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Orgatec 2016 – Gastbeiträge

Niedriger Geräuschpegel in großen Büros


Volker Kniess, Leiter Verkaufsinnendienst und mitverantwortlich für das strategische Marketing bei Objektteppichboden-Spezialist Toucan-T, zu Anforderungen und Lösungen hinsichtlich der Akustik in modernen Großraumbüros.

"In der Vergangenheit haben Unternehmen das Augenmerk darauf gelegt, ihre Produktionsabläufe so effizient wie möglich zu organisieren. Wettbewerbsvorteile durch Rationalisierungseffekte sind deswegen heute in diesen Bereichen häufig ausgereizt.

Der Fokus hat sich auf die Optimierung der Büro- und Arbeitsfläche verlagert. Hier herrscht ein Trend von kleinen Büros hin zu großflächigen Open Space-Lösugen. Das Ergebnis sind Großraumbüros, die eine intensive Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen ermöglichen. Die Organisation der Arbeit ist flexibel und es lassen sich unterschiedliche Arbeitsformen kombinieren. Viele unserer Kunden wollen bei der Gestaltung dieser Büroflächen die Flächeneffizienz erhöhen und bessere Kommunikationsmöglichkeiten für die Mitarbeiter erreichen.

Bedingt durch den Einsatz schallharter Materialien wie Glas, Stahl und Beton lässt die Raumakustik aber häufig zu wünschen übrig und ist deswegen seit einigen Jahren ein zentrales Problem im Bürosegment. Ein störungsfreies Arbeiten ist durch den hohen Geräuschpegel nicht immer möglich.

Eine Umfrage unter Mitarbeitern in Großraumbüros in Großbritannien, Frankreich und Deutschland brachte alarmierende Ergebnisse: 96 % fühlen sich durch Geräuschquellen gestört; 80 % haben ihre Vorgesetzten schon mindestens einmal auf lärmbedingte Einschränkungen hingewiesen. Die größten akustischen Beeinträchtigungen entstehen unter anderem durch laute Kollegen und Telefongespräche.

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Volker Kniess: "Schlechte Akustik im Großraumbüro wirkt sich negativ auf die Motivation der Mitarbeiter und die Zusammenarbeit aus."

Die Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass sich diese Problematik negativ auf die Motivation der Mitarbeiter niederschlägt. Sie wirkt sich ebenfalls negativ auf Kunden aus, die frustriert sind, wenn sie sich mehrmals wiederholen müssen. Schlechte Akustik beeinträchtigt zudem die Zusammenarbeit verschiedener Teams. Die geringere Produktivität führt zu verminderter Wettbewerbsfähigkeit. Das steht im eklatanten Widerspruch zu den oben beschriebenen Gründen, aus denen sich Unternehmen überhaupt erst für Open Space-Flächen entscheiden.

Vor diesem Hintergrund ist die akustische Optimierung der Büros von entscheidender Bedeutung für die Planung. Als Hersteller von Teppichböden beschäftigen wir uns mit der akustischen Optimierung der größten Fläche im Raum: dem Boden. Die erste massive Störquelle ist der Trittschall. Es ist bekannt, dass die Trittschallverbesserung von Teppichböden 20 bis 30 Dezibel (dB) beträgt. Hartbeläge erreichen in der Regel lediglich 5 bis 15 dB. Ein Schallpegelanstieg von 10 dB wird allgemein als Verdoppelung der Lautstärke wahrgenommen. Mit unserer speziellen, zusätzlichen Rückenbeschichtung T-Sonic schaffen wir es zudem, die Schallabsorption in Frequenzbereichen der menschlichen Stimme zwischen 500 und 1.500 Hz im Vergleich zu herkömmlichen Teppichböden um bis zu 50 % zu verbessern.

Teppichböden verbessern neben ihren vielen anderen ästhetischen und funktionalen Vorteilen vor allem die Akustik im Büros und fördern die Konzentration und die Kommunikationsmöglichkeiten der Mitarbeiter. Die Produktivität sowie die Arbeitsmotivation und -zufriedenheit werden nachhaltig verbessert."

aus BTH Heimtex 01/17 (Wirtschaft)