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Deutscher Wald zählt 90 Mrd. Bäume

Forstwirtschaft nutzt nur 87 % des nachwachsenden Holzes

Die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur verdeutlichen die erfolgreiche Arbeit der Waldbewirtschaftung in Deutschland und zeigen, dass der Zustand des Waldes viel besser ist, als Naturschutzverbände behaupten. So lautet die Aussage der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) zum jüngsten Zensus im deutschen Forst.

Laut Bundesminister Christian Schmidt haben sich Deutschlands Wälder in den letzten zehn Jahren weiter ausgedehnt. Kein Land Europas hat mehr Bäume. Der Holzvorrat im deutschen Wald hat Rekordniveau erreicht. Auch die biologische Vielfalt hat sich vergrößert.

Die Inventurstudie bietet einen Vergleich mit dem Wald-Zustand im Jahr 2002. Seitdem ist die deutsche Waldfläche gewachsen, die Laubholz- und Altbestände haben zugenommen, im Wald sind mehr Totholz und Biotopbäume zu finden und über ein Drittel der Fläche kann als naturnah eingestuft werden. "Die Daten zeigen, dass die Vorwürfe der Naturschutzverbände, die einen schrumpfenden, übernutzten und ökologisch kranken Wald propagieren, falsch sind", erklärt Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW. "Diese Kritik geht an der Realität vorbei und liefert keine Argumente, um weitere Wälder zugunsten eines Totalnaturschutzes verkommen zu lassen."

Es wird deutlich weniger Holz zum Einschlag markiert als nachwächst.

Untersucht wurden unter anderem die Altersklassen der Bäume, Holzzuwachs und -einschlag, Holzvorräte und Flächenzuwachs. Auch die Altersstruktur, der Totholzanteil und die Entwicklung und Wirkung naturschutzfachlicher Maßnahmen wurden analysiert. Über 32 % Deutschlands sind aktuell bewaldet. Auf einer Fläche von 11,42 Mio. ha stehen über 90 Mrd. Bäume. Gegenüber 2002 hat sich einiges verbessert: 36 % der Wälder werden mittlerweile als sehr naturnah oder naturnah klassifiziert, 93 Mio. Bäume gelten als ökologisch bedeutsam (z. B. Biotopbäume, Spechtbäume), über 224 Mio. m3 Totholz (336 m3/ha) sind vorhanden. Neben den ausgewiesenen Schutzgebieten sind weitere 5 % des Waldes als besondere Biotope geschützt. Zu Guttenberg: "Der Laubholzanteil hat seit 2002 um 7% auf jetzt 315.000 ha zugenommen. Die Fläche der Altbestände über 100 Jahre ist seit 2002 sogar um 393.000 ha gestiegen. Vor allem aber: Wirtschaftliche Nutzung und natürliches Absterben machen nur 87 % des Holz-Zuwachses aus."

aus ParkettMagazin 01/15 (Holz)