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VDP:

Deutsche und europäische Interessen bei internationaler Normung vertreten


Die zunehmende Bedeutung internationaler Normen in einem globalisierten Markt spiegelt sich auch in der Parkettnormung wider. Bei den Sitzungen des ISO/TC 218 in Kiev vertrat der VDP, Verband der Deutschen Parkettindustrie, Deutschland und auch die FEP, den Verband der europäischen Parkettindustrie. Den insgesamt vier Vertretern Deutschlands, Frankreichs, Österreichs und Schwedens standen 27 Experten aus China, Japan, Kanada, Malaysia, Russland, Südkorea, der Ukraine und aus Weißrussland gegenüber.

Trotz nach wie vor geringer Beteiligung Europas ist es gelungen, Inhalte der europäischen EN 13756 "Holzfußböden und Parkett - Terminologie" in das internationale Pendant ISO 5323 zu übernehmen. Damit soll international zunächst einmal eine einheitliche Fachsprache festgeschrieben werden. Zudem wurde dem Bestreben Chinas zuvorgekommen, wie schon bei Bambus geschehen, externe Holzbodenbeläge für sich zu beanspruchen, indem der Anwendungsbereich des ISO-Parkettausschusses entsprechend erweitert wurde. Ferner konnte die ISO-Sitzung dazu genutzt werden, die Kontakte zur im Parkettbereich sehr einflussreichen Chineese Forest Academy zu vertiefen. Der ungebremste Drang Chinas, auch die Normung so stark wie möglich zu beeinflussen, wird daran deutlich, dass das ISO/TC 218 nach nur fünf Jahren in Europa und Kanada als nächstes vom 15. bis 20. Oktober 2018 im chinesischen Hangzhou zusammenkommt.


aus Parkett Magazin 01/18 (Wirtschaft)