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DLS – Deutsche Leitmesse Schlafen

Gelungener Neustart in Göttingen


Göttingen. Auf zu neuen Ufern für den MZE: Erstmals fand die Deutsche Leitmesse Schlafen (DLS) in der Göttinger Lokhalle statt. Es war eine gute Wahl des Veranstaltungsortes, denn die Resonanz der Aussteller und Besucher fiel rundweg positiv aus. Rund 140 Firmen zeigten ihre Produkte, die Zahl der Besucher verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr, als der Verband seine Messe noch in Weimar veranstaltete.

Weimar war der fast schon traditionelle Ort, an dem der MZE über Jahre seine Hausmesse abhielt, anfangs nur für seine Mitgliedshäuser, seit 2013 auch für Fachbesucher außerhalb des Verbandes. Mit der Öffnung für den gesamten Fachhandel und der damit verbundenen Steigerung der Ausstellerzahl erwies sich die Neue Weimarhalle räumlich aber als zu klein. Der Verband wagte daher einen Standortwechsel und seine Wahl fiel auf die Eventlocation Lokhalle in Göttingen. Dies erwies sich aus mehreren Gründen als glückliche Entscheidung.

Nicht nur, dass viele Besucher die gute Erreichbarkeit des neuen Messestandortes lobten. Der Intercity-Bahnhof liegt nur wenige Meter von der Messehalle entfernt und ein nahe gelegenes Parkhaus mit moderaten Gebühren erleichterte auch die Anreise mit dem Auto. Die Messehalle selbst stieß ebenfalls auf positive Resonanz. Die rustikale Industrie-Optik bot einen interessanten Kontrapunkt zu den ausgestellten textilen Produkten.

Überhaupt erschloss sich die komplett ebenerdige, rund 9.000 Quadratmeter große Veranstaltungsfläche den Besuchern wesentlich besser als in Weimar. Das Messeangebot war übersichtlicher aufgebaut und dadurch viel strukturierter. Verwinkelte oder schlecht erreichbare Ausstellungsflächen oder schwer zu klimatisierende Zelte als zusätzliche Ausstellungsfläche gehörten der Vergangenheit an.

Für die Aussteller begann die Messe schon an den Aufbautagen äußerst erfreulich, da die Halle mit ihren diversen Toren einen leichten Zugang zur Halle und einen entspannten Aufbau gewährleistete. In Weimar, erinnert sich der MZE-Messeorganisator Rudolf Kurzmeier, habe man sämtliche Aussteller durch einen Eingang schleusen müssen und deshalb jedem Unternehmen zeitliche Slots zuteilen müssen - an die man sich im allgemeinen Trubel dann doch nicht halten konnte. Lobend äußerte er sich über das professionelle Personal der Lokhalle, das über die gesamte Messezeit stets ansprechbar und hilfsbereit war.
Die Zahl der Aussteller hat der MZE im Vergleich zum letzten Jahr dank der deutlich größeren Ausstellungsfläche um rund die Hälfte auf knapp 140 steigern können. Die Leitmesse Schlafen bot dadurch dem einschlägigen Fachhandel ein partiell breiteres Angebot als die Möbelmesse in Köln, wenn auch mit kleiner dimensionierten Ständen. Als Beispiel seien Firmen wie Elastica, Fey, Hukla, Optimo, Recticel (Grand Lux, Swissflex, Dormilux), Selecta, Stendebach und Werkmeister genannt. Außerdem blieb Raum genug, um die Themen Einrichtung und Internet mit gesonderten Ausstellungsflächen zu bedenken. Alles zusammen wurde vom MZE als "Messe-Park" getauft, unverkennbar war dennoch, dass die Leitmesse Schlafen die alles dominierende Veranstaltung innerhalb des Messe-Parks war.

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Leitmesse in der Lokhalle: Die rustikale Industrie-Optik bot einen interessanten Kontrapunkt zu den ausgestellten textilen Produkten in Göttingen.
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Neben der Messe selbst wurde auch das Vortragsprogramm des MZE von vielen Besuchern genutzt.
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Die Band "Rest of the Best" spielte auf der Messeparty am Sonntagabend.

Vor Beginn zeichnete sich anhand der eingehenden Voranmeldungen ab, dass deutlich mehr Besucher zur MZE-Messe kommen würden als in den beiden letzten Jahren. Eine lange Schlange vor dem Anmeldetresen gleich nach Öffnung der Messetore am Sonntagmorgen zeigte dann auch das gestiegene Interesse. Viele Aussteller bestätigten diesen Eindruck. Gegen Sonntagmittag berichteten diverse Aussteller, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon mehr Besucher und Gespräch gehabt haben als an den beiden Tagen der letztjährigen Messe insgesamt.

Bemerkenswert war auch, dass am zweiten Tag, dem Montag, kein Abfall in der Besucherfrequenz zu beobachten war. Zwar ging es morgens etwas ruhiger los, aber danach waren die Gänge wieder gut mit interessierten Besucher bevölkert. Über die beiden Messetage registrierte der MZE 950 Besucher, das ist gut eine Verdoppelung der Zahl des Vorjahres. Fast noch wichtiger für die Aussteller: Etwa die Hälfte der Besucher waren Mitglieder anderer Verbände oder verbandsfreie Fachhändler. Die Öffnung der Messe für die gesamte Bettenbranche scheint sich somit in Göttingen auszuzahlen.

Wer den MZE kennt, der weiß, dass seine Mitglieder auch zu feiern verstehen. Am Sonntagabend lud der Verband darum alle Messeteilnehmer, ob Aussteller oder Besucher, zur musikalischen Abendveranstaltung ein. Es gab Leckeres vom Buffet, umrahmt wurde die Feier von der Musikgruppe "Rest of the Best". Sie hatte bereits auf der MZE-Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr für gute Stimmung gesorgt und konnte auch in Göttingen wieder die Halle rocken. Damit die Gäste ihr Auto stehen lassen konnten, hatte der Verband fürsorglich einen Busshuttle organisiert, der den gesamten Sonntag bis spät in die Nacht zwischen den Messehotels und Lokhalle pendelte.

Fasst man das Stimmungsbild der Messeteilnehmer zusammen, ist dem MZE mit dem Messe-Park eine gute Veranstaltung gelungen, auf der man in den nächsten Jahren aufbauen kann. 2016 findet der Messe-Park noch etwas früher statt, am 5. und 6. Juni.

aus Haustex 07/15 (Marketing)