuchen. Allerdings: Aufgrund vieler neuer Initiativen hätte sich der Weg nach Bad Salzuflen durchaus gelohnt.

Wie Veranstalter Survey Marketing + Consulting mitteilt, konnte mit annähernd 16.000 Fachbesuchern das gute Ergebnis des Vorjahres abermals erreicht werden. "Leichte Rückgänge bei den Besucherzahlen aus Übersee wurden durch erfreuliche Zuwächse bei den deutschen Besuchern - speziell in der Zielgruppe der Architekten und Designer - mehr als ausgeglichen", wird in der Presseerklärung betont. Parallel zur wachsenden Bedeutung der innerdeutschen Besuchergruppe sei folglich ein leichter Rückgang der durchschnittlichen Verweildauer auf der Messe zu verzeichnen gewesen. Die Zahl der Aussteller wird auf 683 beziffert gegenüber 710 vor einem Jahr.

Kontroverse Diskussionen im Vorfeld

Der Zuliefermesse vorangegangen war eine kontroverse Diskussion und das Bestreben einer Reihe von Ausstellern, die ZOW auf einen anderen Rhythmus zu drehen. Survey-Geschäftsführer Peter H. Meyer hatte diese Tendenz folgendermaßen kommentiert: "Manche Anbieter mögen ihre Leitmessen brauchen, andere kämen auch ganz ohne aus. Die ZOW hat einen eigenen Grundansatz: Ihr Charakter ist immer von der Vielzahl der Besucher aus der westfälischen Möbelregion bestimmt worden."

Wie Meyer betonte, sind die so genannten "Schwergewichte" der Zulieferbranche erst in den letzten drei bis vier Jahren zur ZOW gestoßen, und das aus gutem Grund: "Firmen wie Egger haben erkannt, dass nur der frühe Termin der ZOW für die Sortimentsentscheidung der Möbelindustrie funktioniert."

Anreisesituation deutlich entspannt

ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Nah am Markt: Auf der ZOW in Bad Salzuflen steht die Kommunikation im Vordergrund.
ZOW Zulieferermesse Ost-Westfalen
Bürkle und Wemhöner präsentierten auf der ZOW Konzepte, um Laminatböden direkt zu bedrucken.

Organisatorisch und von den Räumlichkeiten her ließ die jüngste ZOW kaum Wünsche offen. Die deutlich verbesserte Anreise- und Registrierungssituation mit dem großzügigen Zentraleingang trug ein Übriges zur positiven Atmosphäre bei. Darüber hinaus hatte der Veranstalter den Hallenrundlauf durch zusätzliche Gänge verbessert. Dank der neuen Verkehrslenkung im Umkreis des Messezentrums konnten bei An- und Abreise Rückstaus weitgehend vermieden werden. Weiterhin sorgten die erweiterten kostenlosen Shuttle-Angebote für einen schnellen und reibungslosen Zubringerdienst. Und nach Ausbau eines zusätzlichen Parkplatzes standen weitere 1.500 Stellplätze in Fußnähe zu den Hallen zur Verfügung.

Und das fiel auf: Architekten, Innenarchitekten und Designer entdecken die Themenvielfalt der ZOW mehr und mehr für sich. Eine direkte Ansprache für diese Zielgruppe boten über den gesamten Messezeitraum hinweg die ZOW-Architektentage. Wie es hieß, nutzten rund 800 Besucher aus diesem Fachbereich die Sonderveranstaltungen. Wegen des großen Besucherzuspruchs soll das Angebot in diesem Segment ausgebaut werden.

Maschinen für Direktdruck vorgestellt

Was die dekorativen Oberflächen von Laminatböden betrifft, starteten die Messeverantwortlichen einen Versuchsballon: Bürkle aus Freudenstadt und Heinrich Wemhöner aus Herford präsentierten Möglichkeiten moderner Direktdrucktechnik.

Für die ZOW sieht Messe-Chef Meyer genügend Zukunftspotenzial: "Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Marktinteressen folgen. Wir bieten der internationalen Zulieferbranche mit der ZOW eine unverwechselbare Spezialveranstaltung genau in der Region, in der auch ihre Kundschaft ansässig ist - getreu dem Marketing-Grundsatz, dass der Verkäufer zum Käufer zu kommen hat, und nicht umgekehrt. Dieses zeitlose Prinzip hat die Veranstaltung so erfolgreich gemacht, und diesem Anspruch wird die ZOW auch in Zukunft gerecht werden."

aus ParkettMagazin 02/07 (Wirtschaft)