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Wohnen / Lederkunde Definition und Einführung

Beschreibung

Definition
Leder ist die allgemeine Bezeichnung für gegerbte Häute und Felle von zahmen oder wildlebenden Tieren, deren ursprüngliche Faserstruktur im wesentlichen erhalten bleibt. Der Gerber versteht unter Häuten nur das den Körper großer Schlachttiere (z.B. Pferde, Rinder und Schweine) umgebende Gewebe und bezeichnet die Körperdecken kleinerer Schlachttiere (wie z.B. Kälber, Schafe und Ziegen) als Felle. Zur Lederherstellung dient allein die von Haaren, Oberhaut und Unterhaut befreite Lederhaut. Nach Überführen der Rohhäute in sogen. Blößen erfolgt die Umwandlung der Blößen in Leder mit Hilfe unterschiedlicher Gerbstoffe nach verschiedenen Gerbverfahren, wodurch das Leder wasser- und fäulnisbeständig, elastisch und geschmeidig wird. Danach erfolgt die weitere Veredelung in der sogen. Zurichtung, um das Leder für die verschiedenen Verwendungsgebiete brauchbar zu machen.

Unterschieden und bezeichnet wird Leder nach:
• Art der Häute (Tierart)
• Art der Gerbung
• Art der Färbung
• Art der Zurichtung
• Verwendungszweck



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Wohnen / Lederkunde Eigenschaften

Beschreibung

Das Natuprodukt Leder garantiert eine lange Lebensdauer. Es ist strapazierfähig und verhältnismäßig pflegeleicht. Gegen mechanische Einwirkungen hat Leder im Vergleich mit Möbelbezugstoffen eine widerstandsfähigere Oberfläche. Die Eigenschaften werden im wesentlichen durch die Beschaffenheit des Fasergefüges, den Gerbprozess und die Zurichtung erzielt. Die Lichtbeständigkeit wird bestimmt durch die Lichtempfindlichkeit der verwendeten Gerbmittel und Farbstoffe. Für Möbelleder werden zu etwa 95% großhäutige Rinderhäute verwendet, aus welchen große Zuschnitteile möglich sind. Leder lässt sich heften, kleben, nageln, nähen und spannen und ist in der Verarbeitung unkompliziert. Naturmerkmale des Leders, wie z.B. Dornenhecken-, Stacheldraht- oder Striegelrisse sowie Parasitenschäden oder Vernarbungen von Hautkrankheiten/Geschwüren, bei naturbelassener oder nur leicht pigmentierter Ware besonders sichtbar, sind keine Fehler, sondern Kennzeichen des echten Naturprodukts und beeinträchtigen weder Haltbarkeit noch Qualität.

An Autoleder werden besonders hohe Anforderungen gestellt, wie niedrige Entflammbarkeit, hohe Lichtechtheit, Wasserdampfaufnahme und -durchlässigkeit, Temperaturausgleich, Wärmebeständigkeit bis 80 Grad C sowie verstärkte Reibechtheit.

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Wohnen / Lederkunde Einteilung

Darstellung

Lederkunde Einteilung

Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten


Einteilung und Aufteilung einer Lederhaut.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung

Beschreibung

Die Verarbeitung der Tierhäute zu Leder ist ein komplexer Prozess, der - in Abhängigkeit der späteren Verwendung - in drei Arbeitsgängen durchgeführt wird:

Wasserwerkstatt
, • Gerbung und
• Zurichtung.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Endzurichtung

Beschreibung

Nach dem Trocknen erfolgt die Auflockerung der Lederstruktur durch mechanische Dehnung (sog. Stollen), um das Leder elastisch und weich zu machen, sowie die Endausrüstung durch Narbenpressen, Abbuffen (leichtes Entfernen der Narbenseite), Appretieren (Auftragen von Farb-, Glanz- und Schutzschichten), Bügeln etc.

Narbenpressen
Alle Lederarten besitzen ein für die verwendete Rohware charakteristisches Narbenbild. Zur Erweiterung des natürlichen Narbenbildes und der jeweiligen Moderichtung folgend, kann durch zusätzliches Narbenpressen (Chagrinieren) die Lederoptik wesentlich bereichert werden. Weniger gut haltbar sind Narbenpressungen auf rein chromgegerbten Ledern. Diese können vorher pflanzlich nachgegerbt werden.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Färbeverfahren

Darstellung

Lederkunde Fertigung Färbeverfahren

Verband der Lederindustrie, Frankfurt


Schematische Darstellung der Anilin- und Pigmentfärbung bei Leder.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Farbstoffe

Beschreibung

Bei den in der Lederindustrie verwendeten Farbstoffen unterscheidet man:

Saure Farbstoffe
Diese Farbstoffe beinhalten Sulfonsäuregruppen, die mit den basischen Hautsubstanzen des Leders reagieren und Farbsalze bilden. Sie ziehen besonders gut auf das Leder auf und sind lichtecht.

