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F.W. Barth

Decklamelle bei Mehrschichtparkett tauschen


Mit handwerklichem Geschick und normalem Handwerkszeug lassen sich sogar beschädigte Decklamellen bei Fertigparkett austauschen. Wie? Das erklärt Parketthändler F.W. Barth aus Korschenbroich.

Benötigtes Werkzeug und Material bestehen aus einem Lineal, einem Cuttermesser bei Lackoberflächen, einem scharfen Stecheisen, Hammer und Säge. Hinzu kommen ein Dielenelement für die Austauschlamelle, 100er Schleifpapier, Klebstoff zum Einsetzen der Lamelle und Aqua Füllspachtel in passender Farbe. Tauchsäge und Oberfräse, heißt es, sind nicht zwingend erforderlich.

Vor Arbeitsbeginn muss sichergestellt werden, dass Holzart, Länge, Breite und Oberfläche der Austauschlamelle mit dem Originalboden übereinstimmen. Dann trennt man zunächst die Austauschlamelle mit etwas Übermaß nach allen Seiten aus der Ersatzdiele heraus und befreit ihre Rückseite mit dem Stecheisen von Rückständen der Mittellage.

F. W. Barth & Co. GmbH
Um einzelne Decklamellen aus einem Fertigparkett zu lösen, braucht es handwerkliches Können.

Die defekte Lamelle wird markiert und bei einer Lackoberfläche der Lack entlang der Fugen mit Cuttermesser und Lineal sehr fein eingeritzt. Jetzt trennt man die schadhafte Lamelle mit dem Stechbeitel vorsichtig heraus und achtet darauf, auch die Mittellage ca. 1 mm tief zu entfernen. In den vier Ecken und in der Mitte lässt man einen kleinen Bereich ca. 5 x 5 mm als "Tiefenanschlag" stehen.

Die Austauschlamelle wird mit Schleifpapier so bearbeitet, dass sie spannungsfrei und ohne Spalt in die vorbereitete Aussparung passt. Dann muss man die vorgenannten "Tiefenanschläge" mit dem Stecheisen so weit abtragen, dass die Höhenlage der Lamelle exakt stimmt. Nun Kleber auftragen, die neue Lamelle bündig einsetzen und beschweren. Feine Haarfugen mit Aqua Füllspachtel auskitten und eventuellen Überschuss mit einem feuchten Tuch beseitigen.

aus ParkettMagazin 04/15 (Sortiment)