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Homag: Exportmärkte bringen Umsatz

Für Maschinenhersteller war 2013 ein gutes Fußbodenjahr


Anlagen für die Produktion von Bodenbelägen waren auf dem Homag-Treff Ende September Mangelware. Das hatte seinen Grund. Achim Homeier, Leiter Produktmanagement: 'Fußbodenanlagen sind 2013 gut gelaufen. Alles, was wir im Frühjahr auf der Ligna gezeigt haben, ist verkauft."

Diesmal beschränkte sich Homag auf den Möbelbereich, zeigte über 20 Maschinen und Anlagen für die Kanten-, Format- und Oberflächenbearbeitung im Durchlauf und 10 Kantenanleimmaschinen mit Verleimtechnologien für jede Anforderung und 5 Anlagenkonzepte zur Losgröße-1-Fertigung. Auch im Blickpunkt: Die Maschinen-Bedienungseinheit Power-Touch, mit der die Homag Group künftig alle ihre Anlagen ausstattet.

Der Fußbodenbereich hat hohes Investitionsvolumen, erläuterte Vertriebsleiter Ulrich Schmitz, und hat das Homag-Projektgeschäft in diesem Jahr maßgeblich gestützt. Das gelte vor allem für Osteuropa, aber auch für China. Fußbodenhersteller dort wollen produktivere Anlagen. Südeuropa dagegen komme wirtschaftlich noch nicht auf die Füße. Und in Nordamerika ist es die aus Asien zurück verlagerte Möbelfertigung, die Homag neue Kunden beschert hat.

Homag Group AG
Achim Homeier, Homag Leiter Produktmanagement:

"Umsätze verheißen einige große europäische Fußbodenproduzenten, die produktiver arbeiten wollen."

Homag Group AG
Einstieg in die doppelseitige Profilierung: Die rollende Kette führt zu hoher Bearbeitungsgenauigkeit und langer Lebensdauer.

Neue Designs und Schmalteile sind häufig Anlass für die Inves-tition in neue Bearbeitungsmaschinen für Fußbodenelemente. Nicht Kapazitätssteigerung, sondern Modernisierung ist gefragt. Weil der Markt variable Mengen und Produkte wünscht, nehmen die Rüstzyklen der Anlagen zu. Maschinen müssen in schnellerer Reihenfolge kleinere Aufträge abwickeln können, also in kürzeren Zeiten umgerüstet werden können. Roland Dengler, Leiter des Fußbodenteams im Außeneinsatz: 'Wir werden 2013 im Fußbodensektor eines der stärksten Umsatzjahre haben. Bei Laminatanlagen in Mitteleuropa gab es einzelne Großprojekte, wo alte Anlagen ersetzt wurden. Die eigentlichen Wachstumsmärkte liegen aber in der Türkei, Ukraine und Asserbaidschan."

In China, so Dengler, sind es öfter branchenfremde Investoren, die eine schlüsselfertige Fabrik konzipiert haben möchten, weil sie Potenzial im Fußbodenbereich sehen. Ein Drittel der Homag-Anlagen für den chinesischen Inlandsmarkt gehen zu Laminatbodenherstellern, zwei Drittel zu den Produzenten von Vinyl (LVT).

Der Parkettbereich ist für Maschinenentwickler nach wie vor ein schwieriger Markt. Dengler: 'Aufgrund geringer Auslastung und aus Kostengründen ist selbst die vorbeugende Instandhaltung zurückgegangen." Nur aus Indien habe es jüngst einen Auftrag gegeben. Dort wolle man Mehrschichtparkett auf Sperrholzträger für den chinesischen Markt produzieren.

aus ParkettMagazin 06/13 (Wirtschaft)