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XXXL Mann Mobilia - Beste Bettenabteilung im Möbelhandel 2008

Jeggle

Jeggle „Das Bett“, Münster

Bestes Betten-Fachgeschäft

Die Firma Jeggle ist in Münster ein Traditionsunternehmen. Sie feierte im vergangenen November ihr 75-jähriges Bestehen. Aber Jeggle von heute hat, außer dem Namen, nicht mehr viel gemein mit dem Haus, wie es sich bis 1986 darstellte. Bis dahin war es nämlich ein reines Teppichfachgeschäft. Mit dem Einstieg des heutigen Gesellschafters Martin Jeggle in das Familienunternehmen änderte sich das radikal. Heute ist Jeggle – „Das Bett“ ein Bettenfachmarkt, und obendrein hat es seinen Standort 2001 von der Münsteraner Innenstadt in ein Gewerbegebiet verlegt. Dort präsentiert sich das Unternehmen mit Erfolg als ein etwas anderes Bettengeschäft. Jeggle – „Das Bett“ erhält daher die diesjährige Auszeichnung „Fachhändler des Jahres“.

Wir sehen Matratzen, Lattenroste, Bettwaren und Bettgestelle nicht mehr in der Innenstadt. Das Sortiment erfordert zu viel Verkaufsfläche“, erklärt Martin Jeggle, Inhaber von Jeggle – „Das Bett“, das er gemeinsam mit seiner Frau Eva als Geschäftsführerin betreibt. „Die Kunden suchen diese Artikel auch nicht mehr in der Stadt, außerdem wollen sie am liebsten mit ihrem Auto direkt vors Geschäft fahren.“ Man könne die allgemeine Entwicklung nicht ändern, es sei einfach so, dass die Kunden kleine Dinge in der Innenstadt und große Artikel außerhalb kaufen würden, so Jeggle. Das Ehepaar Jeggle hat seine Schlüsse daraus gezogen und sein Geschäft 2001 im eher schmucklosen Gewerbegebiet Süd angesiedelt. Bis 2000 gab es Jeggle in der Ludgeristraße, einer Fußgängerzone mitten in der City von Münster. Dort führten die Jeggles zuletzt ein Vollsortiment mit Haustextilien und Teppichen auf drei Etagen und rund 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Doch dann lief der alte Mietvertrag aus, und es stellte sich die Verlängerungs-Frage. Man hätte die neue Mietforderung wahrscheinlich auch realisieren können, aber aus den oben genannten Gründen wagten die Jeggles den Umzug in eine Randlage. Heute, nach einer Erweiterung um 500 Quadratmeter im letzten Jahr, verfügen sie am neuen Standort über 1.000 ebenerdige Quadratmeter. Mit dem Umzug wurde das Teppichsortiment aufgegeben, so dass der „neue“ Jeggle ein reines Bettengeschäft wurde. Jeggle: „Mit Teppichen ist heute leider kein Geld mehr zu verdienen.“
Das Ehepaar hatte das Gewerbegebiet schon etwas länger im Auge, denn dort entstand damals eine der wenigen Einzelhandels-Agglomerationen außerhalb der Innenstadt. „Eigentlich achtet die Stadt sehr auf den Schutz des innerstädtischen Handels“, so Jeggle. Was ihn für den neuen Standort einnahm, war die Tatsache, dass sich dort auch ein Media Markt als Magnetbetrieb ansiedelte. Denn dem Inhaber war klar, dass er als einziges Geschäft an der Stelle keine Chance haben würde. Aber so war die Frequenz gesichert. Keine Werbung von Jeggle erfolgt ohne den Hinweis „neben Media Markt“, da erübrigt sich fast die Adressangabe. Heute liegt das Jeggle-Geschäft zwischen besagtem Media Markt und Lidl auf der einen und einem Discount-Bäcker auf der anderen Seite. Davor befindet sich ein großzügig gestalteter Parkplatz, der so schnell nicht überfüllt ist. „Außerdem wussten wir damals schon, dass das Gewerbegebiet noch um weitere Geschäfte erweitert werden sollte“, erzählt der Geschäfts-Inhaber.

Am neuen Standort baut Jeggle auf den im Laufe der Jahrzehnte erworbenen Bekanntheitsgrad seines Unternehmens und die Laufkundschaft, die durch den Elektrofachmarkt angezogen wird. Passend zum Standort ist das Geschäft nicht als hochwertiges Bettenfachgeschäft konzipiert. Es präsentiert sich vielmehr nach eigener Definition als „Fachmarkt für Ausgeweckte“, indem Jeggle es bewusst vermeidet, das Geschäft fein oder gar edel aussehen zu lassen. Als Fachmarkt passt es sich in die Szene der benachbarten Geschäfte ein und vermeidet mögliche Schwellenängste der Besucher.

