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Verband der Deutschen Parkettindustrie

Geburtstagsparty auf der Zugspitze

Aufwärts soll es für die deutsche Parkettindustrie gehen und um das zu symbolisieren, fand die Mitgliederversammlung zum 65-jährigen Bestehen des Branchenverbandes VDP auf der Zugspitze ihren Abschluss. Die Feierlaune wollte man sich dort auch nicht von den aktuellen Produktionszahlen verderben lassen, die für 2014 ein Minus von immerhin 10 % aufweisen.

Für den Abschluss der Jubiläums-Mitgliederversammlung zum 65-jährigen Bestehen hatte der Verband der Deutschen Parkettindustrie (VDP) in das Gipfelrestaurant "Panorama Lounge 2962" auf die Zugspitze eingeladen. Der Ort war mit Bedacht gewählt: "Wir wollten ein deutliches Signal aussenden, in welche Richtung es mit Parkett made in Germany in der nahen Zukunft gehen soll - nämlich aufwärts", erklärte der Vorsitzende Michael Schmid.

Momentan läuft es für die 18 Mitglieder, die laut Verband gemeinsam mehr als 90 % der deutschen Parkettindustrie repräsentieren, allerdings nicht so gut. Die Bilanz für 2014 ist ernüchternd, ging die Produktionsmenge doch um 10,1 % auf 9,2 Mio. m2 zurück. Rückgänge verzeichneten Massiv- und Mehrschichtparkett. Ein leichtes Wachstum gibt es bei Stabparkett. "Es wird immer deutlicher, dass im Inland Überkapazitäten vorhanden sind und Konsolidierungsmaßnahmen in unserem Markt unweigerlich vollzogen werden. Auch die Auslagerung von Produktionsstätten ins Ausland gehört derzeit zur Realität", kommentierte Schmid die Entwicklung.

Was Hoffnung macht: Trotz gesunkener Produktionsmengen stiegen die Umsätze VDP-Mitglieder um knapp 3 %.

Und es ist ja auch nicht so, dass die Verbraucher keinen Holz-Look wollten. "Dass unsere edlen Produkte auf Teppich, Fliese oder PVC nachgeahmt und kopiert werden, sind wir gewohnt und das ehrt uns auch", stellte der Verbandsvorsitzende fest. Aber es seien eben nur Imitate. "Der Begriff Parkett ist mit echten Holz untrennbar verknüpft und zeugt vom Original." Das müsse dem Verbraucher kommuniziert werden. Die Branche müsse sich jetzt Gedanken darüber machen, mit welchen Maßnahmen sich der Marktanteil wieder vergrößern lässt und diese dann auch umsetzen.

VDP Verband der Deutschen Parkettindustrie e. V.
Ganz nach oben soll es für die deutsche Parkettindustrie gehen: Der VDP-Vorstand auf der Zugspitze.

Schmid wurde bei den Vorstandswahlen im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Wiedergewählt wurden auch Alexander Drüsedau, Ansgar Igelbrink und Volker Kettler. Nach 48 Jahren im VDP-Vorstand trat Peter Hamberger nicht mehr zur Wahl an. Sein Nachfolger ist sein Sohn Dr. Peter M. Hamberger.


VDP Daten und Fakten


Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V.
Flutgraben 2
53604 Bad Honnef
Tel. 02224 / 93 77-0
info@parkett.de
www.parkett.de

Vorstand: Michael Schmid (Vorsitzender), Alexander Drüsedau, Peter Hamberger, Ansgar Igelbrink, Volker Kettler
Geschäftsführer: Dirk-Uwe Klaas
Gründungsjahr: 1950
Mitglieder: Bauwerk, Bembé, Boen, Drüsedau, Frey, Gunreben, Hain, Hamberger, Herter, Hirschfelder, Hoco, Jaso, LK Holzbodenmanufaktur, Meisterwerke, Parador, Reinlein, Schotten & Hansen, Trumpf
Fördermitglieder: Afuna, Heinrich König, Leifheit, Loba, Mapei, NH Möbelgleiter, Proline Energy, Saicos, Stauf, Weinig

aus BTH Heimtex 06/15 (Wirtschaft)