Werkhaus
Domotex Shanghai 2018 Branchen-Planer

Artikel-Archiv


EFWEX, 13.–15. März 2016 in Gent

Es gibt wieder Messe-Leben nach der Europarket


Mit ihrer zweiten Auflage nach 2014 will die European Floor & Wall Exhibition - kurz EFWEX -als Nachfolgerin der Messe Europarket der Benelux-Region neues Bodenmesse-Leben einhauchen. Vom 13.-15 März 2016 zeigt die Veranstaltung in Gent (Flandern) eine Übersicht des Marktangebots an Böden, Terrassen und Fassadenverkleidung aus Holz, aber auch Verbundstoffe wie WPC, Laminat und verschiedene Komposite. Daneben erhalten auch Linoleum, LVT und Bodenbeläge von der Rolle reichlich Platz. Komplettiert wird die Messe mit Anbietern von Verlegewerkstoffen, Zubehör und Werkzeug.

Nachdem die Europarket gescheitert war, sei nach Meinung vieler eine Lücke entstanden, die von existierenden, regionalen Initiativen nicht annähernd ausgefüllt werden konnte. Die EFWEX 2016 soll eine Messe sein, die sich sehr intensiv auf den Bodenbelagsmarkt konzentriert. Dass dieses Event in Belgien stattfindet, sehen die Veranstalter als ein Plus. "Hier schlägt das Fußbodenherz Europas", lautet ihr Argument. "Massenandrang wird nicht erwartet, dafür aber Besucher mit hohem Niveau, Projektentwickler, Entscheider und Fachleute." Und Standinhaber der Auftaktveranstaltung vor zwei Jahren werden mit den Worten zitiert: "Wir sind zuversichtlich, dass die Messe wachsen wird. Schließlich gibt es keine Alternativen mehr."

Aussteller erwarten Besucher aus dem In- und Ausland

Einige der Aussteller wünschen sich, dass sich die internationale Dimension bei der zweiten Messe-Ausgabe vergrößert. In dieser Hinsicht sind etwa bei Devomat Industries die Ziele hoch gesteckt. "Die erste Messe war eine Premiere. Jetzt möchten wir unsere Marke auch international stärken", erklärt Vorstandsmitglied Joeri Vervoort.

Manche Firmen kommen aber auch nur, um den belgischen Markt zu erschließen, ihre Position dort zu festigen oder zu stärken. Beispielsweise Eric Van Est von Wood Sensation. Er hatte zwar nicht an der ersten Messe teilgenommen, war aber zum Sondieren gekommen. Für 2016 ist er mit von der Partie. "Unsere Firma befindet sich im Aufbau. Da brauchen wir die Aufmerksamkeit des belgischen Marktes. Kürzlich haben wir an der Messe in Gorinchem teilgenommen, die sich aber nur an den niederländischen Markt richtet. Die Europarket war breiter angelegt, auch was Zielgruppen und Herkunftsländer anging. Die EFWEX ist ein würdiger Nachfolger."

European Floor & Wall Exhibiton
Aussteller Bona kommt in erster Linie mit dem belgischen Markt im Blick nach Gent.

Auch die Bona hat in erster Linie den belgischen Markt im Blick. "Wir wissen zwar, dass auch Besucher aus Frankreich, England und den Niederlanden da sein werden. In den meisten Ländern sind wir aber bereits präsent." Auf der EFWEX will Bona seine bestehenden Kontakte im nationalen Markt festigen und neue knüpfen. Erklärtes Hauptziel der Messeteilnahme ist es, die Wahrnehmung der Produkte bei den Besuchern zu steigern.

Natürlich interessieren sich nicht nur ausländische Firmen für den belgischen Markt. Kerkhofs, seit 22 Jahren eine feste Größe in der Parkettbranche Belgiens, will seinen Bekanntheitsgrad im eigenen Land weiter steigern. Das Unternehmen ist auf Paneel- und Kassettenböden sowie klassisches Mosaikparkett spezialisiert. Bisher wurden gut 60 bis 70 % des Umsatzes im Ausland erzielt. "Nun möchten wir wieder unseren Heimatmarkt ansprechen. Die EFWEX 2016 bietet dafür unserer Meinung nach eine ausgezeichnete Gelegenheit ."

Für FloorConcepts schließlich ist die Messe eine "andere" Art, Kunden zu treffen. "Hier kommt der Kunde zu uns hin, während es übers Jahr andersherum ist", sagt Anthony Denoyel. Er rechnet mit mehr Publikum als bei der ersten Ausgabe. Denoyel interessiert sich weniger für Besucher aus dem Ausland, da sein Unternehmen Verlegeprodukte von Woca und Stauf exklusiv für den belgischen Markt anbietet. Eher freut er sich über die interne Wirkung der Parkettmesse. "Belgien ist ein kleines Land mit relativ viel Parkett. Das macht unseren Markt sogar ein wenig zu einem Gradmesser für Europa."

aus ParkettMagazin 01/16 (Wirtschaft)