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Gebr. Rasch

Umsatzminus in Russland nur teilweise kompensiert


Das Familienunternehmen Gebr. Rasch hat seine Strukturen in den vergangenen zwei Jahren verändert. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf der Marke, die durch Segmentierung und damit durch eine klare Strategie gestärkt wurde. Geschäftsführer Dario Rasch bewertet diesen Prozess als dringend erforderlich, um sich den wandelnden Märkten anpassen zu können. "Alle zehn bis 15 Jahre muss mal ein Richtungswechsel sein", meinte er und hält das Unternehmen nun für gut aufgestellt.

Doch die Folgen der Russland-Krise mit dem abstürzenden Rubel und der daraus resultierenden Nachfrageschwäche aus einem der wichtigsten Märkte für die Bramscher können diese Veränderungen nichts entgegensetzen. Die Unternehmensgruppe verzeichnet für 2014 Umsatzeinbußen von gut 13 % auf 161 Mio. EUR. "Leider konnten die negativen Entwicklungen durch die Performance nur zum Teil kompensiert werden", erläuterte Rasch.

Als erfreulich bezeichnete der Geschäftsführer, der das Unternehmen zusammen mit seinem Cousin Dr. Frederik Rasch leitet, den stabilen Inlandsmarkt, auf dem der Hersteller auch mit Hilfe des gut funktionierenden Fachgroß- und -einzelhandels Marktanteile gewonnen habe. Dieser schaffe es allein aber nicht, dem Hersteller in diesem Jahr eine zufrieden stellende Bilanz zu bescheren. Um auf dem Vorjahresniveau bleiben zu können oder gar Wachstum zu erzielen, müsse der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine beigelegt werden. Schließlich liege der Umsatzanteil Russlands bei 30 % - bei einer Exportquote von insgesamt 70 %. Mittel- bis langfristig rechnet Rasch aber mit einer Entspannung.

Tapetenfabrik Gebr. Rasch GmbH & Co. KG
Geschäftsführer Dario Rasch lässt sich von der Krise zwischen Russland und der Ukraine und der daraus resultierenden Nachfrageschwäche nicht aus der Ruhe bringen. Mittel- bis langfristig rechnet er mit einer Lösung des Konflikts und damit wieder steigenden Umsätzen auf einem der wichtigsten Märkt der Tapetenbranche.

Wie alle Tapetenhersteller setzen auch Gebr. Rasch vor allem auf leicht verkäufliche Tapeten. Der Hersteller stellte in Frankfurt sieben neue Kollektionen vor, die für jede Stilrichtung und jeden Geschmack das Richtige parat halten. Darunter ist unter anderem eine neue Kinderkollektion Villa Coppenrath. Originell aber ist die Karte, in der 1926 von der jungen Adligen Sophie Charlotte von Oldenburg entworfene Designs zu neuem Leben erwachen.

aus BTH Heimtex 02/15 (Wirtschaft)