Substantive (direkt ziehende) Farbstoffe
Auch hier handelt es sich um Sulfonsäuregruppen, die jedoch ein höheres Molekulargewicht aufweisen und auf der Lederoberfläche sofort gebunden werden (Oberflächenfärbung).

Basische Farbstoffe
Die Salze dieser Farbstoffe werden durch pflanzliche Gerbstoffe auf die Hautfaser ausgefällt (Farblack). Da sie nur zum Färben pflanzlich gegerbter Leder verwendet werden, haben sie ihre einstige Bedeutung verloren.

Metallkomplexfarbstoffe
Farbstoffe, die einen Metallatomkomplex gebunden enthalten. Als Zentralatome können insbesondere Chrom, Kobalt, Kupfer, Nickel und Eisen auftreten. Zu unterscheiden sind im Wesentlichen die sauren 1 : 1 und die löslichen 1 : 2 Metallkomplexfarbstoffe.

Entwicklungsfarbstoffe
Zwei Chemikalien gehen im Färbebad miteinander eine chemische Verbindung ein und entwickeln sich erst auf der zu färbenden Ware zu einem Farbstoff. Meist in zwei Stufen: Vorbehandlung mit einem Naphthol und Behandlung mit einem Diazoniumsalz.

Schwefelfarbstoffe
Wasser unlösliche Farbstoffe. Sie müssen in einem starken Überschuss von Natriumsulfid gelöst werden. Da sich diese Farbstoffe nur zur Färbung von Sämischleder und formaldehydgarem Leder eignen, haben sie nur eine geringe Bedeutung.

Färbemethoden
• Färben in der Flotte,
• Bürstfärbung,
• Foulardverfahren und
• Färben mit Spritzpistole.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Färbung

Beschreibung

Während natürliche Lederfarben, wie Braun, Weiß, Blaugrün oder Gelb, schon durch die Gerbmittel bestimmt werden, erfolgt die Färbung für künstlich gewünschte Farben nach unterschiedlichen Verfahren: Anilinfärbung und Pigmentierung (Deckfarbenzurichung).

Anilinfärbung
Das aus Teer gewonnene Anilin wird nicht mehr für Lederfarben verwendet und ist in der DIN-Norm 68 871 gestrichen. Heute werden alle wasserlöslichen Farbstoffe ohne Beachtung ihrer chemischen Struktur als Anilinfarbstoffe bezeichnet; zur Abgrenzung gegen die Holzfarbstoffe und die farbigen Pigmente. Bei mit wasserlöslichen Farbstoffen gefärbtem Leder spricht man jetzt von Nappaleder naturbelassen.

Anilinfarben kommen nur zusammen mit einer Substanz zur Geltung, während Pigmentfarben selber farbig erkennbar sind. Mit wenigen Ausnahmen wird die Durchfärbung im Fass vorgenommen. Bei transparent gefärbtem Leder bleibt die natürliche Hautstruktur deutlich erkennbar. Da solche Leder nur aus ausgesuchten Häuten mit fehlerfreier Oberfläche hergestellt werden können, sind sie teurer als vergleichbare Produkte mit Zurichtung.

Zu erwähnen ist, dass diese ungedeckten Leder etwas lichtempfindlicher sind als andere Lederarten. Sie sollten daher nicht der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.

Pigmentierung (Deckfarbenzurichtung)
Werden großflächige, farblich einheitliche Flächen gewünscht, wird die Haut mit Deckfarben zugerichtet. Diese bestehen aus kleinsten unlöslichen Farbkörnchen (Pigmenten), die mithilfe eines Bindemittels auf die Narbenfläche aufgebracht werden. Ist das Bindemittel in Wasser löslich, so erhält man wässrige Deckfarben. Kollodiumdeckfarben enthalten neben den Farbpigmenten Nitrozellulose als Bindemittel, die in organischen Mitteln gelöst wird. Bei dieser Art der Färbung erhält das Leder bei gleichmäßiger Tönung eine deckende Farbschicht, so dass natürliche Hautzeichnungen kaum zu sehen sind und auch Häute mit Narbenfehlern verwendet werden können. Falls gewünscht, können künstliche Narben nachträglich aufgebracht werden. Durch die fast vollständige Farbabdeckung wird die Atmungsaktivität des Leders herabgesetzt, es ist jedoch weniger empfindlich als transparent gefärbtes, ungedecktes Leder. Die Kollodiumdeckfarben sind in der letzten Zeit zugunsten der wässrigen Deckfarben zurückgegangen.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Gefärbtes Möbelleder

Darstellung

Lederkunde Fertigung Gefärbtes Möbelleder

Verband der Lederindustrie, Frankfurt


Beispiel eines transparent gefärbten Möbelleders. Die Farbe durchdringt das Leder und läßt die natürliche Oberfläche erkennen.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Gerbung

Beschreibung

Gerbung (Umarbeitung der Bloesse zu Rohleder).

