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Carpetright plc

Carpetright braucht Geld


Carpetright hat finanzielle Probleme. Wie der britische Bodenbelagsfilialist mitteilt, hat er zur Deckung des kurzfristigen Kapitalbedarfs ein unbesichertes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 12,5 Mio. GBP (14,3 Mio. EUR) erhalten, verzinst mit 3,0 % p.a. und rückzahlbar am 31. August 2018.

Gleichzeitig prüfe man eine Reihe von Maßnahmen, um die finanzielle Situation auch langfristig zu verbessern. So will sich Carpetright von unrentablen Standorten trennen, die im Rahmen einer "aggressiven Expansionsstrategie des ehemaligen Managements" eröffnet wurden. Für den Ausstieg aus den Mietverträgen wird ein Company Voluntary Arrangement (CVA) angestrebt. Dieses außergerichtliche Vergleichsverfahren ist auch für Gläubiger bindend, die ihm nicht zugestimmt haben.

Die mit dem CVA verbundenen Kosten, die Reduzierung von Schulden sowie ein laufendes Modernisierungsprogramm und weitere Investitionen soll eine Kapitalerhöhung finanzieren. Von 40 bis 60 Mio. GBP ist die Rede. Gleichzeitig laufen Verhandlungen zur Anpassung der Bedingungen laufender Kredite.

Carpetright plc
CEO Wilf Walsh bemüht sich um einen Ausstieg aus Mietverträgen für unrentable Carpetright-Filialen.

In Großbritannien hat Carpetright 1988 seine erste Filiale eröffnet. Inzwischen ist das Unternehmen auch in Irland, den Niederlanden und Belgien aktiv, mit insgesamt mehr als 500 Standorten. Im Geschäftsjahr 2016/17 lag der Umsatz bei 457,6 Mio. GBP.

aus BTH Heimtex 04/18 (Wirtschaft)