Aber trotz der Fachmarkt-Orientierung ist das Geschäft optisch alles andere als langweilig, im Gegenteil. Die Ladengestaltung berücksichtigt, dass es meistens Frauen sind, die bei Jeggle kaufen. Auf sie hat sich das Geschäft optisch eingestellt. Jeggle: „Wir haben uns entschlossen, unser Geschäft nicht im klinischen Weiß der Matratzen zu gestalten, sondern unseren Kunden eine bunte Erlebniswelt zu bieten.“ Diese Definition trifft es ziemlich gut. Betritt man das Geschäft, fällt der Blick auf eine bunte, nach Farben sortierte Welt aus Wohnaccessoires und Geschenkartikeln. „Im Eingangsbereich, bei den Geschenkartikeln, lassen wir unsere Kunden bewusst an der langen Leine und lassen sie ungestört stöbern“, so Jeggle.

Erst wenn man dann weiter in den Laden geht, eröffnet sich dem Besucher das Fachsortiment aus Matratzen, Bettgestellen, Bettwaren und Wasserbetten. Aber auch hier wird viel Wert auf eine angenehme, fast wohnliche Atmosphäre gelegt. Hinter jedem Kopfteil eines Bettes hängt ein breiter, semitransparenter Vorhang, der die Wirkung des Bettes verstärkt und gleichzeitig die Weite des Verkaufsraums unterbricht. Eine praktisch täglich wechselnde Dekoration und die häufig wechselnde Welt der Geschenkartikel sorgen für Abwechslung auf der Verkaufsfläche und eine gute Besucherfrequenz im Laden.

Jeggle
Rund 30 Betten und
Bettgestelle sind bei Jeggle zu finden, dazu rund 40 Matratzen.
„Wir wollen unseren Kunden Erlebniswelten bieten, und obendrein bekommen sie bei uns auch noch einen gesunden Schlaf“, so Jeggle, der trotz der Fachmarktorientierung großen Wert auf eine hohe Beratungsqualität legt. In diesem Punkt müsse man klar besser sein als die Discounter und die Großfläche. Dabei komme es aber weniger darauf an, dass die Jeggle-Mitarbeiter die Kunden zum Beispiel beim Matratzenkauf mit technischen Details überfrachten. Viel wichtiger sei die menschliche Komponente. Jeggle verlangt von seinen Mitarbeitern vor allem Einfühlungsvermögen und die Vermittlung einer angenehmen Gesprächsatmosphäre. Um diesen Anspruch zu erfüllen, werden die Mitarbeiter regelmäßig durch externe Verkaufstrainer geschult. Eine fast familiäre Atmosphäre entsteht auch dadurch, dass mit Martin und Eva Jeggle praktisch von morgens bis abends zwei Namensträger des Geschäftes im Laden stehen.
Das Bewusstsein für die Notwendigkeit gesunden Schlafs sei bei den Kunden vorhanden, betont Jeggle. Und bei einem entsprechenden Gegenwert seien sie dann auch bereit, für eine Matratze etwas mehr Geld auszugeben. Punkte wie lange Lebensdauer und gute Qualität werden dabei als selbstverständlich vorausgesetzt. Entscheidend ist vielmehr die Überzeugung, darauf gut liegen zu können. Im Schwerpunkt liegen die Preise bei Jeggle für eine verkaufte Matratze zwischen 400 und 800 Euro. Natürlich verkauft man auch eine so genannte Studentenmatratze für 150 Euro. Und bei rund 42.000 Studenten in der Stadt ist das eine nicht zu unterschätzende Zielgruppe, die Jeggle auch in Szene-Zeitschriften umwirbt.

