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Ausbildungsbetrieb Pielot Parkett aus Hamburg

Hochwertige Objekt-Referenzen überzeugen Kunden und Azubis

Kunden und Ausbildungssuchende haben viel gemeinsam, besonders wenn es um die Auswahl eines Fachbetriebs im Parkett-legerhandwerk geht. Frank Pielot, Obermeister der Landesinnung für Parkett- und Fussbodentechnik Hamburg, versteht es mit attraktiven Bildern für die Handwerksleistung und Kompetenz bei Pielot Parkett Werbung zu machen.

Website, Showroom, Bildband - damit zeigt Pielot, was für ein wunderbares Material Parkett ist. Dieses Gefühl vermittelt auch Dorte Pielot Schülern der nahe gelegenen Haupt- und Gesamtschulen, wenn sie zu ihnen in den Unterricht kommt. Das Berufsbild des Parkettlegers ist vielen unbekannt. Interessiert blättern sie im Bildband von Pielot Parkett und betrachten die gelungenen Aufnahmen von Räumen, in denen hochwertige Parkettböden verlegt sind. Dabei sind Beispiele aus dem Hotel Vierjahreszeiten, dem Lighthouse in der Hafencity, aber auch exklusive Privatwohnungen mit puristisch-modernem Interieur oder historisch aufgearbeitetem Tafelparkett. Wie sich ein Parkettstab mit glatter oder strukturierter Oberfläche in der Hand anfühlt und wie sich die Farbe der Maserung von teils exotischen Holzarten mit Licht und Oberflächenbehandlung verändern, erleben fast alle zum ersten Mal. Über diese Werbung und über Empfehlung im Freundeskreis bewerben sich dann die Praktikanten bei Pielot Parkett.

Im Praktikum trennt sich die Spreu vom Weizen, denn handwerkliches Geschick und vor allem Leistungswille sind das Auswahlkriterium von Parkettlegermeister Frank Pielot. Er ist bestrebt, jedes Lehrjahr mit zwei Auszubildenden zu besetzen. So ist die Chance gegeben, nachhaltig Mitarbeiter zu gewinnen. Pielot würde sich auch über eine weibliche Auszubildende freuen. Eine Chance sieht er für das Handwerk auch bei der Integration von Asylbewerbern. Doch bisher scheitert er mit seinem Angebot meist an bürokratischen Hürden.

Nachfolge regeln

Aktuell sind unter den fünf Auszubildenden im Betrieb auch zwei seiner Söhne. Lukas im zweiten Lehrjahr macht parallel ein duales Studium am Elbcampus und Vincent hat im ersten Lehrjahr begonnen. Sie hatten freie Berufswahl, erklären die Eltern. "Falls sie wollen und in der Lage sind, den Betrieb selbständig zu führen, bin ich gern bereit, das Ruder abzugeben und mir ein anderes Aufgabenfeld aufzubauen," sagt Pielot, der mit seinem Bruder zusätzlich den Eventort HamburgEscape betreibt. Besucher werden in einen Raum eingeschlossen und müssen verschiedene Rätsel lösen, um innerhalb einer Stunde den Raum zu verlassen. Pielot liebt es, neue Rätsel zu entwickeln.

Als Innungsobermeister der Parkett- und Bodenleger in Hamburg und als Sachverständiger hat er noch zusätzliche Aufgaben. "Die Kombination ist nicht schlecht," erklärt er mit einem Augenzwinkern. Kommt er im Schadensfall zu Handwerkern, empfiehlt er ihnen den Beitritt zur Innung. Seine Argumente: Der Schaden ist teurer als der Innungsbeitrag und dort gibt es die fachliche Beratung kostenlos. Zudem bringen der Austausch mit Kollegen und die Teilnahme an Fachexkursionen Vorteile. 60 Mitglieder zählt die Hamburger Innung derzeit.

Akzentos: Vier Betriebe und ein Showroom

Pielot Parkett hat sich auf die Verlegung, den Verkauf und die Renovierung von Parkett spezialisiert. Zu 90 % sind die 8 Mitarbeiter im Privatkundenbereich sowie im gehobenen Objektbereich, in Hotels oder Büros in Hamburg und Umland unterwegs. Um bei den Kunden Synergieeffekte zu nutzen, hat sich Pielot 2009 mit drei weiteren Gewerken zu der Kooperation Akzentos zusammengeschlossen.

