Beschreibung
Die Zeit der Gotik (ca. 1200-1480) ist die Epoche, in der Kurfürsten und Kirche eine absolute Vormacht ausübten; die Kirche wurde zum alleinigen Kulturträger dieser Zeit. Der Kirchenbau stand in höchster Blüte. Viele Dome (Beispiele Köln, Freiburg, Straßburg, Ulm etc.) mit ihren typischen Spitzbogenfenstern sowie Kirchen im Backsteinbau, wie in Prenzlau, Rostock und Lübeck, bezeugen dies.
Diese Periode stellt den Höhepunkt mittelalterlicher Kunst dar. Trotz vieler Kriege wuchs in den Städten die neue Freiheit, weil sie ihren Bürgern Schutz und Sicherheit boten. Es entstanden Zünfte, die viele Jahrhunderte lang das Handwerk beherrschten und in festen Gewerbeordnungen festgelegt waren. Hierzu gehörten u.a. Zimmerleute, Kistler, Drechsler, Tischler etc. Sie waren durch Zunftgesetze fest gebunden, besonders hinsichtlich dessen, was sie herstellen durften. Bürgerliche Selbstverwaltungen sowie Städte- und Handelsbünde (die Hanse) mit blühendem Handel und steigendem Wohlstand beherrschten die Szene. Kunst und Wissenschaft gediehen. Der von den Städten ausgehende und von der Kirche als Kulturträger stark geprägte Stil schuf Epochen der Früh-, Hoch- und Spätgotik.
Die Bürgerstube der damaligen Zeit war ausgestattet mit Kamin, Sitzbank, Stollenschrank und Kastenstuhl. Die meist aus Eiche gefertigten Sitzmöbel, wie Bank oder Hocker, waren zunächst recht spartanisch. Der Stuhl hingegen galt als Prunkmöbel. Es ist ein Kastensitz mit Armlehnen und einer hohen, viereckigen Rückenlehne in reicher Schnitzarbeit oder Malerei. Die Fenster wurden verglast mit Butzenscheiben, meist runde, grünliche oder blaue, bleieingefasste Glasscheiben mit einer Verdickung in der Mitte. Die Wände waren holzvertäfelt, selten gekälkt und häufig mit Wandteppichen geschmückt; hierbei handelte es sich um gewirkte Bildteppiche; denn es war die Zeit, in der der Gobelinstich für Tapisseriearbeiten zur Herstellung von Wandteppichen, Bettbehängen sowie Bettüberwürfe und mit der Bezeichnung Kissenarbeit auch zum Polstern der harten Sitzflächen hölzerner Bänke und Stühle eingesetzt wurde. Reichhaltig überliefert sind wertvolle Stickereien für Tischläufer für die ritterliche Tafel.
(Siehe auch Darstellung: Gotik Baldachinbett und die Tafel: Stilepochen (Zeittafel)).
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Beschreibung
Das Zeitalter der Gotik stellt den Höhepunkt mittelalterlicher Kunst dar. In Norddeutschland und in der Schweiz wurden für den Hausgebrauch Weißstickereien auf Leinen gefertigt. Als Wand- und Fensterschmuck wurden gewirkte Bildteppiche verwendet. In der Renaissance hielten Künstler wie Dürer, Holbein, Cranach und Rembrandt diese Epoche in ihren Werken fest und prägten, dem nationalen Charakter entsprechend, ihre Formen, Motive und Farben, die sich auch in der Textilgestaltung wiederfinden. Gotik.
(Siehe auch die weiteren Definitionen zu diesem Thema Vorhangstoffe Rückblick).
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