Parkettmagazin Wissen

Merbau (INXX / MEB) | Intsia (Caesalpiniaceae)


Handelsnamen

Deutsch: Merbau
Englisch: malacca teak, mirabow
Indonesien: ipil, kayu besi
Malaysia: merbau
Madagaskar: hintsy
Papua Neuguinea: kwila, bendora
Philippinen: ipil, ipil laut, malaipil

Natürliche Verbreitung / Baumbeschreibung

Merbau stammt aus Südostasien, findet sich aber auch in Australien, auf pazifischen Inseln und auf Madagaskar. Wissenschaftlich als Intsia bezeichnet, ist dieses Johannisbrotgewächs mit der in Afrika verbreiteten Afzelia nah verwandt und ihr sehr ähnlich. Die Gattung Intsia umfasst 7 bis 9 Arten, die sich kaum unterscheiden. Die Bäume wachsen in der Regel 7 bis 25 Meter hoch und erreichen einen Durchmesser von 0,8 bis 1,50 m. Bis 15 Meter Höhe sind die Stämme meist astfrei.

Artenschutz

Merbau wächst typischerweise in küstennahen Regenwäldern, was zu intensiver Abholzung beigetragen hat. Größere natürliche Vorkommen existieren derzeit nur noch in unzugänglichen Regenwäldern West Papuas. Die häufigsten Arten sind Intsia bijuga und Intsia palembanica. Die Art Intsia bijuga wurde bereits als gefährdet eingestuft in der internationalen Roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN). In Zukunft ist daher für Merbau mit einer Aufnahme in die Liste der vom Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites) geschützten Handelshölzer zu rechnen.

Holzbeschreibung

Zuwachszonengrenzen sind undeutlich oder nicht erkennbar. Der Splint hat eine Breite von 4 bis 8 cm und ist gelblich weiß. Das Kernholz zeigt sich davon deutlich abgesetzt, hellbraun bis rötlichbraun. Es neigt dazu, braun bis dunkel kupferbraun nachzudunkeln und hat keine Farbstreifen. Die zerstreut angeordneten Poren enthalten häufig fast schwarze, teils auch gelbe Anfüllungen. Mitunter hat das Holz helle, hässliche Flecken, die sägerau unauffällig erscheinen, mit Lacken und Lasuren aber stark angefeuert werden und sich nicht entfernen lassen.

Eigenschaften

Merbau ist fester als Teakholz und härter als Eiche. Das Holz ist bei erhöhtem Kraftaufwand sauber und ohne Schwierigkeiten zu bearbeiten. Meist ergeben sich aus der Bearbeitung glatte Oberflächen und scharfe Kanten. Mit Hartmetall bestückte Werkzeuge werden dazu empfohlen. Kleber, Nägel und Schrauben halten gut, für letztere ist ein Vorbohren unbedingt erforderlich.

Trocknung: Die Werte zum Schwinden des Holzes sind bei Merbau besonders niedrig. Die Holzart hat daher eine gute Dimensionsstabilität. Das Holz trocknet nur sehr langsam, aber bei vorsichtiger Steuerung der Trocknung weitgehend verlustfrei. Nur bei stark unregelmäßigem Faserverlauf und bei Seitenware ist mit Verziehen zu rechnen. Weiterer Vorteil: Die Holzart benötigt keinen Schutz vor Insekten- und Pilzbefall.

Verwendung

Merbau ist aufgrund seiner guten physikalischen, biologischen und mechanischen Eigenschaften besonders für die Vollholzverwendung geeignet. In Deutschland wird die Holzart vor allem für die Herstellung von Holzfußböden verwendet. Eisenmetalle verursachen bei Merbau in Verbindung mit Feuchtigkeit eine graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoff Reaktion), so dass unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge erforderlich sind.

Quelle: Handelshölzer (H. G. Richter and M. J. Dallwitz); GD Holz: Merkblatt Merbau
aus Parkett Magazin 06/13 (Holz)