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VDP

Forschungsprojekt Europarquet soll Parkettqualität sichern


Der Verband der Deutschen Parkettindustrie (VDP) unterstützt das Forschungsprojekt Europarquet. Damit sollen im Rahmen einer europäischen Gemeinschaftsstudie reproduzierbare und einheitliche Prüfmethoden für mehrschichtige Parkettböden entwickelt werden. Dabei geht es um Oberflächen- und Verklebungsqualität sowie Klimabeständigkeit. Die Untersuchung begann im Februar und ist auf 24 Monate angelegt. An dem 500.000 EUR Projekt beteiligen sich unter anderen die EU, die Föderation der Europäischen Parkettindustrie (FEP), die Zulieferindustrie, Verbände und Institute.

Die teilnehmenden Parketthersteller fordern, dass insbesondere Eiche-Parkett als derzeit mit Abstand nachgefragteste Holzart wissenschaftlich untersucht werden soll. Bei der Verklebungsqualität werde im Labor zunächst aber Buche-Parkett untersucht - aufgrund seiner besonderen physikalischen Eigenschaften - um die resultierenden Ergebnisse in Feldversuchen mit Eiche-Parkett abzugleichen. Bei der Klimabeständigkeit geht es um Wechselwirkungen von physikalischen und physischen Parametern im Rahmen verschiedener Klimate in Europa unter den Bedingungen des modernen Hausbaus. Auch die Auswirkungen des Klimawandels spielen eine Rolle. "Schon jetzt zeigt sich, dass Kunden auf Parkett Made in Germany und Made in Europe setzen, da sie den Qualitätsvorsprung gegenüber asiatischen Bodenbelägen klar erkannt haben", so VDP-Vorsitzender Michael Schmid. Die Projektergebnisse sollen zudem in die europäische Normung eingebracht werden.

VDP Verband der Deutschen Parkettindustrie e. V.
Michael Schmid,
VDP-Vorsitzender:
"Besonders durch die enge Kooperation von Wissenschaft und Praxis können wir im Sinne des Kunden die hohe Qualität unserer Parkettböden gewährleisten."

Projektpartner sind der Trägerverein Institut für Holztechnologie Dresden, der Dachverband der Holzindustrie
Österreichs, das Institut für Holztechnologie Dresden und die Holzforschung Austria. Beteiligt sind auch viele Parketthersteller aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden. Frankreich ist über das Institut Technologique FCBA vertreten, das auch den Obmann des europäischen Normenausschusses für Parkett stellt. An der Finanzierung ist die FEP mit 50.000 EUR beteiligt. Weitere Mittel kommen von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, der Holzindustrie Austria und weiterer österreichischer Unternehmen. Fördermittel aus Deutschland kommen zu 100 % vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. und von der Industriellen Gemeinschaftsforschung. Auch Hersteller von Klebstoffen und Oberflächenmaterialien sind beteiligt.

aus ParkettMagazin 03/14 (Wirtschaft)