Bona

Trio für die richtige Absperrung


Bona beantwortet die Frage, wann ein Unterboden "trocken genug" oder "nicht zu feucht" ist, ganz pragmatisch: Immer dann, wenn - nach dem Belegen mit einem Bodenbelag - keine schädlichen Feuchtereaktionen auftreten. Zementestriche und Betonböden lassen sich gegen zu hohe Restfeuchten absperren, es müssen allerdings Grenzwerte eingehalten werden: Die Restfeuchte beim Einsatz des 2K-Epoxydharzes R410 oder der silanbasierten Grundierung R580 darf 5 CM-% nicht übersteigen. Beim Einsatz des 1K-PUR Reaktionsharzvoranstrichs R540 darf die Restfeuchte nicht höher als 4 CM-% sein.

Bei R540 handelt es sich um einen 1K-PUR-Reaktionsharzvoranstrich für die Grundierung von saugfähigen und nicht saugfähigen Untergründen vor dem Einsatz von reaktiven Bona-Parkettklebstoffen. Laut Hersteller ist das Produkt leicht zu verarbeiten, sehr emissionsarm (EC1-R Plus), für Fußbodenheizung geeignet, hat eine sehr gute Haftung auch auf problematischen Untergründen und ein hohes Eindringvermögen.

R540 wird gleichmäßig und dünn mit Rolle, Bürste, Pinsel oder Stahlspachtel auf den Untergrund aufgetragen. Dabei ist eine Pfützenbildung unbedingt zu vermeiden. Das Produkt darf nicht aufschäumen, weshalb die Auftragsmenge nicht zu groß sein darf. Die Grundierung lässt man zu einem transparenten Film trocknen. Vor der anschließenden Parkettverklebung sind folgende Trockenzeiten zu beachten: 1 Stunde bei den Klebstoffen R770, R777 und R778; 24 Stunden bei R848, R850, R850T, R855, R860, R870 und R870T. Ein zweiter Auftrag von R540 muss innerhalb von 24 Stunden durchgeführt werden.

Hohe Luftfeuchte und Temperaturen beschleunigen die Trocknung, niedrige verlangsamen sie. Im Zweifelsfall wird empfohlen, die Grundierung länger trocknen zu lassen.

Als Vorstrich liegt der Verbrauch zwischen 100 und 150 g/m2, als Feuchtigkeitssperre bis maximal 4 CM-% zwischen 250 und 350 g/m2.

Das lösemittel- und wasserfreie 2K-Epoxydharz R410 kann als Absperrung von kapillar aufsteigender Feuchtigkeit oder Restfeuchte bis 5 CM-% auf Zementestrichen oder Betonböden eingesetzt werden, ebenso als Grundierung vor dem Einsatz von reaktiven Bona-Parkettklebstoffen und -Spachtelmassen. Vor der Verwendung von Spachtelmassen ist R410 grundsätzlich mit Quarzsand abzusanden. Nach Verdünnung mit Bona S100 ist das Produkt auch zur Verfestigung von Zementestrichen und Betonböden geeignet.

Die Grundierung muss bei Bedarf vor Gebrauch temperiert werden; warm reagiert sie schneller, kalt langsamer. Harz- und Härterkomponente sind in den Originalgebinden im richtigen Mischungsverhältnis aufeinander abgestimmt.

Als Grundierung wird R410 einmal aufgetragen und abgesandet. Wenn innerhalb von 24 Stunden mit R770, R777, R778, R848, R850, R850T, R855, R860, R870 und R870T geklebt wird, kann auf das Absanden verzichtet werden. Für eine tiefenwirksame Grundierung (1 bis 2 mm) sollte ca. 20 % der Verdünnung S100 zugegeben und beides gut durchgerührt werden. Bei Bedarf einen zweiten Anstrich mit unverdünntem Material vornehmen und absanden.

R410 habe eine sehr gute Haftung an vielen Substraten, sei roll-, pinsel- und spachtelfähig und auf Fußbodenheizung geeignet, betont der Hersteller.

Mit R580 hat Bona schließlich eine sehr emissionsarme (EC1-R Plus), lösemittel- und wasserfreie, silanbasierte Grundierung mit schnellem Anzug im Programm. Sie ist zur Absperrung von kapillar aufsteigender Feuchtigkeit oder Restfeuchte von bis zu 5,0 CM-% auf Zementestrichen oder Betonböden geeignet.

Vor dem Einsatz von Spachtelmassen ist R580 grundsätzlich mit Quarzsand abzusanden. Wird das Produkt als 1-Komponenten-System verwendet, muss es mittels Zahnspachtel Bona 500F (TKB A3) oder Glättspachtel gleichmäßig aufgetragen werden, sodass ein geschlossener Film auf der Oberfläche entsteht. Für die Verwendung als Dampfbremse muss die Auftragsmenge mindestens 500 g/m2 betragen. Nach rund 4 Stunden (die Grundierung ist noch leicht klebrig) kann das Parkett verklebt werden.

Als 2-Komponenten-System wird R580 mittels Flügelrührer mit der gewünschten Menge an Wasser aus dem beiliegenden Beutel gemischt. Eine größere Menge Wasser beschleunigt den Abbindeprozess, geringere Mengen verlangsamen ihn. Nach dem Mixen startet eine chemische Reaktion und die Grundierung muss innerhalb der Topfzeit von ungefähr 20 Minuten auf den Unterboden aufgetragen werden. Falls Quarzsand eingestreut werden muss, sollte dies in den ersten 20 Minuten erfolgen. Nach zwei Stunden Abbindezeit kann mit der Verlegung des Parketts begonnen werden.

Bona-Grundierungen können grundsätzlich auch auf beheizten Estrichkonstruktionen zum Einsatz kommen, beachtet man die erforderlichen Rahmenbedingungen wie Vorlauftemperatur, maximale Oberflächentemperatur und maximal zulässige Restfeuchte. Zudem muss das notwendige Funktions- und Belegreifheizen gemäß der Schnittstellenkoordination vor dem Grundierungsauftrag durchgeführt worden sein. Bei Absperrungen muss grundsätzlich beachtet werden, dass die vorhandene Restfeuchte über die Wand- und Randfugen entweichen kann.
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