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Kommentar von Jochen Lange

Marketing-Aussagen allein reichen nicht


Unilin bewirbt seine neuen Vollvinyl-Designbeläge zum Klicken aus eigener, belgischer Produktion mit vielen Superlativen. Alle Schwachstellen der bisher verfügbaren, vergleichbaren Produkte habe man mit den "LVT der neuesten Generation" behoben. Gleichzeitig wird die Ware des Wettbewerbs in ein ungünstiges Licht gerückt. Es werden Aussagen getroffen wie:

-"Unser Klick-System ist das stabilste auf dem Markt",
-"Viele andere Vinyl-Böden haben einen ,Plastik-Look’",
-"Die Qualität der Produkte aus Asien lässt oft zu wünschen übrig",
-"Viele Klick-Böden aus asiatischer Produktion erweisen sich im Bereich Stabilität als unzureichend".

Das sind kernige Töne.

Als Garant der angepriesenen Überlegenheit führt Unilin sein neues Produktionsverfahren ins Feld. Aber anstatt es - wie die europäischen Wettbewerber - zur kompletten Besichtigung freizugeben, hält das Unternehmen die entscheidenden Prozess-Schritte wie Laminierung, Abkühlung und Prägung, welche die Überlegenheit begründen sollen, gänzlich im Verborgenen.

Mit zahlreichen Produkttests (hier auf der Domotex 2015), unter anderem in Bezug auf die Stabilität der Klick-Verbindung und die Reinigungseigenschaften, präsentierte Unilin seine "LVT der neuesten Generation".

Um die Güte der eigenen Produkte zu beweisen, werden der Branche stattdessen eine Vielzahl von Belastungstests vorgeführt. Verglichen werden anonyme Wettbewerbs-Produkte mit den eigenen. Aus den Tests geht die Unilin-Ware stets als "Sieger" hervor. Das reicht aus meiner Sicht nicht, um bereits heute fundierte Aussagen treffen zu können über die tatsächliche Qualität der neuen Designbeläge von Unilin.

jochen.lange@snfachpresse.de

aus BTH Heimtex 09/15 (Bodenbeläge)