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PCI und Schulte Räume geben Dachausbau den letzten Schliff

Silbergraue Pinie auf gespachtelten Altdielen


Der Dachboden in einem Einfamilienhaus war eine Rumpelkammer. Und auch ein Energieverschwender, denn nichts als rohe Ziegel trennten Innen und Außen. Nach Einbau einer Wärmedämmung wurde daraus ein nutzbarer Wohnraum. Dem Fußboden gaben Verlegewerkstoffe von PCI und ein Laminatbelag von Schulte Räume den letzten Schliff.

Alte, gehobelte Nadelholzdielen waren bei diesem Haus aus den 70er Jahren der klassische Boden des 32 qm großen Dachraumes. Sie wiesen zum Teil starke Schüsselung auf, so dass ein Höhenausgleich bis zu 6 mm notwendig wurde. Die maximal mögliche Aufbauhöhe des neuen Bodens betrug knapp 20 mm.

Verlegewerkstoffhersteller PCI Augsburg empfahl zum Ausgleichen seine selbstverlaufende Holzspachtelmasse HSP 34. Nach Grundierung der Nadelholzdielen wurden zunächst schmale Leisten auf die Dielen genagelt, um einzelne Abschnitte einzurichten. Das erfüllte mehrere Zwecke. Erstens wurde mit den Leisten die Höhe der Spachtelung festgelegt, zweitens ermöglichten die getrennten Bereiche ein Ausbringen der Spachtelmasse in Teilabschnitten und drittens sollten im Vergleich zwei andere Spachtelmassen separat eingesetzt werden.

Die faserverstärkte Nivellierspachtelmasse HSP 34 kommt mit vergleichsweise wenig Anmachwasser aus (5,5-5,75 l pro 25 kg). Die sehr homogene Masse verläuft gut, behält aber dennoch eine gewisse Standfestigkeit. Höhenunterschiede bis 30 mm lassen sich ausgleichen.

Zwei Kleinflächen von je 2,5 qm wurde mit Spachtelmassen anderer Hersteller ausgeglichen. Das ebenfalls faserverstärkte Produkt Ardex FA 20 benötigt etwa einen Liter Anmachwasser mehr und ist deutlich flüssiger. Die Verlaufseigenschaften sind entsprechend gut. Die Mischung muss allerdings gut verrührt sein, damit keine Faserklumpen bleiben.

Ein ebenfalls für Holzuntergründe freigegebener Baumarktspachtel musste mit 8 l Wasser pro 25 kg Gebinde angemacht werden. Trotz des zusätzlichen Wassers war das Selbstverlaufen nicht zufriedenstellend. Und nach etwa drei Tagen Trocknung zeigte der nicht faserverstärkte und nur für maximal 10 mm Höhe ausgelobte Baumarktspachtel erste Risse entlang darunter liegender Dielenfugen.

Meisterwerke Schulte GmbH
Untergrund: Schüsselung und hochstehende Sägekanten machten einen Höhenausgleich bis 6 mm erforderlich.
Meisterwerke Schulte GmbH
Trittschall: Auf 5mm dicke Holzfaserdämmplatten wurde zusätzlich die 2,2mm Dämmunterlage Komfort Plus von Schulte Räume ausgelegt.
Meisterwerke Schulte GmbH
Oberboden: Die Oberfläche des Schulte Räume Laminatbodens "Pinie silbergrau" ist fühlbar strukturiert und mit einer kleinen V-Fuge versehen.

Laminatboden mit Dielencharakter

Da der Oberboden schwimmend verlegt werden sollte, mussten die Risse im Baumarktspachtel nicht zwangsläufig repariert werden. Um die gewünschte Aufbauhöhe von 20 mm zu erreichen und eine besonders gute Trittschalldämmung zu erzielen, wurden ohnehin zwei Lagen Dämmmaterial eingebracht. Zunächst kamen 5mm dicke Platten aus feinen, gepressten Pappelspänen auf die getrocknete Spachtelschicht. Zusätzlich ausgerollt wurde die 2,2mm dicke Dämmunterlage Komfort Plus der Firma Schulte Räume. Sie wird mit der Vliesseite nach unten verlegt und besitzt eine integrierte Dampfbremse, die Wirkung erzielt, wenn die Stöße der Bahnen mit Spezialklebeband abgedichtet sind.

Als Oberboden hatte Meisterwerke einen Schulte Räume Laminatboden "200-V Diele" in dem neuen, hellen Dekor Pinie silbergrau geliefert. Die 2.049 x 202 x 9mm messenden Elemente haben eine fühlbar strukturierte Oberfläche. Mini-Fasen und V-Fuge unterstreichen den Dielencharakter.


Objekt-Telegramm

Objekt: Dachbodenausbau Einfamilienhaus
Untergrund: Nadelholzdielen
Spachtelung: PCI Holzspachtelmasse HSP 34
Schalldämmung: Holzfaserplatte 5 mm, Schulte Räume Komfort Plus 2,2 mm
Oberboden: Schulte Räume Laminatboden 200-V Diele Pinie silbergrau, Abmessungen: 2.049 x 202 x 9mm, Trägermaterial: quellverminderte Trägerplatte AquaSafe 30 (HDF)
Beanspruchungsklasse: 23/32
Besonderheit: Synchronporenstruktur

aus ParkettMagazin 01/08 (Referenz)