Frank Pielot setzt auf hochwertige Objekt-Referenzen, um Kunden und Auszubildende für sich zu gewinnen.
Die gewerkeübergreifende Kooperation Akzentos unterhält einen gemeinsamen Showroom zentral in Hamburg. Die vier Unternehmen sind eigenständig, machen aber gemeinsame Fahrzeugwerbung.
Insgesamt fünf Auszubildende hat der Innungsobermeister aktuell. Im 2. Lehrjahr David Lauber und seinen Sohn Lukas, der ein duales Studium am Elbcampus mit seiner handwerklichen Ausbildung verbindet.
Solche Referenzen ziehen den Blicke auf sich: Das Lighthouse in der Hafencity kennen viele Hamburger.

Akzentos sind Pielot Parkett, Fußboden Götze mit Bodenbelägen außer Parkett, Ulrich Holz mit keramischen Fliesen und Naturstein sowie Malerei Marzio mit exklusiver Wandgestaltung. Zentral in Hamburg haben sie sich 2012 einen gemeinsamen Showroom mit 400 m2 auf zwei Ebenen eingerichtet. Auf der Fläche eines ehemaligen Möbelhauses gegenüber dem Einkaufszentrum Hamburger Meile finden die Kunden nun alles für Boden und Wandgestaltung. Ein Ansprechpartner, der auch für die anderen Gewerke mit berät, ist immer vor Ort. Geht es in die Tiefe, wird ein Termin mit dem jeweiligen Partner vereinbart.

Auch auf der Baustelle funktioniert das Empfehlungsmarketing. Beim Renovieren ist meist der Boden oder die Wand fällig. Bei gemeinsamen Aufträgen werden die Schnittstellen von den Beteiligten koordiniert. Die Rechnungslegung erfolgt getrennt. Die vier Betriebe sind trotz einheitlicher Fahrzeuggestaltung und einer gemeinsamen Website eigenständig.

Bilder statt Worte

Der eigene Internetauftritt von Pielot Parkett ist umfangreich und informativ. Hier kann sich der Kunde vorab intensiv mit Parkett beschäftigen und lernt Marken und Oberflächen kennen. Mosaikparkett, Stabparkett und andere Begriffe werden ebenfalls ausführlich und mit vielen Bildern beschrieben. Wichtige Hinweise enthält auch das Untermenü "Warum sie besser uns wählen sollten". Hier klären Bilder statt Worte auf. Mit Schadensbildern aus seiner Sachverständigentätigkeit zeigt Pielot deutlich, wie unterschiedlich Problemlösungen bei Handwerkern mit weniger Sachkenntnis ausfallen können.

Im Netz ist auch die Adresse des zweiten Standorts zu finden. Wer es näher nach Apensen bei Buxtehude hat, kann sich auch dort in der Parkett-Ausstellung von Pielot beraten lassen. Seine Hauptaufgabe im Verkauf sieht Pielot darin, den Kunden zu überzeugen, dass er das Geld für einen hochwertigen Parkettboden ausgeben will. Allerdings müssen Bodenbelag und Nutzer zusammenpassen. "Wer keinen Kratzer auf dem Boden erträgt, ist bei Parkett falsch," sagt der Beratungsprofi und offeriert dem Kunden dann das Bodenbelagsprogramm eines Kooperationspartners. Fragt man ihn, wie Parkett wieder zu mehr Marktanteil verholfen werden kann, dann ist seine Antwort einfach: Werbung. "Der Kunde kauft, was er in der Werbung sieht. Wenn "Schöner Wohnen" Landhausdielen zeigt, wird das Produkt nachgefragt, dann ist ein Trend spürbar." Im Moment sieht Pielot in Prospekten oft großformatiges Fischgrät. "Mal sehen, ob es zum Trend wird."

Pielot Parkett im Überblick
Pielot Parkett
Humboldtstraße 9
22083 Hamburg
Tel.: 040 / 6 48 17 35
info@pielot-parkett
www.pielot-parkett.de

Geschäftsführer: Frank Pielot
Gründung: 1990
Geschäftsfeld: Verlegung, Verkauf und Renovierung von Parkett
Mitarbeiter: 8, davon 5 Azubis
Fuhrpark: 6 Kleintransporter
Showroom: Fruchtallee 24, 21641 Apensen

aus FussbodenTechnik 06/16 (Handwerk)