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Helmut Stauner, Möbel-Zentral-Einkauf MZE

Digital sichtbar sein, um stationär verkaufen zu können.


Neufahrn. Bereits seit Jahren zeichnet sich ab, dass Prognosen, Einschätzungen und Berechenbarkeiten immer schwieriger werden. Dies galt auch für das Jahr 2013. Ganz starken Monaten folgten überdurchschnittlich schwache. Es gibt viele Händler mit zweistelligem Umsatzzuwachs und bedauerlicherweise auch einige mit zweistelligem Minus. Im Ergebnis kann man aus Sicht der Mitglieder von einem "zufriedenstellenden" Jahr sprechen.

MZE hat das Glück, noch immer im Wachstum zu sein, sodass der Unternehmensbereich "Schlafen" allein durch neue Mitglieder in 2013 zweistellig im Umsatz gewachsen ist. Wir halten auch an unserer Grundthese fest, dass der Fachhandel zu den Gewinnern der Veränderungen der Vertriebsformen gehören wird. Konzeptlosigkeit und Inkompetenz im Verkauf treiben einen Teil der Kunden von den Großflächen-Möbelhäusern und Bettendiscountern zurück in den Fachhandel.

Das Internet, das sowohl informiert als auch verwirrt, leistet hierzu ebenso einen Beitrag. Viele Verbraucher suchen letztlich Orientierung und Vertrauen, was sie bekannterweise am besten im Fachhandel finden. Deshalb ist auch unsere Prognose für 2014 grundsätzlich positiv, auch wenn wir ähnlich wie in 2013 ein unberechenbares Jahr erwarten.

MZE-Möbel-Zentral-Einkauf GmbH
Helmut Stauner

Die größte Herausforderung der nächsten Jahre wird sicherlich die Verzahnung von "digital" mit "stationär" sein. Alle Experten prognostizieren, dass der Verbraucher rigoros erwarten wird, dass ein Händler in allen Kanälen präsent ist. Es geht hier nie darum, dass alle stationären Hndler jetzt globale Onlinehändler werden, sondern auch regionale Kunden vor Ort erwarten den Einkauf per online bei ihrem stationären Händler. Er will sich eventuell im Web informieren oder gleich kaufen oder er will sich im Ladenlokal vorinformieren und später online kaufen. Oder er hat schon gekauft, egal wie, und will noch Ergänzungsartikel online nachbestellen.

Aber auch das ist erst der Anfang: digitale POS-Konzepte, mobiles Payment per Smartphone und, und, und. Die Multi-Channel-Ära steht uns allen bevor. Die Basis von allem ist natürlich die Homepage jeden Händlers. Auch wenn viele Händler hier schon professionell und zukunftsorientiert aufgestellt sind, haben ebenso viele hier noch eindeutige Defizite. Aber die Voraussetzung ist: Man muss digital gefunden werden, um stationär verkaufen zu können.

aus Haustex 01/14 (Wirtschaft)