Bei der Herstellung von Leder spielt die Gerbung ein wichtige Rolle. Die verderblichen Haeute und Felle werden durch Aufnahme des Gerbstoffes in haltbares Leder umgewandelt. Bei Verwendung unterschiedlicher Gerbsubstanzen sowie unterschiedlicher Einwirkungszeit lassen sich die jeweils gewuenschten Eigenschaften bestimmen.

Moebel- und Autoleder werden nach folgenden Methoden gegerbt:

Mineralische Gerbung
Zur mineralischen Gerbung werden gerbfaehige, wasserloesliche Salze von Aluminium, Chrom, Eisen, Titan oder Zirkonium verwendet. Die derzeit am haeufigsten eingesetzte Gerbart fuer Haeute und Felle ist wegen des einfachen und schnellen Ablaufs die Chromgerbung. Hierbei muessen die Bloessen durch eine Saeure-Salzloesung vorbehandelt werden. Der eigentliche Gerbvorgang erfolgt in rotierenden Faessern und dauert im Gegensatz zur vegetabilischen Gerbung bei Haeuten etwa 24 Stunden, bei Fellen und Baelgen liegt die Gerbdauer bei nur etwa 12 Stunden.

Die Chromgerbung ermoeglicht besonders nappaweiche Leder, die zum Beziehen von Kissen, Korpus sowie fuer Garnituren mit knautschigen Kissen besonders geeignet sind. Die mineralische Gerbung erzielt eine gruengraeuliche Faerbung, das Leder laesst sich gut faerben, ist sehr reissfest, leicht und besitzt eine geringe Lichtunempfindlichkeit. Die so gegerbten Leder kommen meist mit einer glatten Narbenoberflaeche oder gemillt in den Handel. Fuer eine zusaetzliche Narbenpraegung sind vegetabil nachgegerbte Leder in der Regel besser geeignet.

Bei der Chromgerbung wird nur das unbedenkliche dreiwertige Chrom (Chrom III) verwendet. Es stellt keine Gefahr fuer die menschliche Gesundheit oder die Umwelt dar, was durch langfristige wissenschaftliche Versuche erwiesen ist.

Vegetabilische Gerbung
Bei der Gerbung mit pflanzlichen Rohstoffen wurde frueher die Grubengerbung angewendet, die als das aelteste Verfahren ueberhaupt gilt. Die Gerbung erfolgt in eichenholzverschalten Gruben von 2-3 m Tiefe. Die aus zerkleinerten pflanzlichen Stoffen, wie Rinden, gerbstoffhaltigen Fruechten und Blaettern, Hoelzern, Wurzeln etc. hergestellte sogen. Lohe wird ueber die Bloessen gestreut, mit Wasser aufgefuellt und mit Brettern abgedeckt. Je nach Lederart dauert dieser Vorgang 9 bis 24 Monate. Waehrend dieser Zeit muessen die Haeute mehrmals umgeschichtet, d.h. in mehrere Gruben versetzt werden, da die Lohe nach 6-8 Wochen ausgelaugt und der Gerbstoff ausgezehrt ist.

Als Weiterentwicklung werden Sattlerleder heute in sog. Farbengaengen mit 6 bis 12 Gruben im Ueberlauf- oder Gegenstromverfahren mit Gerbextrakten hergestellt, wodurch eine wesentliche Abkuerzung der Gerbzeiten moeglich ist. Diese Verfahren liefern Moebelleder von kerniger Struktur und grosser Festigkeit mit allerdings geringerem Zug; es wird spez. fuer stark strapazierte Sitzflaechen, rustikale Sitzmoebel sowie fuer Moebelgruppen skandinavischen Stils verwendet. Die sog. #Blankleder# werden in Staerken von 2-3 mm verarbeitet. Je nach Trend ist eine zusaetzliche Narbenpraegung moeglich.

Kombinierte Gerbung
Um Leder die guenstigen Eigenschaften verschiedener Gerbverfahren unter Reduzierung der jeweils unguenstigen Eigenschaften zu verleihen, nutzen heute etwa 80% der Lederhersteller die Kombinationsgerbung. Hierfuer stehen verschiedene Methoden zur Verfuegung. Die haeufigsten Verfahren sind Chrom- und vegetabilische Gerbung oder umgekehrt bzw. eine Kombination mit synthetischen Gerbmitteln.

Nach dem Gerbvorgang muss in den meisten Faellen eine weitere, feinere Dickenkorrektur durchgefuehrt werden. Dazu werden die Rohleder abgewelkt, d. h. mit Walzentechnik entwaessert (mit einer der Waeschewringe aehnlichen Maschine wird ein Grossteil des Wassers mechanisch herausgepresst). Die so teilweise getrockneten Leder werden mit einer Falzmaschine abgehobelt und so auf eine gleichmaessige Staerke gebracht. Auf der Rueckseite noch befindliche Unebenheiten werden entfernt.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Nasszurichtung

Beschreibung

Nach dem Gerbvorgang muss in den meisten Fällen eine weitere, feinere Dickenkorrektur durchgeführt werden. Dazu werden die Rohleder abgewelkt, d. h. mit Walzentechnik entwässert (mit einer der Wäschewringe ähnlichen Maschine wird ein Großteil des Wassers mechanisch herausgepresst). Die so teilweise getrockneten Leder werden mit einer Falzmaschine abgehobelt und so auf eine gleichmäßige Stärke gebracht. Auf der Rückseite noch befindliche Unebenheiten werden entfernt.

