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BTH Heimtex/B+L-Kundenbarometer Designbeläge 2014, Teil 1

Windmöller und Objectflor sind am verbreitetsten

Endkunden, die bei Fachhändlern und Raumausstattern in Deutschland nach Designbelägen suchen, stoßen in den meisten Fällen auf Produkte von Wineo/Windmöller und Objectflor. Die beiden Hersteller beliefern jeweils rund die Hälfte der im aktuellen BTH Heimtex/B+L Kundenbarometer Deisgnbeläge befragten Händler - mit einem hauchdünnen Vorsprung für die Augustdorfer. Mit gehörigem Abstand folgen Forbo Flooring und Amtico auf den Plätzen 3 und 4.

Nachdem wir im vergangenen Jahr in der Fachhandelsbefragung die gesamte Produktkategorie Elastische Beläge abgefragt haben, konzentrieren wir uns 2014 - wie erstmals 2012 - wieder ausschließlich auf Designbeläge. Auch wenn sich mittlerweile auf dem deutschen Markt rund 70 Anbieter tummeln, bezieht der Fachhandel - lässt man Großhandel und Kooperationen als Lieferanten unberücksichtigt - Designbeläge im Wesentlichen von 10 Unternehmen (siehe Tabelle unten).

Windmöller mit seiner Marke Wineo und Objectflor sind die Platzhirsche. Jeder zweite der Befragten wird von den beiden Unternehmen beliefert. Mit deutlichem Abstand folgen Forbo Flooring und Amtico etwa auf Augenhöhe. Alle vier sind stärker bei größeren Kunden, die zehn und mehr Mitarbeiter haben. Ein Verbreitungsgrad zwischen 29 % (Armstrong DLW) und 23 % (Gerflor Mipolam) hat die folgende Vierer-Gruppe, zu der auch Project Floors (28 %) und Tarkett (25 %) gehören.

Dahinter folgen mit größerem Abstand Großhandel/Kooperationen, Designflooring (beide rund 11 %) und Großhändler Jordan (9 %). Designflooring wird vom Fachhandel hoch gelobt für seine Arbeit. Kern der Philosophie von Geschäftsführer Norbert Blach und seiner Mannschaft ist, "nicht an jeder Ecke zu sein". Diese Strategie geht auf. Gerade erst stockte Blach das deutsche Vertriebsteam um zwei auf sieben Mitarbeiter auf.

Tarkett Holding GmbH
Bei welchen Anbietern von Designbelägen kauft der Fachhandel ein?
Tarkett Holding GmbH

Phthalate in Designbelägen

Spielt es beim Verkauf von Designbelägen eine Rolle, ob diese Phthalate enthalten?

Eine beachtenswerte Sonderstellung hat Großhändler Jordan. Die Kasseler kommen mit ihrer Marke Joka als Anbieter von Designbelägen auf immerhin fast 9 % Marktdurchdringung - wohl auch ein Verdienst der mehr als 100 Außendienstmitarbeiter des Unternehmens, die (hauptsächlich) Bodenbeläge verkaufen. Vor zwei Jahren wurde das Unternehmen von den Befragten nicht einmal erwähnt und lief unter der Gruppe Großhandel/Kooperationen. Die 9 % Verbreitung sind nicht viel weniger als der Anteil aller anderen Großhändler und Kooperationen zusammen, die 2014 auf 11 % Verbreitung unter den Befragten kommen. Beim letzten Kundenbarometer Designbeläge gab noch ein Viertel der Fachhändler und Raumausstatter an, sich von Grossisten oder Kooperationen beliefern zu lassen. Heute liegt dieser Anteil bei nur noch rund einem Fünftel, inklusive Jordan.

Auffällig: Armstrong DLW ist im Osten der Republik um die Hälfte stärker vertreten als in den alten BLändern. Tarkett arbeitet vor allem mit größeren Fachhandelskunden zusammen (zehn und mehr Angestellte). Bei ihnen sind die Frankenthaler über zweieinhalbmal so oft anzutreffen wie bei kleinen Unternehmen mit Teams von weniger als zehn Personen.

Viele der abgefragten Lieferanten verzichten mittlerweile auf Phthalate als Weichmacher. So entziehen sie sich möglicher Diskussionen um deren womöglich schädliche Auswirkung auf die Gesundheit. Das goutieren ihre Kunden im Fachhandel. 59 % gaben an, dass es beim Verkauf von Designbelägen eine Rolle spielt, ob sie Phthalate enthalten oder nicht. In den alten Bundesländern ist die Sensibilität der Endkunden für dieses Thema mit 65 % ausgeprägter. In Ostdeutschland spielen Phthalate für 57 % der Fachhändler im Verkaufsgespräch keine Rolle.

aus BTH Heimtex 04/14 (Wirtschaft)