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Wohnen / Hausstauballergie

Beschreibung

Hausstaub ist eines der wenigen intensiv bewohnten Biotope, das sich in vergleichbarer Zusammensetzung über die ganze Erde erstreckt. Mit der Hausstauballergie als Zivilisationskrankheit kämpfen in der BRD fast 4 Mio. Menschen. Übertragen wird diese Allergie durch die Hausstaubmilbe und meist erst dann im Haus entdeckt, wenn eine allergische Reaktion eines Hausbewohners festgestellt wird.

Die Milbe findet sich in fast allen textilen Einrichtungsgegenständen, besonders in Matratzen, Bettwaren, Polstermöbeln, Kissen, und Kuscheltieren etc. Ganz allgemein ist zu sagen, dass Staubpartikel in Teppichböden gut gebunden werden, wodurch verhindert wird, dass Allergene in die Atemluft gelangen. Darüber hinaus haben Untersuchungen ergeben, dass Teppichböden aus Polyamid wegen der geringen Feuchtigkeitsaufnahme der Fasern und der Tatsache, dass Hausstaubmilben Synthetics als Nahrung ablehnen, keine Lebensgrundlage für die Milben bieten. Daher kann die Empfehlung, Teppichböden als Ursache des Milbenbefalls zu entfernen, nicht aufrecht erhalten werden.

Das Bett und die Matratze sind der bevorzugte Aufenthaltsort der Hausstaubmilben. Das von den Milben produzierte Allergen betrifft jedoch ausschließlich Allergiker, die auf das milbenspezifische Allergen ansprechen.

Zur Vorbeugung bzw. Bekämpfung der Milben sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:

• häufiges Lüften (Anpassung des Raumklimas und der Luftfeuchtigkeit)
Die Milben lieben die Dunkelheit und benötigen zum Leben ein feuchtwarmes Klima, das bei ca. 20-26 C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80% liegt.

• häufiges Saugen (Staubsauger mit Wasserfilter)
Hierzu gehören Polstermöbel ebenso wie Teppiche und Teppichböden.

• regelmäßige Bettenreinigung
Oberbetten und Kissen sollten vollwaschbar sein. Bei mind. 60 C werden die Milben getötet.
Matratzen müssen regelmäßig abgesaugt und spätestens nach 8 Jahren ausgetauscht werden.

• Verzicht auf Staubfänger in Schlafräumen, wie Veloursvorhänge, Textiltapeten, Teppiche, offene Regale etc.

Zur Vermeidung des Allergenkontaktes werden allergen- und milbendichte Spezialunterlagen in Form von vinylbeschichteter Baumwolle, einer Klimamembran oder einem Spezialgewebe (z.B. Allergocover®) empfohlen.

Aufkünfte erhältlich über:
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB )
Hindenburgstraße 110
41061 Mönchengladbach



Wohnen / Hausstauballergie Maßnahmenkatalog

Beschreibung

Ein Maßnahmenkatalog zur Reduzierung allergischer Reaktionen beinhaltet:

• Erkennung mit Hilfe von Testmethoden (z.B. Acarex®-Test)
• Anpassung des Raumklimas,
• häufiges Saugen (Klopfsauger),
• regelmäßige Bettenreinigung bei mind. 60 C
• Einsatz milbentötender Präparate. (z.B. Acarosan® in Pulver- oder Schaumform.)

Zur Vermeidung des Allergenkontaktes werden allergen- und milbendichte Spezialunterlagen in Form von vinylbeschichteter Baumwolle, einer Klimamembran oder einem Spezialgewebe (z.B. Allergocover®) empfohlen.



Wohnen / Hausstauballergie Matratzenumhüllung

Darstellung

Hausstauballergie Matratzenumhüllung
Allergopharma, Reinbek bei Hamburg


Wirkungsweise einer milben- und allergengeschützten Matratzenumhüllung. Die für den Schlaf notwendige Wasserdampfdurchlässigkeit ist gewährleistet.



Wohnen / Hausstauballergie Vorkommen

Tabelle

Hausstauballergie Vorkommen
RZ-Raumausstatter Zeitschrift, München


Bett und Matratze sind der bevorzugte Aufenthaltsort der H. Das von den Milben produzierte Allergen betrifft jedoch ausschließlich Allergiker, die auf das milbenspezifische Allergen ansprechen.

Untersuchungen in mehr als 60 Wohnungen haben ergeben, dass Teppichböden keine Lebensgrundlage für die Hausstaubmilbe bieten. Daher kann die Empfehlung, Teppichböden als Ursache des Milbenbefalls zu entfernen, nicht aufrechterhalten werden.





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