Nasszurichtung (Veredelung des Leders)
Alle bisher genannten Massnahmen einschließlich der Fettung und Färbung sind in Verbindung mit intensiven Waschprozessen Gegenstand der Nasszurichtung. Vor dem Färbevorgang müssen die Leder je nach Lederart vorbehandelt werden. Wichtig bei pflanzlich gegerbten Ledern ist das Auswaschen des nicht gebundenen Gerbstoffes und das Neutralisieren besonders bei chromgegerbten Ledern, um die an das Hautprotein gebundene Säure zu entfernen. Durch nochmaliges Wässern werden die wasserlöslichen Salze entfernt. Anschließend wird das Leder entwässert und vorgetrocknet.

Die Fettung der Häute und Felle ist erforderlich, um das Leder geschmeidig, weich und wasserabstoßend zu machen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Fettung, die einen großen Einfluss auf die Eigenschaften des fertigen Leders haben. Für alle Leder, die Stand und Festigkeit haben sollen, werden feste Fette verwendet, während man für alle weichen, geschmeidigen Leder Öle einsetzt. Die Fettung erfolgt je nach Art (z. B. Abölen, Schmieren, Fetten im Fass) per Hand oder maschinell.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Wasserwerkstatt

Beschreibung

Überführung der tierischen Haut in die sogen. Blöße.

Zur Vorbereitung des Gerbprozesses werden die konservierten Häute und Felle in Fässern, Mixern oder Haspeln durch Wässern (Weiche) wieder in ihren ursprünglichen Zustand der grünen Haut zurückversetzt. Zweck ist die Reinigung der Häute von Dung, Blut und Schmutz sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Wasserhaushaltes der Haut.

Beim Äschern (oder Kälken) lösen sich durch Zugabe von Kalk und Schwefelverbindungen die Haare von der Haut. Die enthaarte Haut bezeichnet man als Blöße. Durch diese Auflockerung des Hautfasergefüges können in späteren Prozessen die Gerbchemikalien leichter in die Haut eindringen und mit der Hautfaser reagieren.

Anmerkung:
Es besteht auch die Möglichkeit des haarerhaltenden Äscherns, bei dem nur die Haarwurzeln zerstört und die erhaltenen Haare aus dem Gefäß herausgefiltert werden. Vorteil für die Umwelt: Deutlich weniger Schlamm aus der Abwasserreinigung und Erhalt eines sehr hochwertigen Langzeit-Stickstoffdüngers.

Nach der Enzymbehandlung in der Beize entsteht durch intensives Waschen und Entkälken die gerbfertige Blöße. bei welcher durch Entfleischen mittels einer Messerwalze das der Haut noch anhaftende Fleisch sowie die Unterhaut entfernt wird.

Besonders Rindshäute, die eine für die Lederherstellung zu große Dicke aufweisen, müssen gespalten werden. Dabei werden die Blößen in einer Bandmesserspaltmaschine durch ein scharfes, umlaufendes Bandmesser in Narbenspalt und Fleischspalt zerlegt. Danach erfolgt das Glätten und nun kann die Umwandlung der Haut in Leder durch die Gerbung stattfinden.

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Wohnen / Lederkunde Fertigung Zuschnitt

Darstellung

Lederkunde Fertigung Zuschnitt

Verband der Lederindustrie, Frankfurt


Beispiel für den Zuschnitt von Bezugleder für Sessel.

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Wohnen / Lederkunde Ledersorten

Beschreibung

Durch Spalten mittels Bandmesserspaltmaschinen werden die Häute in mehrere Schichten zerlegt. Dieser Vorgang kann vor oder nach dem Gerben erfolgen. Hierbei unterscheidet man:

Narbenspalt (Voll-Leder aus dem Spaltteil der Haut, der die Narbenschicht trägt)
Fleischspalt (ohne Narbenschicht, handelsübliche Bez. Spaltleder)
Mittelspalt (ohne Narben- und Fleischseite)

Die Bezeichnungsvorschriften für Leder sind vom Ausschuss für Lieferbedingungen und Gütesicherung (RAL) genau festgelegt. So muss das Leder bzw. daraus hergestellte Lederware immer in Verbindung mit dem Tiernamen bezeichnet werden, z.B. Voll-Rindleder, Rind-Spaltleder etc.

