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Formaldehyd

USA wollen Grenzwerte verändern


Die staatliche amerikanische Environmental Protection Agency EPA (Umweltschutzbehörde) plant, die Grenzwerte für Formaldehyd-Emissionen bei Holzwerkstoffprodukten zu senken (TSCA Title VI) und landesweit den in Kalifornien geltenden ATCM-Regeln anzupassen (California Air Resources Boards Airborne Toxic Control Measure). Ziel ist es, die Industrie bei der Herstellung von Laubsperrholz, MDF, Spanplatten und anderen Holzfertigprodukten zum Gebrauch von Harzen ohne Formaldehydgehalt zu bewegen. Zur Durchsetzung der Maßnahmen sollen sich Produzenten von Holzwerkstoffplatten durch unabhängige Institute zertifizieren lassen.

Einspruchsfristen gegen die EPA-Vorschläge sind im September und Oktober 2013 ausgelaufen. Auch der Verband der amerikanischen Parkettleger (NWFA) hat einen Kommentar abgegeben. Darin wird der Sorge Ausdruck gegeben, die verschärften Grenzwerte könnten den Eindruck erwecken, einige der nachhaltigsten Produkte der Fußbodenbranche seien giftig. Es geht um Trägerschichten von Mehrschichtparkett und Bambusboden. Dan Natkin, Direktor von Mannington Mills: "Als unbeabsichtigte Konsequenz der neuen Regeln könnte die Vermarktung von Mehrschichtparkett, Bambusboden und Laminatboden erheblich eingeschränkt werden."


Darüber hinaus behauptet die NWFA, die EPA-Werte würden von den kalifornischen Vorgaben abweichen. Außerdem sei der für eine Zertifizierung von Herstellern zugestandene Zeitrahmen zu kurz. Vertrauenswürdige Information sei nicht verfügbar. Und schließlich würde der Einschluss nachgelagerter Hersteller doppelten Zertifizierungsaufwand bedeuten.

aus ParkettMagazin 01/14 (Holz)