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ABK lanciert Max

Erste Online-Matratze eines Fachhandelsverbandes


Gütersloh. Alle reden über die Universalmatratzen der Start-ups, die aktuell den Markt aufmischen. Mit Max kommt Mitte Oktober ein weiteres Produkt hinzu, das nach dem One-fits-all-Prinzip die gesamte Familie als Zielgruppe ansprechen soll. Das Besondere: Hinter dem reinen Online-Produkt steckt mit der ABK ein Verband für den stationären Fachhandel.

Die Stärke unseres Verbandes war und ist es, dass wir immer mit offenem Visier und aktiv auf die Entwicklungen am Markt zugegangen sind. Wir haben nie gewartet, bis sie uns überrollen", erklärt ABK-Geschäftsführer Thomas Fehr, der auch die Geschicke des ABK-Ablegers BKM leitet, über den Max vertrieben wird.

Damit "beschreiten erstmals erfahrene deutsche Matratzenmacher aus dem Bereich der klassischen Vertriebskanäle den Weg auch in den Online-Markt", heißt es in der Pressemitteilung zum Verkaufsstart von Max. "Parallel zu den von ihnen ebenfalls forcierten Premium-Matratzen im Bettenfachhandel mit individueller Ausrichtung, gehen sie damit konsequent den Weg der Marktanpassung."

Fehr sieht keinen Widerspruch zwischen Onlineverkauf und stationärem Handel: "Wir müssen mit den Gegebenheiten unserer Zeit offensiv agieren. Es geht ja nicht nur darum, dass der Kunde zu uns findet, sondern auch darum, dass wir zum Kunden kommen." Und der stößt im Netz mittlerweile auf eine Reihe weiterer Anbieter wie Casper, Muun, Eve oder Emma.

Soll man den neuen Unternehmen einfach den Markt überlassen - oder sich vielleicht selbst ein Stück des Kuchens sichern? Deutlich scheint, dass die neuen Anbieter vor allem Discountern und Großfläche Marktanteile streitig machen, den Premium-orientierten Fachhandel aber nur mittelbar tangieren. Warum also nicht selbst mitmischen? Zur Motivation sagt Fehr: "Wir wollten diesem neuen Geschäftsmodell nicht tatenlos zusehen." Er sei sicher, dass die ABK mit "Max" die beste Matratze in dieser Preislage im Vergleich zu allen Wettbewerbsprodukten entwickelt habe (siehe auch Interview).

ABK Einkaufsverband GmbH & Co. KG
ABK lanciert Max
ABK Einkaufsverband GmbH & Co. KG
Drei bis vier Werktage Lieferzeit werden versprochen, die Matratze kommt im Karton zum Kunden.
ABK Einkaufsverband GmbH & Co. KG
Max: Die niversalmatratze der ABK

Drei schadstofffreie Schaumlagen bilden Max:

1) Eucafeelschaum (4 cm, RG 45), der aufgrund seiner patentierten Schaumstruktur als sehr atmungsaktiv und besonders formbeständig und deshalb als für Bauchschläfer bestens geeignet beschrieben wird.

2) Ein softiger und hochwertiger Viscoschaum
(4 cm, RG 50) als Zwischenschicht für ein
körpergerechtes Einsinken.

3) Qualitativ hochwertiger Kaltschaum (RG40), der die Matratze besonders kompakt macht und auch schweren Personen nach Jahren einen optimalen Schlafgenuss bieten soll. Einschnitte in der Schulterzone sollen auch Personen mit einer ausgeprägten Schulter eine gute Körperanpassung ermöglichen

In allen drei Schichten sollen Sojaextrakte für ein natürliches Schlafklima sorgen. Der Matratzenkern ist mit einem sehr strapazierfähigen, abnehmbaren Oberstoff bezogen, der bei 40 Grad gewaschen werden kann und garantiert antimonfrei ist. Er besteht aus atmungsaktiver Klimafaser. Sein Elasthananteil sorgt für sehr gute Formbeständigkeit.

Die Seiten- und Unterstoffe bestehen aus formbeständigem und hochwertigem Möbelstoff. Die Griffe an den Stirnseiten sollen ein einfaches Handling ermöglichen und der Antirutschbezug auf der Unterseite dafür sorgen, dass die Matratze auf jedem Untergrund sicher liegt.

Aus dem Bereich der Fachhandelsverbände ist die BKM damit die erste Organisation, die ein umfassendes Produktkonzept in Sachen Universalmatratze an den Markt bringt. Hierfür wurden eigene online-Portale und Kommunikationsplattformen aufgebaut, wo Max mit einer eigenen Familienstory auf der Website www.max-matratze.de inszeniert wird. Auch die Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, Pinterest, Googleplus und Youtube werden bespielt: "All das ist derzeit in Planung. Da werden wir in Zukunft auch noch viel aktiver werden", sagt Thomas Fehr.

Doch was genau wird eigentlich vermarktet? "Reduce to the max" - weniger ist mehr lautet der Anspruch. Die Schaumstoffmatratze (siehe Kasten) soll möglichst vielen Körperformen und Gewichtsklassen gerecht werden. "Entstanden ist ein Produkt, das von der Entwicklung über die Herstellung bis zur Verpackung ausschließlich in Deutschland produziert wird", heißt es hierzu. Mit Max sollte "eine qualitativ hochwertige, absolut schadstofffreie und ergonomisch perfekte Matratze zu besonders günstigen Preisen" an den Markt gebracht werden. Zu haben ist das Produkt in allen gängingen Größen.

Im Blick haben Fehr und sein Unternehmen nicht zuletzt den jungen, online-affinen Markt. Drei bis vier Werktage Lieferzeit werden versprochen, zudem gibt es eine Garantie von zehn Jahren sowie ein 100-Nacht-Probeliegen. Passend zur Matratze wird den Kunden ein Kissen aus patentiertem Eucafeel-Schaum angeboten.

Wie bei den anderen Start-ups auch wird Max ausschließlich online vertrieben, online bestellt und im Karton per Post an den Kunden ausgeliefert. Damit setzt sich BKM bewusst von der kundenorientierten Beratung des stationären Fachhandels ab. Die schier unendliche Vielfalt unterschiedlicher Matratzentypen führe beim Verbraucher zuweilen zu Orientierungslosigkeit: "Inzwischen macht eben gerade die so oft von Kunden gewünschte Vielfalt den Auswahl- und vor allem den Entscheidungsprozess für manche zu einem anstrengenden Einkaufserlebnis." Thomas Fehr und die Seinen sind sicher: "Junge Familien, Singles und Paare werden mit Max ein Produkt entdecken, das endlich geeignet ist, einen längst überfälligen Erneuerungsprozess einzuleiten: Alt raus, Neu rein!"

aus Haustex 10/16 (Wirtschaft)