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Wohnen / Lederkunde Material

Beschreibung

Nach der Herkunft unterscheidet man Zahm- und Wildhäute. Zahmhäute stammen in der Regel von europäischem Schlachtvieh. Die von außereuropäischen Tieren stammenden Wildhäute weisen häufig eine Vielzahl von Narben und Hautfehlern auf. Für die Lederherstellung werden vorwiegend Häute und Felle von Säugetieren, wie Rind, Kalb, Ross, Schwein, Schaf und Ziege sowie Büffel und Rotwild eingesetzt. Sie sind gut strukturiert und geschmeidig und werden zur Lederherstellung bevorzugt. Die von der deutschen Lederindustrie hauptsächlich verwendeten Rinderhäute fallen beim Schlachten eines Tieres sozusagen als Nebenprodukt an. Europäische Großviehhäute für Möbel- und Autoleder kommen vorwiegend aus Süddeutschland, Italien, der Schweiz und Österreich. Zur weiteren Bedarfsdeckung werden Rohhäute vorwiegend aus den USA, Kanada und Südamerika importiert. Schweinshäute stammen in der Regel aus Ostblock- oder Balkanländern.

Die Qualität ist abhängig von Gattung, Geschlecht, Alter, Herkunft, Ernährung und Lebensweise der Tiere, wobei bei der Qualitätsbestimmung die Häute von Jungtieren stets Häuten älterer Tiere vorzuziehen sind, da jüngere Tiere eine besser gestellte Haut mit einem feineren und festeren Fasergefüge haben als ältere Tiere. Auch liefern weibliche Tiere im Durchschnitt eine bessere Haut als männliche Tiere. Die äußeren Merkmale der verschiedenen Tierhäute und Tierfelle weisen z.T. erhebliche Unterschiede auf, die bei der Verarbeitung zu berücksichtigen sind.

Die flächenmäßige Einteilung der Haut erfolgt in:
• Kernstück I. Qualität (Croupon)
• Halsstück II. Qualität (Schulter)
• Flanke III. Qualität
• Backen, Klauen IV. Qualität

Das Größenverhältnis von Kern zu Nichtkern nennt der Fachmann Stellung. Den besten Teil der Haut, das Kernstück oder auch Croupon, gewinnt man aus der Rückenpartie, die bei einer gut gestellten Haut mindestens 50% der Hautfläche darstellt. Die den Kern umgebenden Teile, wie Hals-, Kopf- und Bauchseiten, bilden den Nichtkern mit einer abfallenden, ungleichmäßigen Dicke und loser werdenden Faserstruktur.

Nach dem Porenbild sind Tierhäute wie folgt zu unterscheiden:
• Rind (fein gekörntes Porenbild)
• Kalb (noch feineres Porenbild)
• Lamm (nach Rasse verschieden, auffällig das schlitzförmig nach links und rechts stehende Porenbild)
• Schwein (Porc dreiecksartig angeordnetes, grobes Porenbild, das auch auf der Fleischseite sichtbar ist)
• Ziege (grobes Porenbild in wellenförmiger Doppelreihe)



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Wohnen / Lederkunde Pflegeempfehlungen Allgemein

Beschreibung

Um Leder weich und geschmeidig zu halten, genügt von Zeit zu Zeit eine pflegliche und schonende Behandlung mit einem speziell für das jeweilige Leder hergestellten Lederpflegemittel.

Aggressive Mittel (Fleckentferner, Terpentin, Poliermittel, Schuhcreme etc.) sind in jedem Falle zu vermeiden. Die Beseitigung von angetrocknetem Schmutz kann mit einem Neutralwaschmittel (Lederseife) oder einem Spezialschaumreiniger vorsichtig erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, das Leder nicht zu durchfeuchten.

Bei hartnäckigen Flecken empfiehlt es sich immer, den Fachmann zu Rate zu ziehen, denn Flecken in Leder und Lederwaren verändern deren chemische Struktur.

Vor einer Reinigung sollte man das Farbverhalten des Möbelleders an verdeckter Stelle mit einem weichen, weißen Tuch prüfen: wird das Tuch angefärbt, ist das vorgesehene Reinigungsmittel ungeeignet. Bei trockener Heizungsluft sollte für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden.

Grundsätzlich zu unterscheiden ist die Pflege zwischen den Oberbegriffen Glatt- oder Rauhleder. Gütezeichen,



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Wohnen / Lederkunde Pflegeempfehlungen Fleckentfernung

Tabelle

Lederkunde Pflegeempfehlungen Fleckentfernung

Verband der Lederindustrie, Frankfurt


Von der Verwendung lösungsmittelhaltiger Produkte, wie Terpentin, Fleckenentferner, Benzin, oder Mitteln wie Bohnerwachs oder Schuhcreme zur Fleckenentfernung ist abzusehen.

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Wohnen / Lederkunde Pflegeempfehlungen Lederpflege

Darstellung

Lederkunde Pflegeempfehlungen Lederpflege

Verband der Lederindustrie, Frankfurt


Glattes Leder sollte mit einem Tuch, Velours- und Nubukleder kann mit einer Bürste gepflegt werden.

