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Nachgefragt bei Lubert Winnecken

"Der Verkauf ist ein Symbol der Stärke"


Der Veräußerung von Parador ging ein intensiver Prozess voraus. Über Einzelheiten zur Unternehmensprüfung, zu möglichen Investoren und Wunschkandidaten sowie darüber, was dem Management wichtig war, gibt Geschäftsführer Lubert Winnecken Auskunft.

FussbodenTechnik: Was bedeutet der Eigentümerwechsel für die Kunden von Parador?

Lubert Winnecken: Für unsere Kunden ist es ein tolles Signal. Parador hat sein Geschäftsmodell in den letzten zwei Jahren angepasst, wächst ohnehin und investiert jetzt stärker als in der Vergangenheit. Zudem ist unsere Eigenständigkeit mit der Nord Holding als Investor so hoch wie nie zuvor. Wir können im operativen Geschäft vollkommen eigenständig agieren und unser Geschäftsmodell damit 1:1 umsetzen. Der Verkauf ist ein klares Symbol der Stärke, was die Validität und die Aufstellung dieses Unternehmens angeht und die Chancen und Möglichkeiten, die unsere Kunden und Partner mit uns in den nächsten Jahren haben werden.

FT: Wie verlief die Investorensuche und welche Interessenten gab es?

Parador GmbH
Lubert Winnecken: "Für uns war die Nord Holding von vornherein der Favorit."

Nach der Prüfung durch eine renommierte Asset-Management-Bank hatten wir im Frühjahr dieses Jahres die Anfrage bei unterschiedlichen Arten potenzieller Investoren angestoßen. Dabei waren ebenso strategische Investoren, die Interesse an dem Marktumfeld und an Teilen unseres Produktportfolios hatten, als auch ganz klassische Finanzinvestoren, die den Mehrwert aus einem Unternehmen sehr schnell herausholen wollen und dann wieder verkaufen. Für uns war die Nord Holding Beteiligungsgesellschaft von vornherein der Favorit, weil sie an einer langfristigen Wertsteigerung der Unternehmen interessiert ist und nur in Unternehmen investiert, die sie innerhalb der Branche als führend deklariert und die rentabel sind - wir konnten die Nord Holding von uns überzeugen.

FT: Wie weit konnte das Parador-Management eigene Ziele in diesem Prozess durchsetzen?

Wir hatten immer klare Ziele: Wir wollten die Standorte erhalten und stärken, und wir wollten mehr investieren, um unser Geschäftsmodell zu intensivieren und voranzubringen. Einfach ausgedrückt: Wir wollten die Chancen, die wir uns in den letzten zwei Jahren gemeinsam erarbeitet haben, besser nutzen können. Alle Ziele, die wir als Verantwortliche für dieses Unternehmen erreichen wollten, haben wir erreicht. Die Arbeitsplätze sind gesichert und werden sogar ausgebaut, und wir werden in den kommenden Jahren zweistellige Millionenbeträge in Markt- und Technologie-Maßnahmen investieren.

aus FussbodenTechnik 01/17 (Wirtschaft)