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Fachhandelsumfrage Teppichboden Teil 1

Vorwerk durchdringt den Markt


87 % der klassischen Raumausstatter und Fachhändler in Deutschland führen Teppichboden von Vorwerk. Dieser beeindruckenden Marktdurchdringung am nächsten kommen Weseler/Tretford auf Rang zwei sowie Infloor/Girloon und Object Carpet auf dem dritten Platz.

Fast jeder klassische deutsche Raumausstatter und Fachhändler hat sie - eine oder mehrere Teppichboden-Kollektionen von Vorwerk. In Zahlen ausgedrückt sind das 87 % der 152 Befragten im exklusiven Kundenbarometer Teppichboden 2016 des Marktforschungsinstituts United Research im Auftrag von BTH Heimtex. Der Schwerpunkt der Befragung liegt auf kleineren Unternehmen: 85 % gaben an, weniger als zehn Mitarbeiter zu beschäftigen. Im Vergleich zum letzten Mal legen die Hamelner satte 17 Prozentpunkte zu und bauen den seinerzeit knappen Abstand zu Weseler/Tretford, die erneut auf dem zweiten Platz (76 %) stehen, deutlich aus.

Die Schwesterunternehmen Infloor und Girloon können ihre Marktdurchdringung auf hohem Niveau halten (66 %). Auf den gleichen Verbreitungsgrad kommt Object Carpet - und kann sich über eine deutliche Verbreiterung der Präsenz im Markt um 16 Prozentpunkte freuen. Ebenfalls hinzu gewinnen die Dura (63 %), Jab Anstoetz (59 %), Balta/ ITC (47 %) sowie Associated Weavers (43 %). Allein Anker verliert leicht von 54 auf 51 %.

Hervorzuheben ist, dass auch Nordpfeil und Fletco zulegen können. Die Fachhandelskunden der ehemaligen Norddeutschen Teppichfabrik bleiben trotz anfänglich großer Skepsis nach der Übernahme durch Vorwerk und der mittlerweile angekündigten Zusammenlegung der beiden Werke in Hameln der Marke Nordpfeil (63 %) treu.

Die mit 47 % relativ hohe Marktverbreitung von Fletco ist ebenfalls nicht selbstverständlich. Der Branchenkenner und ehemalige Vorwerk-Mann Ulrich Marski rührt für die Dänen seit einigen Jahren als Vertriebsleiter die Werbetrommel in Deutschland - mit Erfolg.

In diesem Jahr haben wir nicht nur die Marktbedeutung des Großhandels separat abgefragt, sondern erstmals auch die Verteilerfunktion der Einzelhandelskooperationen. Beide sind nach wie vor wichtige Bezugsquellen für Teppichboden des klassischen, kleineren Raumausstatters und Fachhändlers. 68 % gaben an, sich über Grossisten mit dem textilen Produkt beliefern zu lassen - eine deutlicher Anstieg binnen Jahresfrist um 17 Prozentpunkte. Bei Kooperationen kaufen 63 % der Befragten ihren Teppichboden.

Bei welchen Anbietern von Teppichboden kauft der Fachhandel ein?
Hilft die Teppichfliese im Wohnbereich?

Werden Sie mit Hilfe von Teppichfliesen und -planken, die im Objekt erfolgreich sind, in Zukunft auch wieder mehr textile Bodenbeläge für den Wohnbereich verkaufen können? Vor zwölf Monaten verneinte die große Mehrheit (77 %) diese Frage. Aktuell zeigt sich rund die Hälfte (46%) der Fachhändler optimistisch und geht davon aus, dass sie mit Hilfe modularer Produkte auch im Wohnbereich wieder mehr textile Bodenbeläge verkaufen kann. Ein Lichtblick für die gebeutelte Produktgattung

jochen.lange@snfachpresse.de


BTH Heimtex / United Research-Handelsumfrage
Panel und Methodik

Das BTH Heimtex/United Research-Kundenbarometer Teppichboden wird in zwei Schritten durchgeführt. Zuerst wird erfragt, bei welchen Anbietern von Teppichboden die Raumausstatter und Fachhändler einkaufen. Diese Befragung erfolgt gestützt, aber offen. Die Fachhändler können also weitere Lieferanten zu den von BTH Heimtex vorgegebenen Unternehmen nennen.

Im zweiten Schritt bewerten die Befragten acht Lieferanten von Teppichboden im Detail. Für jedes Unternehmen werden 13 Kriterien abgefragt und Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) vergeben. Darunter sind objektiv messbare wie die Lieferschnelligkeit, aber auch subjektiv empfundene wie der Sympathiewert. Aus den Antworten hat das Hamburger Befragungsinstitut United Research eine Durchschnittsnote für das jeweilige Kriterium errechnet, die die Reihenfolge der Lieferanten bestimmt.

Im Mai 2016 wurden 152 klassische Fachhändler und Raumausstatter befragt, im Norden und Süden, im Osten und Westen der Republik. 85 % von ihnen beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter. Nicht in die Befragung eingeschlossen sind Filialisten, Großhändler und Kooperationszentralen sowie Anbieter auf Großflächen wie Discounter oder C+C-Betriebe.

aus BTH Heimtex 07/16 (Bodenbeläge)