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Wohnen / Lederkunde Pflegeempfehlungen Nappaleder naturbelassen

Beschreibung

Naturbelassene Leder benötigen grundsätzlich mehr Pflege als pigmentierte Leder. Deshalb sollte man Polstermöbel mit naturbelassenem Nappalederbezug häufig mit einem weichen Tuch abstauben und zweimal jährlich mit Spezialpflegemitteln (Ledermilch) behandeln. Feuchtigkeit schützt Leder davor, auszutrocknen und hart zu werden. Angetrockneten Schmutz mit neutraler Seife in handwarmem Wasser mit einem weichen Tuch vorsichtig ablösen und mit reichlich destilliertem Wasser nachbehandeln, damit keine Seifenrückstände im Leder verbleiben. Anschließend mit einem weichen Wolltuch trockenreiben. Vor Sonne oder direkter Lichteinstrahlung unbedingt schützen.

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Wohnen / Lederkunde Pflegeempfehlungen Pigmentiertes Nappaleder

Beschreibung

Durch die aufgetragene Farbschicht sind bei diesem Leder die Poren geschlossen, Flüssigkeiten können kaum eindringen und bleiben auf der Oberfläche stehen. Dadurch sind diese Leder unempfindlicher und pflegefreundlicher als naturbelassene Nappaleder.

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Wohnen / Lederkunde Pflegeempfehlungen Rauleder

Beschreibung

Hierzu gehören die Velours- und Nubukleder. Sie können ab und zu mit dem Staubsauger abgesaugt werden. Speckige Stellen sind mit Gummibürste oder Schaumstoffschwamm zu behandeln. Angetrockneten Schmutz mit der Bürste abheben und nachträglich absaugen. Falls erforderlich, mit einer neutralen Waschmittellösung und destilliertem Wasser großflächig, aber nicht zu feucht reinigen. Anschließend ist Velours wieder leicht aufzubürsten (in Strichlage legen).

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Wohnen / Lederkunde Pflegeempfehlungen Unterhaltsreinigung

Tabelle

Lederkunde Pflegeempfehlungen Unterhaltsreinigung

Verband der Lederindustrie, Frankfurt


Übersicht.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Anforderungen

Beschreibung

Bei Güteprüfungen werden für Möbel- und Autoleder folgende Echtheiten verlangt:

• Dauerbiegeverhalten nach DIN 53 351
• Entflammbarkeit nach DIN 75 200 und 53 438
• Haftung der Zurichtung nach IUF-470 E
• Lichtechtheit nach DIN 54 004
• pH-Wert nach DIN 53 312
• Reibechtheit nach DIN 53 339
• Reißfestigkeit nach DIN 53 329 E

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Anilinleder

Beschreibung

Traditioneller Begriff für früher mit löslichen Farbstoffen gefärbtes Leder, das mit Anilinfarbstoff durch und durch gefärbt wurde. Die natürliche Oberfläche des Leders blieb dabei erhalten und in ihrer Struktur erkennbar, weshalb es auch als ungedecktes Leder bezeichnet wurde. Heute wird das aus Teer gewonnene Anilin nicht mehr für Lederfarben verwendet und ist in der DIN-Norm 68 871 gestrichen. So spricht man heute von Nappaleder naturbelassen. Trotz vieler Bemühungen, den Begriff Anilinleder zu vermeiden und Anilinfarbstoffe durch synthetische Farbstoffe zu ersetzen, bleibt Anilin als Sammelbegriff erhalten, denn es wurde in dieser Form in alle Sprachen übernommen.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Auszeichnung

Beschreibung

Echtes Leder wird mit dem gleichnamigen Signet oder durch firmeneigene Auszeichnungsmittel zusätzlich gekennzeichnet.

Das Signet ist ein Werbezeichen, kein Gütesiegel. Es wurde eingeführt, um die Erzeugnisse aus echtem Leder gegenüber Kunstleder zu kennzeichnen.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Berechnung

Beschreibung

Die Berechnung von verarbeitetem Leder orientiert sich an dem Gesamtverbrauch in qm von ganzen oder halben Häuten (Hautpreis) oder den Schnittmaßen der einzelnen Lederteile (Anschnittpreis), der unter Berücksichtigung eines Verschnittzuschlages Grundlage der Kalkulation sein sollte.

