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Wülfing

Investitionen in fortschrittliche Techniken


Borken. Die Wülfing-Geschäftsführer Johannes Dowe und Josef Kölker zeigten sich schon im letzten Jahr, als bekannt wurde, dass die Heimtextil künftig am Dienstag beginnen würde, mit dieser Entscheidung sehr einverstanden. Ihre Erwartungen wurden dann auch in diesem Jahr erfüllt: "Die gesamte Messe wird dadurch entzerrt. Und da man nun etwas mehr Zeit für die Besucher und Kunden hat, ist die Stimmung insgesamt entspannter", urteilten die beiden. Bemerkenswert fand Kölker, dass diesmal relativ wenige Besucher bereits am Vortag der Messe bei Wülfing aufschlugen, was in den letzten Jahren doch recht häufig der Fall war. Das muss ja auch nicht das Schlechteste sein.

Entspannt war die Geschäftsführung auch im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung von Wülfing: "Das Jahr war gut für uns, wir haben es mit einem erfreulichen Umsatzplus von rund sechs Prozent abschließen können. Wir sind darum insgesamt nicht unzufrieden", resümierte Kölker.

Ein großes Projekt war im vergangenen Jahr die Integration von Kock und dessen Bettwäsche-Marke Schloss Holte. Dies sei dem Unternehmen rückblickend gut gelungen, so Kölker. Speziell die Marke Schloß Holte mit ihren hochwertigen Jacquard-Geweben hat unternehmensübergreifend zwei positive Effekte bewirkt. Zum einen hat der hohe Qualitätsgedanke dieser Marke das Unternehmen Wülfing als Ganzes inspiriert und nach oben gebracht. Zum anderen hat die für Wülfing bis vor kurzem nicht angewendete Jacquard-Technologie dem Unternehmen auf der Produktseite einen Push gegeben. Ganz abgesehen davon, dass es Wülfing gelungen ist, den Umsatz der Marke Schloss Holte mit einer kleinen, aber feinen Kollektion leicht zu steigern. Als Premium-Marke neben der Dormisette-Kollektion bietet sie nach eigenen Aussagen Luxus zu erschwinglichen Preisen.

Als Ergebnis der technischen Synergieeffekte stellte das Unternehmen auf der Heimtextil erstmals eine besonders weiche Bettwäsche in Jacquard-Flanell als Soft-Cotton-Jacquard vor. Eine Qualität, die in dieser Form in Deutschland nur von Wülfing angeboten werden könne, betonte Dowe nicht ohne Stolz. Das ursprünglich für den ausländischen Markt konzipierte Produkt kam auf der Messe so gut an, dass es nun auch der deutsche Handel beziehen kann.

Wilh. Wülfing GmbH & Co. KG
Wülfing kam mit einem Umsatzplus von rund sechs Prozent im vergangenen Jahr nach Frankfurt.

Bezogen auf die Erwartungen für die kommenden Monate geben sich die beiden Geschäftsführer relativ entspannt. Man wisse natürlich nie, welche Ereignisse dieses Jahr prägen werden, aber grundsätzlich stünden die wirtschaftlichen Vorzeichen für eine weiter positive Entwicklung der Gesamtwirtschaft nicht schlecht, so Kölker.

Innerhalb des Unternehmen habe man jedenfalls seine Hausaufgaben erledigt, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen. Damit bezieht man sich auf erhebliche Investitionen, die Wülfing in den letzten zwei Jahren in der Weberei realisiert hat. Und auch in diesem Jahr wird man in neue Webtechnik investieren, kündigte Dowe an. Durch die Investitionen in die Produktion sei es dem Unternehmen gelungen, sich in der Produktivität und Flexibilität weiter zu verbessern. Das habe sich in der Vergangenheit als sehr segensreich herausgestellt, sind sich Kölker und Dowe einig.

aus Haustex 02/16 (Wirtschaft)