Anders als bei üblichen Fachmärkten bietet Jeggle ein rundes Servicepaket an. Es umfasst die Anlieferung und den Aufbau von Möbeln, Hausberatung und, ganz wichtig, eine Kerntausch-Garantie bei Matratzen. Auch dadurch versucht sich das Unternehmen gegenüber den Wettbewerbern in Münster zu profilieren. Und mit je zwei Matratzen Concord und Matratzen Real, drei klassischen Bettenfachgeschäften und den Möbelhäusern Finke und Staas ist der münsteraner Raum gut besetzt.
Mit dem Umzug und der Umwandlung in ein reines Bettengeschäft ist Jeggle dem MZE beigetreten. Weniger wegen der besseren Konditionen, eher wegen der Werbeinstrumente, die der Einkaufsverband seinen Mitgliedern an die Hand gibt. Denn Werbung, das war Jeggle von Anfang an klar, musste am neuen Standort intensiv betrieben werden. „Durch den MZE bekomme ich finanzierbare Marketinginstrumente geliefert, die ich mir alleine gar nicht leisten könnte“, so Jeggle. Gerne nimmt er da Kompromisse in der Gestaltung in Kauf.
Jeggle schaltet im Jahr zwölf sechsseitige Prospekte und versendet zwei Mailings an ausgewählte Adressen aus seiner 20.000 Daten umfassenden Kundendatei. Mehr sollte man nicht verschicken, so Jeggle, sonst reagiere der Kunde eventuell allergisch. Verteilt werden die Prospekte über die Tageszeitung und Anzeigenblätter. Dieser Weg ist nach seiner Erfahrung besser, als sie über Austräger in die Briefkästen verteilen zu lassen. „Das ist zwar teurer, hat aber in den Augen der Empfänger eine geringere Bedeutung, als wenn sie die Prospekte in der Zeitung finden.“

Das Einzugsgebiet des Fachmarktes, das er mit seinen Prospekten und Mailings bestreicht, umfasst einen Umkreis von rund 30 Kilometern. Jeggle räumt ein, dass es auf den ersten Blick nicht groß erscheinen mag. „Aber bei einem größeren Gebiet wäre die Werbung noch teurer. Außerdem mache ich mir über eine Ausweitung erst Gedanken, wenn ich in dem jetzigen Raum einen Marktanteil von 100 Prozent habe“, erklärt Jeggle leise schmunzelnd.

Jeggle
Bettenambiente in Schwarz-Weiß.
Jeggle versteht es, für jeden Stil und Geschmack etwas zu bieten.
Hinsichtlich der Sortimentsgestaltung mussten die Jeggles am neuen Standort anfangs schon Erfahrungen sammeln. So hatte Jeggle die Bedeutung der Geschenkartikel unterschätzt, und auch das Möbelsortiment war zuerst zu klein dimensioniert. Heute, nach der Erweiterung, führt das Geschäft Schränke, Schlafzimmermöbel und Raumteiler. Das Thema Möbel habe der Bettenfachhandel bislang zu sehr vernachlässigt, stellt Jeggle fest. Es sei zwar richtig, dass niemand dort das klassische Schlafzimmer kaufen wolle. Aber beim Erwerb einer Matratze fanden die Kunden es gut, wenn sie gleich dazu Bettgestelle finden, die nicht dem 08/15-Muster entsprächen. Rund 30 Betten und Bettgestelle sind bei Jeggle zu finden, dazu rund 40 Matratzen. Ein Thema mit Zukunft sind außerdem die so genannten Komfortbetten, die Nachfrage danach nehme zu, so Jeggle. Häufig seien die Frauen die Auslöser eines solchen Kaufs.

Dazu kommen bei Jeggle Flächen für Tempur und Rummel, sowie Shop-Systeme von Irisette-Bettwaren und von Centa Star. Früher, räumt Jeggle ein, war er kein Freund solcher Shop-Systeme. Aber inzwischen hat er eingesehen, dass die Sicherheit, dass alle Artikel vorhanden sind, die Umsätze beflügelt: „Ich erziele mit einer geringeren Lagerhaltung einen höheren Umsatz.“

Nicht verzichten möchte Jeggle, allen Unkenrufen zum Trotz, auf sein Wasserbetten-Sortiment. Es gebe keine Kundenklientel, mit der er mehr in Kontakt stehe als mit Wasserbett-Nutzern: bei Umzügen, regelmäßig zu den Reinigungsintervallen oder wenn ein Defekt vorliegt. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil sei, dass Wasserbetten-Besitzer oder –Käufer im Bekanntenkreis über ihr Bett redeten und wo sie es gekauft haben. Das sei bei traditionellen Betten nicht der Fall. In den letzten sechs Jahren hat sich Jeggle an seinem neuen Stand fest etabliert.

Die Kunden aus der Innenstadt hätten den Umzug mit vollzogen, „auch wenn ich manchmal immer noch ein Bedauern höre, dass wir nicht mehr in der Innenstadt zu finden sind“, so Jeggle. Dazu kommen die Kunden, die das Unternehmen früher nicht erreicht hätte. „Unser Umsatzniveau mit dem gesamten Schlafsortiment liegt über dem Niveau, das wir zuletzt in der Ludgeri-Straße hatten. Und das bei deutlich geringeren Kosten“, freut sich der Geschäftsinhaber. Das Wagnis des Standortwechsels scheint sich also gelohnt zu haben.



bettenfachhaendler
Beste Bettenabteilung im Möbelhandel des Jahres 2008
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