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VDP-Präsident Michael Schmid zu echtem und falschem Parkett

Echtes Parkett ist aus echtem Holz

Erst die Laminatböden, jetzt Designbeläge - immer wieder versuchen andere Produktgattungen das aussehen von Parkett zu imitieren. Aus gutem Grund, denn die Verbraucher "stehen" auf den Holzboden. Den deutschen Parkettherstellern passt es aus verständlichen Gründen aber nicht, wenn als Parkett verkauft wird, was gar keines ist. Beim Industrieverband VDP hat man klare Vorstellungen zu den Unterscheidungskriterien und Vorteilen von echtem Parkett.

Beläge aus Holz stehen bei den Verbrauchern derzeit hoch im Kurs - oder zumindest solche, die aussehen wie aus Holz. Versuchten bislang lediglich die Hersteller von Laminatböden ihren Produkten immer authentischere (Holz-)Dekore zu verpassen, müssen sich die deutschen Parketthersteller mittlerweile auch der wachsenden Konkurrenz durch elastische Designbeläge erwehren. Für den Laien ist den Unterschied zwischen Original und Kopie inzwischen nur noch mit Mühe zu erkennen.

Dem Handel sei das zuweilen sogar ganz recht, meint man beim Verband der deutschen Parkettindustrie (VDP). "Nicht selten versuchen Händler bei ihren Imitaten mit falschen und irreführenden Werbeaussagen auf den Erfolgszug von Parkett aufzuspringen", erklärt dessen Vorsitzender Michael Schmid. Das sei angesichts des guten Rufes von Parkett zwar verständlich, führe den Verbraucher aber in die Irre. Denn: "Als Parkett darf nur ein Holzfußboden mit einer Echtholz-Nutzschicht von mindestens 2,5 mm bezeichnet werden", stellt Schmid klar.

Durch die vorgeschriebenen Mindestnutzschicht kann der Belag mindestens zweimal überarbeitet und renoviert werden. "Dies ist ein riesiger Vorteil etwa gegenüber einem Oberflächenmaterial, das künstlich durch chemische Prozesse erzeugt wurde", so der Verbandsvorsitzende.

Neben seiner hohen Qualität, Wertbeständigkeit, Langlebigkeit und Natürlichkeit punkte originales Parkett mit zahlreichen weiteren Eigenschaften: Es sei elegant, belastbar, umweltfreundlich und pflegeleicht. Außerdem sei jeder aus Holz gefertigte Boden ein Unikat, welches in jedem Raum optisch und haptisch für eine angenehme Wärme und Behaglichkeit sorgt.

Auch akustisch unterschieden sich Fußböden deutlich. Ein Parkettboden schluckt den Schall, dadurch wirkt der Klang satter und dumpfer. Nicht umsonst seien deshalb beispielsweise Konzertsäle oder Tanzschulen zumeist mit Parkett ausgestattet. "Hinsichtlich der angenehmen Raumschalleigenschaften und dem Klang der Musik kann das Original eben nicht kopiert werden" ist Michael Schmid überzeugt.

VDP Verband der Deutschen Parkettindustrie e. V.
Michael Schmid, Vorsitzender im VDP: "Als Parkett darf nur ein Holzfußboden mit einer Echtholz-Nutzschicht von mindestens 2,5 mm bezeichnet werden."

Als Entscheidungshilfe für den Kauf weist der VDP-Präsident auf das Qualitätssiegel "Real Wood" des europäischen Herstellerverbandes FEP wird: "Das Zeichen markiert die Unterscheidung zwischen Echtholz und allen anderen Bodenbelägen." Es stehe außerdem als Markenzeichen für eine hervorragende Umwelt- und Ökobilanz von echtem Holz.

VDP - Daten und Fakten


Verband der Deutschen Parkettindustrie e. V.
Flutgraben 2
53604 Bad Honnef
Tel.: 02224 / 93 77-0
Fax: 02224 / 93 77-77
info@parkett.de
www.parkett.de

Vorstandsvorsitzender: Michael Schmid
Geschäftsführer: Dirk-Uwe Klaas
Gründungsjahr: 1950

Mitglieder:
- Bauwerk Parkett
- Bembé Parkett
- Boen Parkett Deutschland
- Drüsedau u. Müller
- Parkettfabrik Frey
- Georg Gunreben
- Hain
- Hamberger Flooring
- Parkett Herter
- Hirschfelder Parkett
- Hocoholz Hofstette
- LK Holzbodenmanufaktur
- Meisterwerke Schulte
- Parador
- Holz Reinlein
- Jakob Schmid Söhne
- Schotten & Hansen
- Trumpf Fertigparkett

aus BTH Heimtex 06/14 (Wirtschaft)