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ISP Herbstversammlung mit Rekordbeteiligung

Der Schweizer "Parkett-Papst" übergibt an seinen Nachfolger


Die traditionelle Herbstversammlung der Interessengemeinschaft der Schweizer Parkettindustrie (ISP) in Lenzburg stand vor allem im Zeichen der Stabübergabe des abtretenden Geschäftsführers Bernhard Lysser an seinen Nachfolger Mark Teutsch. Weitere Themen waren Technikfragen und strukturierte Parkettoberflächen.

Einer Rekordbeteiligung von 167 Mitgliedern erfreute sich die diesjährige Herbstversammlung der Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie (ISP), die in Lenzburg stattfand. Der Tagungsraum im Hotel Krone war bis auf den letzten Platz gefüllt. Lag es am Programm - oder nicht vielmehr am Respekt für den scheidenden Geschäftsführer Bernhard Lysser? Der profilierte, charismatische ISP-Frontmann hat die eidgenössische Parkettgemeinschaft über 25 Jahre lang geprägt und in vielen Bereichen weitergebracht. Stets wusste er Kompetenz und seinen reichen Erfahrungsschatz mit Humor und Zugewandtheit zu verbinden, nie kam der "erhobene Zeigefinger" zum Einsatz. Künftig will er kürzer treten, der Branche jedoch im Teilzeitpensum als Gutachter und Referent weiterhin erhalten bleiben. Das Publikum würdigte den unprätentiösen, sympathischen "Parkettpapst der Schweiz" verdient mit Standing Ovations.

Sein Nachfolger Mark Teutsch, Jahrgang 1979, ist Holzingenieur FH, dreisprachig und war zuletzt Geschäftsführer der Parqueterie Les Breuleux. Damit bringt er beste Voraussetzungen für die technische und administrative Leitung des Verbandes mit.

ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie
Mit einem selbst hergerichteten Stück Schwemmholz als Stab übergab Bernhard Lysser die Geschäftsleitung der ISP an Mark Teutsch.

Über die Personalien hinaus war ein großer Teil der Veranstaltung technischen Themen gewidmet, unter anderem strukturierten Parkettoberflächen. Bei den Ständen der Unternehmen Derendinger, Brauchli und Profloor konnten Interessierte den aktuellen Status der Maschinentechnik für die Bearbeitung von strukturierten Oberflächen auf Baustellen erfahren. Hervorgehoben wurde die Möglichkeit, gefaste Parkettböden nach einem Renovierungsschliff nachzufasen. Auch eine spezielle Methodik zum Bürsten von geschliffenen Parkettböden kam zur Sprache. Dazu gab es praktische Tipps, zum Beispiel wie sich Oberflächenverschmutzungen verhindern lassen, in dem die Räder einer Einscheiben-Maschine mit herkömmlichen Duschhauben abgedeckt werden.

Bernhard Lysser berichtete über die Expertisentätigkeit der ISP. Die Gutachter des Verbandes befassten sich in den ersten Monaten 2016 vor allem mit Beratungen und Bauabnahmen, Verarbeitungsfehlern sowie unsachgemäßer Reinigung und Pflege von Parkettböden. Außerdem wurden zwei neue Merkblätter präsentiert, Nr. 39 "Estrichoberflächenanforderungen für die vollflächige Parkettverklebung" und Nr. 40 "Parkett im Spital-, Heim- und Pflegebereich" sowie die neuen SIA Normen 414/1 und 414/2 "Allgemeine Maßtoleranzen im Hochbau".

aus Parkett Magazin 06/16 (Wirtschaft)