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Interview: Dr. Jochen Köckler, Vorstand Deutsche Messe AG

Zeigen, wohin sich die Branche bewegt


Carpet XL: Die Teppichbranche befindet sich mitten in einem Strukturwandel, der sich unter anderem in der zunehmenden Bedeutung der Maschinenwebteppiche äußert. Wie reagiert die Domotex auf diesen Wandel?

Dr. Jürgen Köckler: Der Wandel in der Angebotspalette reflektiert ja das, was der Kunde will. Wir beeinflussen Marktgeschehen nicht, sondern begleiten es. Uns ist wichtig, dass das, was der Kunde privat oder im Objektbereich nachfragt, für den Besucher vorher auf der Domotex zu sehen ist. Und deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, dass wir die ideale Plattform für die gesamt Zielgruppe sind - vom Einkäufer bis zum Handwerker.

Carpet XL: Sind Ihre Auslandsmessen nicht eine Konkurrenz für die Hannoveraner Domotex?

Köckler: Als die Domotex nach Istanbul ging, haben mich viele Leute gewarnt, dass unser Geschäft in Hannover binnen ein, zwei Jahren dorthin erodieren würde. Das hat sich nicht bewahrheitet: Hannover ist nach wie vor gesetzt. Wer in die Welt verkaufen will, muss hier hin. Die Messen in Shanghai, Moskau und Gaziantep zielen hingegen auf die regionalen Märkte. Diese "Aufgabenteilung" zwischen Hannover und den Regionalmessen hat sich bisher bewährt.

Domotex
Dr. Jochen Köckler

Carpet XL: Wie bewahrt die Domotex ihren Stellenwert?

Köckler: Es gibt drei Dinge, die Messen ausmachen: Innovation, Effizienz und Inspiration. Das bedeutet: Wir müssen die Aussteller dazu motivieren, Neues zu zeigen und allen Messegästen intuitiv vermitteln, wohin sich die Branche bewegt. Dann ist eine Zufriedenheit bei Ausstellern und Besuchern garantiert.

aus Carpet XL 04/14 (Wirtschaft)