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Die Lage auf dem europäischen Parkettmarkt

"Das Signal leuchtet wieder schwach grün"


Vorsichtig optimistisch sind die Mitglieder der Föderation der Europäischen Parkettindustrie in Bezug auf die Entwicklung im Markt. "In einigen Ländern leuchtet das Signal wieder schwach grün", lautet die Einschätzung zum 1. Quartal 2014. Andere Länder, heißt es, hätten sich zumindest stabilisiert. Nur in Südeuropa bleibt es düster. "Mangelndes Vertrauen der Verbraucher, ein schwacher europäischer Bausektor und ständig wachsende Konkurrenz", das sind die Sorgen der Hersteller. Keine Aussage macht die FEP in diesem Frühjahr zu den Märkten Polen, Portugal, Rumänien, Estland, Kroatien, Tschechien, Slowenien, Ungarn und die Türkei. Die Lage in den übrigen Ländern sah wie folgt aus:

Österreich: LVT ist neue Konkurrenz
Der schwere Winter des vergangenen Jahres ist überwunden. Das Alpenland verzeichnet im 1. Quartal 2014 einen Verbrauchszuwachs an Parkett von 1 %. Neue Konkurrenz erwächst dem Holzboden hier aber vom Designbelag LVT.

Belgien: Seit Monaten stabil
Wie schon im vergangenen Jahr, macht der Parkettmarkt in Belgien einen stabilen Eindruck. Und das, obwohl der Wohnungsbau in dem Land bereits 2013 um -1,3 % zurück ging. Wachstum im Bausektor zeigt nur der Straßen- und Tiefbau.


Dänemark: Gute Erwartung für das Gesamtjahr
Im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres blieb der Parkettabsatz diesmal schwach. Mit Blick auf die kommenden Monate sieht die Branche jedoch eine Tendenz, die einige Prozente an Verkaufssteigerung bringen könnte.

Finnland: Stabile Situation
Der Parkettmarkt in Finnland ist klein. Geschätzte 1 Mio. m2 werden im Jahr verkauft. Diese Menge scheint aber stabil. Das jedenfalls belegen die Zahlen für das 1. Quartal 2014.

Frankreich: Im Frühjahr auf Talfahrt
Im Land der Gallier ging es beim Parkettverkauf im 1. Quartal 2014 um 8 - 10 % bergab. Dafür verantwortlich gemacht wird die allgemein schlechte Stimmung beim Konsumenten. Im Wettbewerb der Bodenbeläge geht es härter zu. Und der Handel, so heißt es, würde Holzboden nicht als Priorität sehen.

Deutschland: Der Verbrauch tritt auf der Stelle
Die Wirtschaftslokomotive Europas steht in Sachen Parkett auf der Stelle. Die Verbrauchsmenge bleibt völlig unverändert. Innerhalb der Segmente ist eine Verschiebung zur Diele hin erkennbar. Aber dem Holzboden erwächst auch in der Bundesrepublik Konkurrenz von anderen Belägen - vor allem vom Designbelag LVT, der zunehmend in Baumärkten angeboten wird.

FEP Föderation der Europäischen Parkett-Industrie
Aktuelle Entwicklung 1. Quartal 2014.

Italien: Vergebliche Hoffnung
Anfangshoffnungen eines sich regenerierenden Marktes zerstoben 2014 schnell. Jetzt schätzt man den Verlust im 1. Quartal auf rund 10 % ein. Auch der Blick auf das gesamte Vorjahr stimmt nicht optimistisch. Wie schon 2012 befand sich die Branche im Abwärtstrend. Zudem seien neue Wettbewerber im Markt aufgetaucht, heißt es, und würden für Verwirrung sorgen.

Niederlande: 2013 war die Wende
Mit der Amtsübernahme von König Wilhelm-Alexander im April 2013 war die Abwärtsbewegung des holländischen Parkettmarktes beendet. Ob ein Zusammenhang besteht, sei dahingestellt. Bis jetzt ist die Verbrauchssituation stabil geblieben. Diese Entwicklung wird sich über das Jahr bestätigen, lautet die Einschätzung.

Norwegen: Noch ein paar Prozent mehr
Schon im vergangenen Jahr war der norwegische Parkettmarkt der Musterknabe Europas. Das bleibt auch jetzt der Fall. Erneut um einige Prozent wird der Absatz im 1. Quartal 2014 gestiegen sein. Wie aktiv der nationale Bausektor ist, zeigt die Tatsache, dass die Einfuhr von Baumaterial in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 18 % gestiegen ist.

Spanien: Parkett profitiert bisher nicht
"Ein Funken Hoffnung" hatte das ParkettMagazin im vergangenen Jahr dem spanischen Markt zugeschrieben. Dieser Funke ist weitgehend gelöscht. Der Parkettverkauf sank im 1. Quartal 2014 wiederum um 5 %. Ein Hoffnungsschimmer bleibt die gesamtwirtschaftliche Lage, wo eine ganz leichte Erholung signalisiert wird. Auf den Parkettmarkt ist das bisher aber nicht durchgeschlagen.

Schweden: Steigende Tendenz
Der Parkettverkauf in den ersten drei Monaten 2014 war besser als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Deshalb und weil der Wohnungsbau deutliche Erholung zeigt, weist der schwedische Parkettpfeil nach oben.

Schweiz: Schlechter Winter, guter Parkettverkauf
Die Stimmung in der Schweiz ist gut. Vielleicht weniger unter Skifahrern, denn ein echter Winter hat sich nicht eingestellt. Für den Parkettverbrauch aber war das förderlich. Die Holzbodenbranche freut sich daher über ein Plus von rund 5 % im ersten Quartal.

aus ParkettMagazin 04/14 (Wirtschaft)