Verschnittzuschläge

• bei kleinen Zuschnitten ca. 55%
• bei Überwiegen von Teilen bis 0,4 qm = ca 65%
• bei Teilen über 0,4 qm ca. 80%.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Berufsbild und Verband

Beschreibung

Der Beruf des Sattlers gehört zu den ältesten Branchen. Er entwickelte sich aus den Berufen der Beutler, Nadler, Gürtler, Riemer, Zaumschläger, Wagler und Täschner. Bei heute spezialisierten Ausbildungszweigen, wie Reitsport- und Geschirrsattler, Auto- und Planensattler, Bootssattler, Feinsattler etc., wird Grobleder zu Sätteln, Geschirren für Reit- und Zugtiere, zu Schutzdecken, Koffern (Koffersattlerei), Arbeitsschutzbekleidung und Trachten, Feinleder zu Taschen, Gürteln etc. verarbeitet (Feintäschner bzw. Portefeullier). Somit ist im Bereich der Innenausstattung von Kraftfahrzeugen, Booten, Kutschen und Flugzeugen der Sattler ebenso zuständig wie für die Herstellung, Aufarbeitung und Restaurierung von Sitz- und Liegepolstern sowie für die Anfertigung von Verdecken, Planen und Zelten. Zusammenschluß der Berufsgruppe im Zentralverband des Raumausstatter- und Sattlerhandwerks, Bonn.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Hinweise und Tipps

Beschreibung

Farbabweichungen können von Lederart zu Lederart bzw. deren Musterungen unterschiedlich auftreten, da Leder sich durch Licht- und Sonneneinwirkung verändert. Damit ist jedes Lederpolsterteil als Unikat anzusehen. Geruch kann je nach Gerbart und Oberflächenbehandlung auftreten; darf jedoch ausschließlich warentypisch sein. Insektenstiche, Dornen- und Striegelrisse, Halsriefen und Mastfalten, Gabelstiche, Abschürfungen, Salzfraß etc. sind bei Möbelleder unvermeidlich und beeinträchtigen die Qualität nur geringfügig oder sind, wie bei Mastfalten, Zeichen von guter Gesundheit und Ernährung des Tieres. Falls erforderlich, werden bei hochwertigen Möbeln stark beeinträchtigte Teile nur an wenig exponierten Stellen verwendet.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Lederberechnung

Beschreibung

Die Berechnung von verarbeitetem Leder orientiert sich an dem Gesamtverbrauch in qm von ganzen oder halben Häuten (Hautpreis) oder den Schnittmaßen der einzelnen Lederteile (Anschnittpreis), der unter Berücksichtigung eines Verschnittzuschlages Grundlage der Kalkulation sein sollte.

Verschnittzuschläge
• bei kleinen Zuschnitten ca. 55%
• bei Überwiegen von Teilen bis 0,4 qm = ca 65%
• bei Teilen über 0,4 qm ca. 80%.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Lederlogo

Darstellung

Lederkunde Sonstiges Lederlogo

Verband der Lederindustrie, Frankfurt


Leder-Signet; das Signet ist ein Werbezeichen, kein Gütesiegel.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Ledermaße

Beschreibung

Im Jahre 1981 hat die Europäische Gemeinschaft für ihre 12 Mitgliedsstaaten für die Angabe der Lederfläche verbindlich das metrische System eingeführt (cqm, dqm, qm).

Früher, heute nur noch inoffiziell, war die Angabe in engl. Quadratfuß üblich. 1 engl. Quadratfuß = 9,29 dqm (Kurzz. qfs)
1 qm = 10,764 qfs.

Umrechnung vom englischen Quadratfuß in Quadratzentimeter:
• 1 Quadratfuß = 929 cqm = 9,29 dqm
• 2 Quadratfuß = 1 858 cqm = 18,58 dqm
• 3 Quadratfuß = 2 787 cqm = 27,87 dqm
• 4 Quadratfuß = 3 716 cqm = 37,16 dqm
• 5 Quadratfuß = 4 645 cqm = 46,45 dqm
• 6 Quadratfuß = 5 574 cqm = 55,74 dqm
• 7 Quadratfuß = 6 503 cqm = 65,03 dqm
• 8 Quadratfuß = 7 432 cqm = 74,32 dqm
• 9 Quadratfuß = 8 361 cqm = 83,61 dqm
• 10 Quadratfuß = 9 290 cqm = 92,90 dqm
• 11 Quadratfuß = 10 219 cqm = 102,19 dqm = 1.02 qm

Eine Haut ergibt ca. 45 qm. Für ein großzügiges, gemütliches Sofa werden 5-6 Rindhäute (ca. 25 qm) benötigt.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Lederzuschnitt

Beschreibung

Beim Zuschnitt müssen Haut- und Narbenfehler berücksichtigt werden. Normalerweise erfolgt der Zuschnitt gemäß vorstehender Abbildung. Das Kernstück hat eine sehr feste Faserstruktur und eignet sich daher besonders für die stark beanspruchten Teile eines Möbelstückes. Das Fasergefüge bei Bauchpartien ist hingegen besonders lose und wird daher für die weniger beanspruchten Möbelteile verwendet.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Lounge Chair

Darstellung

Lederkunde Sonstiges Lounge Chair

Vitra GmbH, Weil am Rhein


Konstruktionsdetail des mit Leder verarbeiteten Lounge Chair mit Ottoman von Charles Eames, USA.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Reedition

Darstellung

Lederkunde Sonstiges Reedition

SN-Verlag, Hamburg


Modell Transat chair (1926) mit Rahmen aus Sykomorenholz, verchromte Beschläge, Polsterauflage mit Leder bezogen. Entwurf: Elleen Gray (1878-1976). Reeditiert 1978.

