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Weinig-Optimiertage in Illertissen

Hochleistungsanlagen für Massivholzböden


"Mehr aus dem Holz herauszuholen, wird für die Kunden zunehmend zur Überlebensfrage". Genau hier lag diesmal der Schwerpunkt der Weinig-Optimiertage, zu denen im laufenden Jahr Vertreter von 53 internationalen Unternehmen ins Dimter-Werk nach Illertissen kamen. Mit einer Komplettlösung zur Herstellung von Fußböden macht Weinig deutlich, wie sich Hochleistung, Energieeffizienz und neue Technologien zu einem produktiven und profitablen Anlagenkonzept verbinden lassen.

Herzstück der Anlage sind zwei OptiCut 450 Quantum II in einer Doppellinie. Diese Säge kappt Bretter mit einer Schnittzeit von nur 85 ms. Schneller geht es derzeit auf dem Markt nicht. "Die Quantum II geht in ihrer Leistung bis an die Grenze des technisch Machbaren", unterstreicht Dimter Geschäftsführer Michael Holtmann. Die Werkstücke werden während der Bearbeitung in der Maschine bis auf 450 m/min beschleunigt. Der leistungsfähige Rechner CombiScan+ C400 stellt sicher, dass die Prozesse bei solcher Geschwindigkeit sauber und präzise ablaufen "Die enormen Rechnerleistungen und eine entsprechende Kameratechnik ermöglichen die Erkennung selbst feinster Fehler sowie eine Sortierung nach Qualitäten, die mit der schnellen OptiCut problemlos Schritt hält", erläutert Henning Dresel, Projektmanager und zuständig für die Scanner aus der Weinig LuxScan Line.

Michael Weinig AG
Die leistungsstarke Weinig-Fußbodenanlage mit neuartigen Detaillösungen wie der Drehlagenoptimierung macht deutliche Produktivitätssteigerungen möglich.
Michael Weinig AG
Produktmanager Jens Frackenpohl, Geschäftsführer Michael Holtmann und Vorstand Wolfgang Pöschl setzen auf Gesamtlösungen.

Vielbeachtetes Highlight der Anlage in Illertissen ist die Drehlagenoptimierung. Diese Technik nutzt zwei Vorgaben: Zum einen muss bei Massivholz-Fußböden nur eine Seite des Bretts fehlerfrei sein. Des Weiteren muss bei der Endprofilierung noch ein Federprofil angefräst werden. Daher werden nur solche Bretter per Softwarebefehl ausgekappt, bei denen beide Oberflächen den Ansprüchen nicht genügen. Randnahe Defekte bleiben ausgespart, da sie im nachfolgenden Schritt mit dem Sidematcher beseitigt werden. Eine vollautomatische axiale bzw. seitliche Drehung über eine ausgeklügelte Mechanisierung gewährleistet, dass die Werkstücke lagerichtig bei der Profilfräsung ankommen. "Unsere Drehlagenoptimierung ermöglicht eine immense Erhöhung der Ausbeute und der Produktqualität", unterstreicht Jens Frackenpohl, Produktmanager für die OptiCut Kappsägen der Weinig Dimter Line.

aus ParkettMagazin 05/10 (Marketing)