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Fassaden

Keine Angst vor Ablaufspuren


Immer wieder, aber hauptsächlich im Frühjahr und Herbst, tauchen an Fassadenflächen kurze Zeit nach der Beschichtung Ablaufspuren auf, die sich auch über angrenzende Bauteile und Fenster erstrecken können. Dies hat eindeutige Ursachen: Unmittelbar nach Fertigstellung des Beschichtungsauftrags können insbesondere in den Nacht- und Morgenstunden hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Regen wasserlösliche Bestandteile aus dem Anstrich lösen. Das sind beispielsweise Tenside, Emulgatoren oder andere Additive, die in den Beschichtungsstoffen benötigt werden, um Eigenschaften wie Lagerungs- und Verarbeitungsfähigkeit oder Trocknungsverlauf zu unterstützen. Diese Bestandteile werden erst auf der abgetrockneten Oberfläche und dann als farblose, glänzende Ablaufspuren sichtbar. Die etwas klebrige Spur bindet dazu auch noch Staubpartikeln und wird so auf der "neuen" Fassadenfläche immer auffälliger.

Nachträgliche mehrfache Beregnung wäscht die Laufspuren aus immer noch wasserlöslichen Bestandteilen aber wieder restlos ab. Qualität und Haltbarkeit des Anstrichfilmes werden durch diesen Vorgang nicht beeinträchtigt.

Aber Achtung: Sollten die Flächen aus optischen Gründen trotzdem neu beschichtet werden, ist ein Abwaschen dieser Ablaufspuren vor der Neubeschichtung zwingend notwendig, da sie sich sonst an der Oberfläche immer wieder abzeichnen werden.


Roberto Bongiovanni, Zero-Lack

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