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Wohnen / Lederkunde Sonstiges Verwendung von PCP

Beschreibung

Lederkunde Sonstiges Verwendung von PCP



Die PCP-Verbotsverordnung (Pentachlorphenol) wird in der Bundesrepublik Deutschland streng eingehalten, wobei der Grenzwert auf 5 Milligramm pro ein Kilogramm Leder festgelegt ist. Dennoch zeigen vereinzelt Lederproben einen erhöhten Gehalt dieses Konservierungsmittels. Zu empfehlen ist daher beim Einkauf die Verwendung eines Ordertextes, der vom Hersteller eindeutig die Einhaltung deutscher Gesetze bestätigen läßt.

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Wohnen / Lederkunde Spaltvorgang

Darstellung

Lederkunde Spaltvorgang

Ernst Heyer Verlag, Essen


Schema des Spaltvorganges.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot

Beschreibung

Im Polstermöbel- und Automobilbereich stammen mehr als 95% der verarbeiteten Leder aus Kuh- und Bullenhäuten, aus denen große Zuschnitt-Teile gewonnen werden können. Speziell Polsterleder für Möbel und Automobile ist eine besondere Stärke deutscher Gerbereien. Bei etwa der Hälfte der inländischen Lederproduktion handelt es sich um Polsterleder, das von der deutschen Lederindustrie mit umweltschonender Technologie hergestellt wird. Aus der Narbenhaut werden Glatt- und Nubukleder gefertigt. Die Spalthaut, die dem Körper des Tieres zugewandt war, wird zu Veloursleder verarbeitet, das etwas grobfasriger als Nubukleder aussieht und für preiswertere Sitzmöbel eingesetzt werden kann. Haltbarkeit und Formbeständigkeit dieses Leders sind gegenüber der Narbenhaut, also dem Voll-Leder, allerdings gering.

Folgende Lederarten kommen u.a. zum Einsatz:

• Nappaleder
• Rauh- und Veloursleder
• Blankleder
• Schrumpfleder

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Blankleder

Beschreibung

Vorwiegend im Sattlerbereich und für Stuhl- und Sesselbespannungen eingesetzte dicke, meist pflanzlich gegerbte und vollnarbige Rindleder.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Nappaleder

Beschreibung

Weiches, griffiges Glattleder verschiedener Tierarten, das auf der Narbenseite entsteht. Je nach Oberflächenbehandlung unterscheidet man:

Nappa naturbelassen
Nappa leicht pigmentiert
Nappa pigmentiert
Schleif Nappaleder

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Nappaleder leicht pigmentiert

Beschreibung

Dieses ebenfalls mit löslichen Farbstoffen durchgefärbte Leder erhält durch zusätzliche Pigmentanteile eine gleichmäßigere Oberfläche sowie bessere Lichtechtheitswerte und Reibechtheiten. Auch bei dieser Farbbehandlung sind Wasserdampfdurchlässigkeit und Wärmeaustausch durch noch offengebliebene Poren gewährleistet.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Nappaleder naturbelassen

Beschreibung

Leder, das die Narbenfläche in jeder Einzelheit erkennen läßt. Die offenen Poren gewähren hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und einen optimalen Wärmeaustausch. Wegen der Lichtempfindlichkeit ist naturbelassenes Leder vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Nappaleder pigmentiert

Beschreibung

Bei dieser Oberflächenbehandlung wird die Farbe mit Hilfe eines Bindemittels fest auf die Narbenfläche aufgetragen, wodurch ein sehr gleichmäßiges Aussehen der ganzen Haut erreicht wird. Diese Leder sind zwar weniger atmungsaktiv, im Gebrauch aber unempfindlicher und besonders pflegeleicht.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Rau oder Veloursleder

Beschreibung

Weiche Leder mit angeschliffener oder aufgerauter Oberfläche. Man unterscheidet:

Nubuk
Hunting

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Rau oder Veloursleder Hunting

Beschreibung

Auf der Fleischseite angeschliffen und nicht so samtig und weich wie Nubuk. Im verarbeiteten Zustand bildet die Narbenseite die Rückseite und die Fleischseite die Oberfläche des Leders.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Rau oder Veloursleder Nubuk

Beschreibung

Festes, auf der Narbenseite angeschliffenes Leder mit samtiger Oberfläche.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Schleif Nappaleder

Beschreibung

Auf der Narbenseite angeschliffenes Leder, das durch eine aufgetragene Farbschicht eine besonders glatte Oberfläche erhält, wobei die Naturmerkmale weitgehend verlorengehen.

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Wohnen / Lederkunde Warenangebot Schrumpfleder

Beschreibung

Durch ein spezifisches Gerbverfahren geschrumpftes Leder, wodurch Falten und natürliches Narbenbild besonders betont und fixiert werden.

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www.handgefertigte-teppiche.de www.bare-exhibition.de?l=de